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Experten-Antwort

Dauer Entscheidung LTA-Antrag

von Belle05.04.2017 | 10:43
3392 Ansichten
4 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Tag, ich bin seit etwas über 2 Jahren aufgrund psychischer und onkologischer Erkrankung arbeitsunfähig, GDB 90, bereits vom Krankengeld ausgesteuert und demnächst läuft auch mein ALG 1 aus. Seit Januar 2017 befinde ich mich nun in der onkologischen Nachsorge. :) Im September 2016 habe ich einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt. Im Oktober 2016 war ich in einer onkologischen Reha-Klinik (Anschlussheilbehandlung). Im Abschlussbericht steht, dass Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben geprüft werden sollen und ich in meinem alten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Allerdings steht dort auch, dass ich psychisch noch nicht sehr belastbar bin. Nun sind bereits 7 Monate seit LTA Antragsstellung vergangen. Ein Anruf bei der Rentenversicherung ergab, dass über meinen Antrag noch nicht entschieden sei und das intern nun meine Rentenunterlagen angefordert wurden. Sie sagte, dass momentan wahrscheinlich geprüft wird, ob mein Reha-Antrag in einen Renten-Antrag umgewandelt wird. Diese Aussage hat mich sehr eingeschüchtert, so dass ich mich nun frage: "Bin ich vielleicht wirklich noch nicht belastbar genug für eine berufliche Reha/Umschulung?". Doch eigentlich fühle ich mich noch zu jung (38 J.), um nach der schweren Erkrankung nicht doch wieder einen Neustart zu versuchen. Psychisch geht es mir nun auch immer besser. Aber das die Entscheidung sich so lange hinzieht und die Möglichkeiten einer beruflichen Reha anscheinend nun offen sind, verunsichert mich sehr. Ist es vor dem Hintergrund meiner Krankheitsgeschichte für die DRV möglicherweise schwer, über meinen Antrag zu entscheiden? Doch wie lange soll das noch dauern?! Ist es üblich, dass es so lange dauert, gerade auch dann wenn im Raum steht, ob ich erst einmal eine Erwerbsminderungsrente bekomme? Vielen Dank für Tipps und eigene Erfahrungen!

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Guten Tag Belle,

im Forum können wir leider auch nicht abschätzen wie lange die Bearbeitung Ihres Antrages dauert. Vielleicht sollten Sie nochmals telefonisch Kontakt aufnehmen um mehr über das weitere Vorgehen in Erfahrung zu bringen. Sollten Sie dabei nicht weiterkommen, können Sie schriftlich anfragen weshalb über Ihren Antrag noch nicht entschieden wurde und was der Entscheidung entgegen steht.

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3 Antworten

Schadeam 05.04.2017 | 11:48
Was meint denn Ihr medizinisches Personal (Hausarzt und Co.) zur Frage der psychischen Belastungsfähigkeit für eine berufliche Maßnahme? Sobald Sie sich für belastbar genug halten, sollten Sie in der Tat aktiv werden und auf die DRV zukommen.
=//=am 05.04.2017 | 13:23
Die Rentenversicherung erbringt Leistungen zur med. Reha oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Reha), sofern durch eine solche Maßnahme bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der EF abgewendet, wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann. Da Sie nicht nur psychisch, sondern auch onkologisch erkrankt sind, dürfte die Entscheidung über eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht sehr leicht fallen. Wahrscheinlich dauert es deshalb auch so lange. In der Regel wird in solchen Fällen eine befristete EM-Rente gezahlt. Auch wenn Sie sich zur Zeit psychisch besser fühlen, ist nicht gesagt, dass Sie auch eine berufliche Maßnahme "durchstehen", wie bereits von anderer Seite erwähnt wurde. Da Sie ja wirklich noch sehr jung sind, könnten Sie neben einer EM-Rente versuchen - zunächst mit einem Minijob - auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine leichte Tätigkeit zu finden. Denn oftmals überschätzen Kranke ihre Leistungsfähigkeit und fallen, wenn es nicht klappt, in ein tiefes Loch.
Fortitude oneam 05.04.2017 | 12:47
Hallo Belle, meines Wissens finde ich die Bearbeitungsdauer für den LTA Antrag ein bisschen lang. Zumal Sie nach Antragstellung noch in der AHB Reha waren. Es macht Ihnen nicht nur Ihre schwere Krankheit sorge, natürlich auch der jetzige finanzielle Aspekt. Ich kenne diese sehr unangenehme Situation. Vielleicht ist Ihre Krankheit noch nicht soweit ausgeteilt, daß Sie einer Weiterbildung oder Umschulung (Alter abhängig) stand halten können. Es bleibt Ihnen nur noch der schriftliche Weg (per Einschreiben) und bitten um den aktuellen Stand des Sachstandes. Es könnte auch sein das Sie eine befristete volle EMR erhalten. Beste Gesundheit und viel Glück. Mfg
Deutsche Rentenversicherung
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