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Experten-Antwort

161476€eingez.836€Anspruch?

von Altersrentenanspruch06.03.2013 | 13:23
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27 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Frage zur schriftlichen Rentenauskunft der Rentenversicherung: Ich habe 161.476,36 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt. Etwa die Hälfte ist von meinem Arbeitgeber. Laut Rentenauskunft habe ich bisher einen Altersrentenanspruch von gerade einmal 850 Euro. Ich bin 1961 geboren. Nach meinemem Ermessen, sind alle meine Zeiten komplett aufgeführt. Kann es sein, daß ich nur einen so geringen Rentenanspruch habe obwohl schon so viel Geld eingezahlt wurde ? Stimmt da was nicht ? Danke für Auskunft.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Die Berechnungen in Ihrer Rentenauskunft werden korrekt sein, wenn ihr Versicherungsverlauf vollständig ist. Einige Unterschiede zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und einer privaten Absicherung gehen aus den Beiträgen der Teilnehmer bereits hervor. Für weitere Erläuterungen nehmen Sie gern einen Termin in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

26 Antworten

Jockelam 06.03.2013 | 13:37
Was soll denn da nicht stimmen ? Die Beiträge haben Sie ja nicht in einen privaten Sparverrag o.ä. eingezahlt, sondern in die gesetzliche Rentenversicherung. Da wir -zum Glück. in einem Sozialstaat leben, werden Ihre Beiträge dazu verwendet, anderen Versicherten eine Reha zu ermöglichen oder Rente zu erhalten. Ihre Beiträge werden bzw.wurden nicht auf einem seperaten Konto angesammelt, bis Sie es mal im Alter brauchen.
Ansprucham 06.03.2013 | 13:44
Mir kommt die Relation der Beträge schon sehr ungleichgewichtig vor. Wann kann ich in Rente gehen ? Wie gesagt, 1961 geboren und 70% schwerbehindert. In Reha war ich noch nie.
Rentneram 06.03.2013 | 13:47
Wenn man davon ausgeht, dass sich die Rente ja auch erhöht, reicht der Betrag vielleicht für ca. 14 Jahre. Gruß Rentner
Ansprucham 06.03.2013 | 13:51
Soll das heißen, wenn das eingezahlte Geld aufgebraucht ist, bekomme ich keine Rente mehr ? Das habe ich noch nie gehört. Ab wann bekomme ich denn Rente ?
Sachbearbeiter DRV Bereich Rehaam 06.03.2013 | 14:05
Rentner wollte Ihnen lediglich erläutern, dass Sie auch bedenken müssen, dass die Rente möglicherweise für viele Jahre gezahlt wird und Sie dies in Ihrer Berechnung nicht berücksichtigt wurde Selbstverständlich endet Ihr Rentenanspruch dann nicht.
...am 06.03.2013 | 14:05
Fordern Sie sich doch am einfachsten eine Rentenauskunft an, da steht alles zu Rentenbeginn (und Abschlägen) drin.
Ansprucham 06.03.2013 | 14:38
Die Rentenauskunft habe ich nicht hier. Die Zahlen, die am prägnantesten waren, haben sich bei mir aber eingeprägt. Wenn ich mich recht erinnere, muß ich noch 10 Jahre weiter einzahlen, bis ich das erste mal Rentenanspruch habe als Schwerbehinderter, dann auch noch mit über 10% Abschlag. Glücklich macht mich das alles nicht. Daß ich den ständig zunehmenden Stress noch 10 Jahre durchstehe, glaube ich nicht. Vielleicht sollte ich doch mal in Reha gehen, dann habe ich wenigstens ein bisschen was von denn Millen, die ich die ganzen Jahre einzahle.
Mitleseram 06.03.2013 | 14:19
Ja, das kann durchaus sein. Wenn Sie beispielsweise im laufenden Kalenderjahr die Beitragsbemessungsgrenze von 69.600 EUR erreichen oder überschreiten sollten, wird aus ihrem Bruttoverdienst der Höchstbeitrag zur Rentenversicherung (18,9 %) abgeführt, also jeweils 6.577,20 EUR von Ihnen und von ihrem Arbeitgeber, zusammen 13.154,40 EUR. Hierfür erwerben Sie Entgeltpunkte im Verhältniswert ihrer Beitragsbemessungsgrundlage zum Durchschnittsverdienst, für 2013 also nach den vorläufigen Werten 2,0428 EP, die derzeit eine Bruttorente von 57,34 EUR ergeben. Beachten sollten Sie dabei, das sich der Rentenbetrag bei jeder Anpassung entsprechend erhöht, ohne das hierfür weitere Beiträge gezahlt werden müßten.
Ansprucham 06.03.2013 | 15:15
Ganz stimmt die Rechnung aber nicht egal. Denn es fehlt die komplette Rendite inzwischen über 30 Jahre, wenn das Geld fortlaufend ordentlich verzinst worden wäre. Wenn man das nämlich diese fehlende Rendite in Abzug bringt, sieht die effektive Rendite wieder dürftiger aus.
egal (der erste)am 06.03.2013 | 14:49
Das ergibt ne Rendite von 6,21 % (mit den Beiträgen Ihres Arbeitgebers, betrachtet man nur das was Sie tatsächlich dafür zahlen mußten, ist´s sogar das Doppelte)!!! Jetzt gehen Sie mal zu irgendnem Finanzdienstleister und und fragen nach nem Produkt, bei dem diese ebenfalls garantiert (!) wird...
Ansprucham 06.03.2013 | 15:33
Das ist ja quasi ein zinsloses Darlehen, daß man da der Rentenversicherung, für in meinem Fall bisher 33 Jahre, überlassen hat. Ich habe mal die Zahlen durch Excel gejagt. In den 33 Jahren sind bei einer Verzinsung von 4 % Zins und Zinseszinsen in Höhe von 175.460 Euro aufgelaufen. 161.476 Euro bisher eingezahlt = 336.936 Euro Summe Jetzt muß ich noch weitere 10 Jahre einzahlen. Da kommt aber ordentlich was zusammen !
Knut Rassmussenam 06.03.2013 | 16:37
Schon mal überlegt, wie Versicherungen funktionieren? Wie sagte schon Volker Pisper: Die grösste Angst der Deutschen ist zu sterben und es ist noch Rente übrig.
Knut Rassmussenam 06.03.2013 | 16:37
Schon mal überlegt, wie Versicherungen funktionieren? Wie sagte schon Volker Pisper: Die grösste Angst der Deutschen ist zu sterben und es ist noch Rente übrig.
Ansprucham 06.03.2013 | 16:52
100 Jahre alt werden ? Aber sicher nicht in meinem Job. Bei der Arbeitsverdichtung inzwischen, sowieso nicht mehr. 10 Jahre noch, da muß ich vielleicht doch noch nach einem anderen Weg suchen, um das abzukürzen. Was passiert eigentlich, wenn man einfach früher aufhört zu arbeiten ? Als freier Mensch, muß ich doch das, wann ich aufhöre, selbst entscheiden können, oder gibt das Probleme ?
EM-Rentneram 06.03.2013 | 19:04
" Habe also das was ich selbst als Arbeitnehmer als Beitrag eingezahlt habe ( ca. 68.000€ ) schon lange wieder raus. Bis zu meiner Regelaltersgrenze - falls ich so alt werde - werde ich dann insgesamt ( 2005 bis 2026 ) ca. 202.000€ Brutto/ 181.000€ netto an Rente ausbezahlt bekommen haben." Korrektur . Vertan beim Zusammenzählen. Rechnen müsste man können. Richtige Zahlen sind : 317.000€ Brutto / 285.000€ Netto " Sollte ich sogar das 80. Lebensjahr erreichen hätte ich dann insgesamt in der Zeit der Berentung von 2005 bis 2040 dann folgende Beträge ausbezahlt bekommen : 217.000€ Brutto / 195.000 € Netto " Auch hier dann die richtigen Zahlen mit : 534.000€ Brutto / 480.000€ Netto " Sollte ich sogar das 80. Lebensjahr erreichen hätte ich dann insgesamt in der Zeit der Berentung von 2005 bis 2040 dann folgende Beträge ausbezahlt bekommen : 217.000€ Brutto / 195.000 € Netto " Korrektur. Muss natürlich heißen :
EM-Rentneram 06.03.2013 | 18:51
Willkommen in der Realität !! Das ist eben so. Aber die Zahlen wissen Sie doch schon länger, schließlich bekommt man jedes Jahr von seiner RV ja eine Renteninfo übersandt. Das die Altersrente so neidrig bisher ausfällt kann darum ja keine grosse Überraschung sien. Und wenn Sie mal sehr serhr alt werden rechnet sich das ganze vielleicht ja auch doch noch . Meine Zahlen mal dazu im Vergleich : Jahrgang 1960 eingezahlt ca. 30 Jahre , Arbeitgeber - und Arbeitnehmeranteil Gesamt eingezahlt : 137.000€ Altersrentenanspruch lt. Renteninfo im Jahr 2005 betrug 878 € EM-Rentenanspruch im Jahr 2005 : 1205 € Dann ab 2005 auch EM-Rente bezogen. Damit in den vergangenen 8 Jahren also von 2005 bis Ende 2012 : 115.000€ Brutto / 104.000€ Netto an EM-Rente bekommen Habe also das was ich selbst als Arbeitnehmer als Beitrag eingezahlt habe ( ca. 68.000€ ) schon lange wieder raus. Bis zu meiner Regelaltersgrenze - falls ich so alt werde - werde ich dann insgesamt ( 2005 bis 2026 ) ca. 202.000€ Brutto/ 181.000€ netto an Rente ausbezahlt bekommen haben. Sollte ich sogar das 80. Lebensjahr erreichen hätte ich dann insgesamt in der Zeit der Berentung von 2005 bis 2040 dann folgende Beträge ausbezahlt bekommen : 217.000€ Brutto / 195.000 € Netto Ich bin kann also finanziell gesehen sehr zufrieden sein. Ein Bombengeschäft quasi und toppt jede Geldanlage. Auch mit einer Anlage an der Börse hätte ich diese Zahlen nie erreichen können. Das es bei vielen anderen völlig anders aussieht ist auch klar. But thats Life !
Jockelam 07.03.2013 | 06:58
Irgendwie raffen Sie es alle nicht ! Ihre Beiträge werden nicht für Ihre Rente verwendet, sondern um die laufenden Renten zu zahlen, Rehamaßnahmen zu finanzieren etc. Die gesetzliche Rentenversicherung ist kein Sparvertrag !!!
Lebusam 07.03.2013 | 09:15
Ja das ist doch wohl allen klar. Ich denke es ging nur darum zu verdeutlichen wie unterschiedlich die Rendite ( wenn man es mal zu nennen darf ) bzw. das Verhältnis Einzahlung gegen Auszahlung bei der Rente ausfällt. Bei @EM-Rentner aufgrund der ganz speziellen Umstände eben sehr sehr gut und beim Themersteller auch aufgrund seeiner ind. Umstände eben schlechter. 161.000 € Beiträge zur RV als 52 jähriger ( Jahrgang 1961 ) eingezahltz zu haben ist nun mal auch relativ wenig. Das deutet auf eine verspätere Arbeitsaufnahme hin ( früher fing ja mit 15/16 Jahren an zu arbeiten ) und/oder auf ein relativ geringes Gehalt während der ganzen Beschäftigungszeit und/oder einer Unterbrechung der Beschäftigung. Ansonsten müssten in über 35 Jahren der Beschäftigung und einem " vernünftigen Gehalt " weit höhere Beiträge in die RV eingezahlt worden sein und sich dadurch dann eben auch eine weit höhere Altesrente bsiher ergeben als nur 850 €.
EM-Rentneram 07.03.2013 | 09:35
So ist es. 137.000€ in meinem Fall bis ins Jahr 2005 an RV Beiträgen eingezahlt. Hatte am Schluß pro Jahr ca. 4000€ an RV Beiträgen . Macht mit dem AG Anteil ca. 8000€ pro Jahr. Von 2005 bis 2012 hätten sich somit noch mal schlanke 64.000€ an RV Beiträgen ergeben ( die ich aber jetzt ja gespart habe ) . 137.000€ plus 64.000€ hätte dann ergeben ca. 200.000€ an RV Beiträge in 35 Versicherungsjahren. Rechnet man jetzt noch mal in meinem Fall 13 Jahre bis zur Regelaltersgrenze ( 2026 ) dazu, kämen noch mal ca. 104.000€ drauf. Dann hätte ich fiktiv in dann 50! Arbeitsleben insgesamt ( AG und AN Anteil zusammen ) stramme 304.000€ an RV Beiträgen eingezahlt. Miene Herren. Das sind schon Summen die da in einem Arbeitsleben zusammen kommen.
DarkKnight RVam 07.03.2013 | 11:23
Neben den ganzen Rechnungen hier sollte auch nicht ausser acht gelassen werden, welche Risiken die gesetzliche Rentenversicherung alles so abdeckt!! Glauben Sie mir, im privaten finden Sie nix vergleichbares!!!!
Ansprucham 07.03.2013 | 12:43
Ich habe es oben erwähnt, ich bin 70% schwerbehindert. Daher habe ich auch verhältnismäßig wenig eingezahlt. Es ist nunmal eine Tatsache, daß schwerbehinderte oft weniger verdienen als nichtbehinderte. Weil sich eine Behinderung nunmal überall bemerkbar macht, auch beruflich. Aber wenn ich mir die Zahlen so anschaue, muß ich doch bekloppt sein, als schwerbehinderter zu arbeiten und so viel einzuzahlen anstatt was von der Rente wie EMRentner haben ? Irgendwie bestrafe man mich ja doppelt ?
Clamorsam 07.03.2013 | 13:11
" Aber wenn ich mir die Zahlen so anschaue, muß ich doch bekloppt sein, als schwerbehinderter zu arbeiten und so viel einzuzahlen anstatt was von der Rente wie EMRentner haben ? Irgendwie bestrafe man mich ja doppelt ? " Erstmal steht es ihnen doch frei jederzeit auch einen EM-Antrag zu stellen. Ob Sie aber eine EM-Rente bekämen steht in den Sternen. Nur weil Sie 70% GdB haben bekommen Sie ja nicht automatisch auch eine EM-Rente. Zweitens verdienen Sie ja aktuell mit ihrem Gehalt wohl ( erheblich ) mehr , als ihre EM-Rente ausmachen würde. Insofern werden Sie ja durch ihre Arbeit nicht betraft sondern haben aktuell sehr viel mehr Geld zur Verfügung als nur mit der Rente. Diese Differenz zwichen EM-Rente und Gehalt muss man auch mal sehen und das summiert sichim Laufe der Jahre ja auch ganz schön. Letztlich können Sie als Schwerbehinderter ja auch etwas früher in die Altersrente gehen und wenn Sie ein hohes Alter erreichen, bekämen Sie ja auch ein Großteil ihres eingezahlten Geldes wieder zurück. Hat jemand in seinem Berufsleben wie z.b. @EM-Rentner ca. 300.000€ ( Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil ) an Beiträgen an die DRV bezahlt und bekommt dann ungefähr eine Jahresbruttorente von sagen mir mal 18.000€ pro Jahr ( 1.500€ pro Monat ) , reicht das eingezahlte eigene Geld gerade mal für knapp 17 Jahre Rentenzahlung. Ein längeres Leben bis jenseits der 80 vorraiusgesetzt ( was heute ja schon fast normal ist ) kann man durchaus auch als Altersrentner seine im Arbeitsleben eingezahlten Rentenbeiträge wieder rausbekommen.
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