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Mini-Rente

von Toni13.11.2009 | 19:05
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Mal eine Meinung von mir. Gestern Abend bei Escher, 2025 gibts nur noch für Arbeiter die heute bei 8,50 Euro Stundenlohn liegen 700 bis 800 Euro Rente. Gleiche Höhe wie Grundsicherung,für die wo nie arbeiten. Wie soll ich von 8,50 Riester oder sonst was abschließen? Was noch dazu kommt, der Staat ist todal verschuldet,in 15 J. gibt es vielleicht keine Sozialhilfe mehr. Jeder der nur Arbeiter ist und ca. 40 J. alt ist, muß jetzt schon Angst haben vor dem Alter. Oder sehe ich alles zu schwarz? Danke

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Moderation · 1Ihre Vorsorge

Mini-Rente

Solange jeder einzelne für sich selbst entscheiden kann und muss, ob er "riestern" will oder nicht, ist es auch jedem einzelnen überlassen, ob er alles versuchen wird, sich eine ausreichende Existenzgrundlage für das Alter zu schaffen.

Die Riesterrente stellt Ihrer Idee nach nur ein Angebot dar, die zusätzliche Versorgungslücke, durch Absenkung des Rentenniveaus aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors, auszugleichen. Bei den ganzen angedeuteten Modellen der Beiträge wird eine statische Sichtweise zugrunde gelegt. D.h. unabhängig von der Frage, ob der Gesetzgeber jedem Einzelnen freiwillig die Möglichkeit verschafft zu "riestern" oder nicht, hätten bzw. hatten die betroffenen Personen schon immer das Problem der "Altersarmut".

Also, das Problem ist nicht die Riesterrente, sondern tatsächlich ein gesellschaftspolitisches Problem.

Ob man die Lösung in einer Anhebung der Löhne auf ein Mindestlohnniveau oder aber einer Verbesserung der Bildungschancen und damit der Bildung und im Endergebnis in der Erlangung besserer Verdienstchancen sieht, ist nicht Aufgabe des Rentenversicherungsträgers sondern eine Aufgabe, die politisch gelöst werden muss.

Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir die Beiträge nicht einzeln kommentieren werden.

6 Antworten

Amadéam 13.11.2009 | 21:07
Bravo, lieber Schiko, ein hervorragender Beitrag. Machen Sie weiter so!
Amadéam 13.11.2009 | 21:13
Dann melden Sie sich einfach bei mir. Noch vor wenigen Monaten wurde ich wegen der Riester-Problematik bei künftig sich abzeichnenden Grusi-Fällen schwer gescholten. Stolz verwies man auf die "geringe Personenanzahl", die auf ergänzende GruSi angewiesen sei. Das Problem war seinerzeit anscheinend zu vernachlässigen. Na, jetzt merkt man bei "ihre-vorsorge" plötzlich, dass das Heer der Grusi-Empfänger gewaltig anschwillt. Immer mehr zeichnet sich ab, dass man das Problem Altersarmut mit dem Zulagen-Schwindel nicht in den Griff bekommt.
Wolfgangam 13.11.2009 | 21:35
> Noch vor wenigen Monaten wurde ich wegen der Riester-Problematik bei künftig sich abzeichnenden Grusi-Fällen schwer gescholten. Hallo Amadè, seit Beginn der Grusi 'wussten' es alle, die sich damit auskannten - und rieten ab bzw. zur Auflösung bestehender Verträge, wenn unweigerlich (!) feststand, dass sich die finanzielle Situation Betroffener nicht ändern wird/kann. Alles Andere war/ist zz. Schöndenkerei - da sind wir uns völlig einig, dass jeder EUR dahin der eine EUR zu viel ist, der das Leben am sozialen Abgrund heute vielleicht ein klein wenig erträglicher machen kann ...statt in später abschöpfende Sozialsysteme zu investieren (so löblich der Gedanke der Eigenvorsorge auch ist - nur, wofür auch, wenn Null-Effekt in der Altersbilanz ? ...). Gruß w.
Realistam 14.11.2009 | 14:43
Auch wenn eine Diskussion mit Ihnen reine Zeitverschwendung ist, erkläre ich Ihnen noch einmal meinen ganz persönlichen Standpunkt: Wer seinen Lebensunterhalt ganz oder zumindest teilweise aus eigener Kraft bestreiten kann, braucht keine steuerfinanzierten staatlichen Fürsorgeleistungen, auch ALG II oder GRUSI im Alter genannt. Bis jetzt ist es Ihnen noch nicht gelungen, mir plausibel zu erklären, warum eine "Riester-Rente" nicht auf zustehende Sozialleistungen angerechnet werden sollte. Arbeitseinkommen wird schließlich auch auf einen eventuellen Arbeitslosengeldanspruch angerechnet. Demnach schmälert jeder über die Freigrenzen hinaus gehende selbst verdiente Euro den individuellen ALG II-Anspruch. Wer mehr als 15 Stunden/Woche erwerbstätig ist, erhält keinen einzigen Cent ALG I, wenn ich nicht irre. Ja warum arbeiten die Leute denn dann überhaupt noch, anstatt sich ihren Lebensunterhalt vollständig vom Staat finanzieren zu lassen? Genau das empfehlen Sie doch allen Geringverdienern, indem sie ihnen klarmachen, dass ihre "Riester"-Eigenvorsorge auf ihre BEDARFSABHÄNGIGE Sozialhilfe im Alter angerechnet wird. Für mich persönlich sind staatliche Fürsorgeleistungen das allerletzte Mitte!
Amadéam 14.11.2009 | 19:22
Nun machen Sie mal Ihrem Pseudonym Ehre und erklären Toni, wie dieser von 8,50 €/ h Riestern soll. Irgendwas braucht der gute Mann doch wohl auch zum Leben, statt mit Riester ein völlig unnötiges Bürokratie-Monster zu füttern oder dafür zu sorgen, dass Herr Riester und seine Banken- und Versicherungskumpels noch mehr in den... geblasen bekommen? Was soll denn bei diesem Mini-Riester herauskommen, außer Provisionen und Verwaltungskosten, welche die Zulagenstelle und die Finanzämter verschlingen? Liefern Sie doch mal konkrete Zahlen und nehmen sich ein Beispiel an Ihrem Freund Schiko. Es gibt in diesem Lande nunmal eine ganze Menge Menschen, die den lieben langen Tag hart arbeiten müssen und mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Über das Verhältnis zu bestimmten Unternehmensgewinnen und Höhe der Abfindungen sage ich lieber nichts, da sonst der große Daumen aus dem Himmel auf die Löschtaste saust.
Unrealistam 14.11.2009 | 19:11
Wieso bekommt jemand der über 15 std/woche arbeitet kein Alg.? Es wird nur anders genannt.Hilfe zum Lebensunter-halt. Zu Gunsten der AG zahlt der Steuerzahler. Warum soll ich in eine Vers. einzahlen und erhalte später nichts davon und das von 8,5 € brutto. Viele verdienen noch weniger. Jeder soll von seinem eigenen Eink./Rente leben können.
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