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Experten-Antwort

Als selbstständige Rente weiterbezahlen? Vielleicht kommt Grundeinkommen?

von Anna Falk12.07.2017 | 21:53
774 Ansichten
13 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Abend, ich brauche ihre Hilfe und zwar bin ich selbstständig. Seit 1 Jahr zahle ich freiwillig 300€ in die Rentenkasse ein und, bin 27 Jahre alt. Eine Freundin sagte mir ich soll es lassen, weil hier im Schleswig-Holstein wurde ja beschlossen im Vertrag von der Politik oder so (keine Ahnung kenne mich nicht so aus) das man bald Grundeinkommen oder Bürgergeld testen will, um für die Zukunft vorbereitet zu sein, wenn Maschinen, Digitalisierung usw.. viele einfachen Jobs ersetzen, wo früher man noch einen anderen Arbeitgeber nehmen kann wird irgendwann nicht mehr funktionieren. wie auch immer, soll ich weiterzahlen? Meine Freundin meinte in deinem Alter unnötig, weil system bald verändern wird.nur die Generation 20 jahre älter als ich habem davon noch einen Vorteil. und ich sollte geld lieber sparen. aber ich weiß auch nicht mehr weiter was richtig sein soll :(

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Die Höhe Ihrer späteren Rente hängt von Ihren zurückgelegten Versicherungszeiten und von der Höhe der eingezahlten Beiträge ab. Leider kann Ihnen hier im Forum niemand sagen, wie sich die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung in der Zukunft gestaltet.

Momentan erbringen 12 freiwillige Beiträge in Höhe von monatlich 300 Euro (insgesamt 3600 Euro) eine monatliche Rentenanwartschaft in Höhe von 16,10 Euro. Eine Beitragsleistung von 3600 Euro im Jahr entspricht einem jährlichen Bruttoverdienst von 19.251,34 Euro.

Wir empfehlen Ihnen, sich bei einem persönlichen Gespräch in einer Auskunft- und Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung entsprechend beraten zu lassen, ob und in welcher Höhe Sie weiterhin freiwillige Beiträge zahlen sollen.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung →

12 Antworten

Anna Falkam 12.07.2017 | 21:54
ich meinte 300€ monatlich seit 1 Jahr lang
Konrad Schießlam 12.07.2017 | 22:30
Bin mir fast sicher, ein Grundeinkommen anstelle von Rente wird es wohl in Deutschland niemals geben. Dies könnte ja auch ein Bundesland nicht einführen, immerhin , zuständig wäre hierfür ja der Bund. Sie sollten aber- zur Abschätzung des Erfolges von 3600 Beitrag im Jahr- auch wissen, bei derzeit 37103 Jahresverdienst bringt der Gesamtbeitrag von 18,7%, also Euro 6938,26 Jahresbeitrag ab 1.7.2017 in West 31,03 Monatsrente. MfG.
Genervteram 13.07.2017 | 07:06
Unglaublich, welche Fragen hier im Forum gestellt werden, nur weil eine Freundin irgendwelchen Blödsinn erzählt!
Klugpuperam 12.07.2017 | 22:38
Ihre Freundin ist (selbsternannte) Rentenexpertin? Die Prosa in einem Koalitionsvertrag hat nicht zwingend etwas mit fer Realität zu tun. Die etwaige Möglichkeit einer Gesetzesänderung zur Grundlage einer Vorsorgeentscheidung zu machen ist wohl etwas spekulativ. Falls Sie jetzt an der Entscheidung zu freiwilligen Beiträgen zweifeln, dann fragen Sie in Ihrer Auskunfts- und Beratungsstelle nach.
Lisam 13.07.2017 | 01:42
Prima Idee, wir machen uns alle selbständig, Leben in sauss und brauss, hauen alle Kohle aufn Kopp und lassen uns vom Staat im Alter aushalten, sodass wur auch im Alter so weiter machen können... Das wird nicht so laufen. Den einzigen, den ich eine Grundrente zusprechen würde sind Rentner die Ihr Leben lang 30 40 45 Jahre eingezahlt haben und aufgrund des schlecht bezahlten Jobs (zb Friseur ) eine geringe Rente haben, aber nicht denen die aufgrund Sozialleistungbezug oder Selbständigkeit nichts einbezahlt haben. Sowas wird nicht kommen. Man sollte selber für sich vorsorgen ob nun gesetztlich oder privat. Und eine Art Gruneinkommen gibt es bereits, nennt sich Grundsicherung, damit kann man allerdings keine großen Sprünge machen.
Schießl Konradam 13.07.2017 | 11:11
Eine Grund Rechenart besagt, wenn 16,10 Euro Rente 3600 Beitrag erfordern - 16,10 : 3600 x 6938 Beitrag bringen 31,03 Rente. Es führen eben mehrere Wege nach Rom. MfG.
Herr Z.am 13.07.2017 | 13:33
55 Jahre immer 43 Stunden pro Woche zum Mindest-Lohn gibt Rente wie Hartz IV EUR 2.500 brutto pro Monat durch EUR 8,50 Mindest-Lohn = ca. 294 Arbeits-Stunden pro Monat EUR 2.500 brutto pro Monat X 12 Monate X 35 Jahre = EUR 1.050.000 geteilt durch 55 Jahre = ca. EUR 19.091 pro Jahr geteilt durch 12 Monate = EUR 1.590,91 brutto geteilt durch EUR 8,50 = ca. 187 Stunden pro Monat geteilt durch 30 Tage = ca. 6 Stunden 10 Minuten pro Kalender-Tag ca. 187 Stunden pro Monat geteilt durch 8 Stunden = 23,375 Arbeits-Tage pro Monat EUR 19.091 pro Jahr geteilt durch 52 Wochen = EUR 367,13 geteilt durch EUR 8,50 = ca. 43 Arbeits-Stunden pro Woche Wer 55 Jahre lang für 43 Stunden pro Woche Mindest-Lohn von EUR 8,50 brutto verdient, bekommt nach 55 Jahren Rente auf Höhe von Hartz IV. "Das Armutsrisiko künftiger Rentnergenerationen ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" erheblich höher als bislang bekannt. Ab dem Jahr 2030 erhielten selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Die Zeitung beruft sich dabei auf neueste Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums." Quelle und Volltext: http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut116.html EUR 1.590,91 brutto = EUR 1.144,83 netto minus EUR 300 Frei-Beträge = EUR 844,83 anrechnungs-fähig minus EUR 391 Regel-Bedarf = EUR 453,83 Vergleichs-Wert Wohn-Geld Mieten-Stufe VI EUR 407 plus 10 % = EUR 447,70 Fehlen noch EUR 6,13 bis zur Berechtigung zum Aufstocken, was z.B. bei Mehr-Bedarf für Warmwasser (EUR 8,99) schon der Fall wäre. http://www.harald-thome.de/media/files/RB-Warmwasser-Mehr-Bedarf… Also 55 Jahre jeweils 43 Stunden pro Woche arbeiten zum Mindest-Lohn von EUR 8,50 brutto ist Hartz IV-Niveau während der Arbeits-Jahre und auch als Rentner. Deutschland betreibt seit Jahrzehnten Lohn-Dumping im eigenen Land, untere Lohn-Gruppen müssten heutzutage bei ca. EUR 11,57 netto liegen. http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=200784… Herr Z.
Hausmeisteram 13.07.2017 | 14:09
Junger Freund, kannst du auch was anderes als Copy & Pest?
Schmidtam 13.07.2017 | 14:33
Der Herr Z. hat immer viel Text. Das nervt schon etwas. Allerdings wenn man das in Ruhe liest steckt eine Menge Wahrheit drin. Ich bin keiner für Horrorszenarien oder Verschwörungstheorien. Trotzdem: Da rollt was auf unser Sozialsystem zu, da bin ich sicher. Schmidt
GroKoam 13.07.2017 | 15:10
Junger Freund, kannst du auch was anderes als Copy & Pest?
Der Herr Z. hat immer viel Text. Das nervt schon etwas. Allerdings wenn man das in Ruhe liest steckt eine Menge Wahrheit drin. Ich bin keiner für Horrorszenarien oder Verschwörungstheorien. Trotzdem: Da rollt was auf unser Sozialsystem zu, da bin ich sicher. Schmidt
Na dann mal gut Holz.
Schorscham 13.07.2017 | 15:44
Der @Herr Z. kann offenbar nicht zwischen MINDEST-Lohn und DURCHSCHNITTS-Lohn unterscheiden. Sonst würde er nicht andauernd suggerieren, dass 55 Jahre immer 43 Stunden pro Woche zum Mindest-Lohn arbeiten, der Normalfall wäre. Und um Geringverdienern zu einer auskömmlichen Rente zu verhelfen, müsste keineswegs der MINDEST-Lohn auf 12 Euro Netto pro Stunde angehoben werden, sondern nur der Arbeitgeberanteil zur DRV um 1 Euro pro Arbeitsstunde. Logisches Denken mag wohl nicht jeder. (Frei nach @Herr Z. ;-)) MfG
W*lfgangam 13.07.2017 | 20:30
Hallo Anna Falk, bedenken Sie dabei aber auch - neben denen vom Experten-Team genannten Rentensteigerungen für Ihre Beiträge - dass daneben ggf. lfd. Steuervorteile abgegriffen werden können und zu einem 'Sofortgewinn' führen. Wenn Ihre Freundin sich 'auch' mit Steuerrecht auskennt, fragen Sie die doch auch gleich - oder wenden sich in beiden Fällen gleich an Wir-sind-nicht-Freundin-mit-vom-Hörensagen-Kenntnisse-und-prognostizierter-Rechtsabsichtsentwicklung - sondern an Auskenner ;-) Freundinnen können die 'besten' Feindinnen sein … *g Gruß w.
Deutsche Rentenversicherung
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