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Experten-Antwort

Reha Abbruch

von oldhopkins25.11.2011 | 12:28
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Im März 2010 hat mich mein Hausarzt aus dem Verkehr gezogen wegen Burnout und Depression um mich selber vor mir zu schützen. Ich wurde dann krank geschrieben und wurde dann an einen Neurologen und Psychiater und HNO überwiesen um meine Probleme in den Griff zu bekommen. Bis 2010 hatte ich noch nicht mal eine Krankenakte, immer schön gearbeitet auch wenn man krank war. Ich habe dann Krankengeld bezogen und die KK wurde schon ungeduldig wollte mir erstmal nach 5 Monaten das Krankengeld aufgrund des MDK Standardschreiben, streichen bitte wieder arbeiten aufgrund der Aktenlage. Einspruch durch Hausarzt wurde akzeptiert. Vorstellung MDK , ja der Patient ist AU. Im Hintergrund lief meine Private BU beim Gutachter ja genehmigt seit 11.2010. Irgendwann kam dann wieder die KK bitte REHA machen sonst kein Krankengeld das hat solange gedauert das ich seit 5.9.2011 ausgesteuert bin Jetzt bekomme ich ALG1 aber bitte REHA Antrag stellen oder Rente einreichen meine das Arbeitsamt, wie sollte ich da noch einen Rentenantrag stellen wenn REHA bis dahin genehmigt worden ist. Nun dachte ich REHA geht vor Rente aber anscheinend nicht bei allen. Mein Arzt und mein Neurologe sind der Meinung , nicht Rehafähig der Schuss geht nach hinten los. Jetzt bin ich seit 21.11.11 auf REHA und merke wie ich meine kleinen Schritte wieder alle verloren habe da ich mit Situation nicht klar komme, ich fühle mich unwohl, und nehme wieder Tabletten gegen die ganzen Schmerzen wie vor meiner Krankheit. Ich plane den Abbruch das hatte ich auch schon bei meiner Aufnahme gesagt das ich mir das offen lasse da ich keine Lust habe die ersten Zwei Treppenstufen die ich erreicht habe durch 5 Treppen nach unten zu tauschen. Jetzt ist die Frage was blüht mir wenn ich zum Reha-Arzt gehe und bitte um Abbruch aufgrund dieser ganzen Situation ? Was muß ich beachten wie stelle ich es an und wirkt sich das dann Negative auf EU Antrag aus. Ich denke aber mal das die Gesundheit und nicht die Verschlechterung im Vordergrund stehen sollte

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Zur Klarstellung: Die Antwort von "Nix" stammt nicht von einem legitimierten

Experten der DRV!!! und kann von uns so nicht bestätigt werden.

Schade, dass Sie die Reha-Maßnahme für sich nicht als Hilfe empfinden Ihre

Gesundheit wieder herzustellen. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall mit Ihrem Reha-Arzt/

Therapeuten über Ihre Probleme mit der Behandlung zu reden. Vielleicht kann sie

ja auch umgestellt werden? Der Arzt kann aber auch entscheiden, ob Sie die Rehabilitation

evtl. gesundheitsbedingt abbrechen müssen. Dann würde man Ihnen auch die Formalien

abnehmen. Es wird in jedem Fall ein Entlassungsbericht erstellt. Darin wird auch festgestellt,

ob und inwieweit Ihre Erwerbsfähigkeit gemindert ist. Sofern Erwerbsminderung vorliegt,

gilt der Reha-Antrag als Rentenantrag und Sie werden aufgefordert, sofern noch nicht

geschehen, die Rentenantrags-Formulare nachzureichen. Wenn Sie diesen Weg einschlagen,

brauchen Sie auch keine Probleme mit der Agentur bzgl. Mitwirkungspflichten zu befürchten,

können sich evtl. zusätzliche fachärztliche Begutachtungen sparen und Sie verschenken

keine Chancen, dass es wieder aufwärts geht.

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21 Antworten

Nixam 25.11.2011 | 12:47
Hallo oldhopkins! Sie haben die Wahl: Ziehen Sie die Reha bis zum Ende durch, wird ein Entlassungsbericht geschrieben und im Anschluß an die Reha eine Erwerbsminderungsrente daraus angeregt. Das bedeutet: Der Rehaantrag gilt dann als Rentenantrag. Brechen Sie die Reha ab, dann müssen Sie direkt einen Erwerbsminderungsrentenantrag stellen und darauf hoffen, daß Ihnen eine Erwerbsminderungsrente bewilligt wird. Bleiben Sie aber in der Reha, hat der RV-Träger am Ende der Reha einen ausführlichen Entlassungsbericht und es steht einer Erwerbsminderungsrente nichts im Wege. Sonst müssten Sie bei Abbruch eventuell noch ärztliche Unterlagen für einen Erwerbsminderungsrentenantrag nachreichen. Sie können selbst entscheiden, wie Sie vorgehen möchten. Viele Grüße Nix
oldhopkinsam 25.11.2011 | 13:33
Vielen Dank, ich hatte meinen Sachbearbeiter schon angeschrieben aber ohne Antwort, schön das man hier wenigstens eine Antwort bekommt, bevor man nachher noch was tut was man nicht mehr rückgängig machen kann
oldhopkinsam 25.11.2011 | 12:59
Danke für die Antwort, Nur was bringt es mir mich körperlich noch kaputter zu machen. Dann reiche ich doch lieber die Atteste ein die ich auch bekomme und habe noch ein wenig Lebensqualität. Sind sie von der DRV oder ein Forumleser ?
Nixam 25.11.2011 | 13:27
Wie gesagt: Sie haben die Wahl. Egal wie Sie es machen, es ist richtig. Wenn Sie die Reha als unangenehm empfinden, würde ich abbrechen. Ich bin von der DRV. Viele Grüße Nix
oldhopkinsam 25.11.2011 | 13:55
Hallo Nix Muß ich bei einem Abbruch erst mich an die DRV wenden oder macht das die Klinik wünsche ebenfalls schönes WE obwohl ich es nicht haben werde
oldhopkinsam 25.11.2011 | 14:23
Tinitus linkes Ohr deshalb HNO, seit ich hier auf Reha bin piept es jetzt auch rechts, soviel zum Thema Physische Anstrengung seitens des Patienten
Krämersam 25.11.2011 | 13:39
Es geht ja jetzt in der Reha eigentlich nur darum glasklar feststellen zu lassen ob Sie Erwerbsgemindert sind oder nicht. Brechen Sie also die Reha vorzeitig ab ( was Sie durchaus machen können ), können die Rehaärzte wohl keine endgültige Einschätzung/Empfehlung zu ihrer EM abgeben. Das heisst dann im Klartext, das auch die RV wohl dann (noch ) nicht entscheiden kann ob Sie nun eine EM-Rente bekommen können onder nicht. In dem Fall würde ich dann darauf wetten, das man Sie noch zu einem Gutachter schickt der ihre EM dann final beurteilen wird. Dadurch würde sich das ganze Verfahren dann wohl um mindestens einige Wochen - wenn nicht gar Monate verzögern.. Ob das in ihrem Sinne ist ?? Sie sehen also verschiedene Wege führen letztlich nach Rom. Welches der besser ( angenehmere ) oder steinigere Weg sein wird, kann ihnen bare niemand beantworten. Persönlich käme für mich ein Rehaabruch nur als wirklich allerletztes Mittel zum Einsatz und dann auch nur möglichst mit Zustimmung der Rehaärzte und nicht auf " eigene Faust " . Und wenn sich ihre Gesundheit jetzt in der Tagen der Rehas wirklich verschlechtert hat ( und die Rehaärzte das auch so sehen - wss ja keinesfalls so sein muss .. ) , sollte dies auch in den Entlassbericht mit stehen. Das könnte für die Entscheoidung der RV dann hilfreich sein.
Nixam 25.11.2011 | 13:38
Kein Problem. Ich helfe Ihnen gerne. Ein schönes Wochenende! Nix
Taubam 25.11.2011 | 14:17
Hallo oldhopkins, warum HNO ? Sind sie hörgeschädigt ? LG Taub
oldhopkinsam 25.11.2011 | 14:47
Es ist nicht bedingt die Anwendungen es ist mehr das ich durch diese ganzen Aufenthalt als belastend finde so das es mir immer schlechter geht,. Es geht mir jeden Tag schlechter und ich bin fast an dem Punkt als meine Krankheit ausbrach, ich weiß gar nicht wie meine Therapeuten zu Hause das wieder hinbekommen. Des weiteren bin ich im Jahr 300 Tage erkältet so wie jetzt auch was den Körper zusätzlich natürlich schwächt..
Krämersam 25.11.2011 | 18:04
Mich persönlich macht ihr folgender Satz sehr stutzig : "Ich plane den Abbruch das hatte ich auch schon bei meiner Aufnahme gesagt das ich mir das offen lasse da ich keine Lust habe die ersten Zwei Treppenstufen die ich erreicht habe durch 5 Treppen nach unten zu tauschen." Sie scheinen also bereits voreingenommen und unwillig die Reha angetreten zu haben. Anders kann man ja wo eine Aussage zu dem Zeitpunkt ( wo noch gar nichts in der Reha gemacht wurde und auch nichts von ihrer Seite beurteilt werden konnte .. ) nicht werten. Seien Sie sich bitte auch auch bewusst , das alles was Sie gegenüber den Ärzten dort gesagt und gemacht haben vermerkt wird. So eine Aussage bereits beim Aufnahmegespräch ist natürlich - vorsichtig gesagt - mehr als unglücklich und hätte ich NIE so getätigt. Denken ja, aber doch nicht sagen... Letztlich ist es dann wohl zur sog. selbsterfüllenden Prophezeiung bei ihnen gekommen...
Krämersam 25.11.2011 | 19:00
Ohne ihre genaue psychische Problematik zu kennen, kann ich ihnen aber - auch aus eigener Erfahrung und von Mitpatieten in div. Rehas - sagen, das es nicht unüblichn ist wenn es jemanden zu Beginn der Reha erstmal schlechter geht als vor der Reha. Viel haben dann als erstes Fluchtgedanken nach dem Mottoi : " hier muss ich sofort wieder weg , da es mir ja schlechter geht als vorher " .. Die - beabsichtigte ! - Konfrontation seitens der Ärzte/Therapeuten mit der Problamtik des Patienten löst so etwas aus. Dies legt sich aber in den meisten Fällen nach einer gewissen Zeit. Geben Sie doch sich und den Ärzten dort mal ein bisschen Zeit ! Zaubern können die doch nun auch nicht und Sie sind jetzt gerade einmal 4 ! Tage in der reha... Das ist doch noch gar nichts. Die Zeit bringt es letztlich auch und so eine reha dauert nunmal 4-6 Wochen und das aus gutem Grund. Von heute auf morgen und von jetzt auf gleich geht doch bei Depressionen etc. gar nichts besser !! Weil genau daran wird ja im Laufe der Reha auch gearbeitet. Aber erstmal ist das Erkennen der eigenen Problematiken wichtig ( was bei den meisten Patienten eben nicht der Fall ist ) , eben um diese dann auch fachmännisch bearbeiten zu könenn. Und glauben Sie mal ja nicht, die Rehärzte könnten nicht einschätzen ob jemand wirklich krank und erwerbsgemindert sind. Die können das sehr sehr gut, weil die haben täglich und übers Jahr verzteilt mit hunderten Patienten zu tun und können sehr wohl die Spreu von dem Weizen trennen... Dies nur mal so als Denkanstoss an Sie. Und wie schon gesagt wurde, kann es nichts besseres geben um eine EM-Rente zu erhalten ( wenn das letztlich ihr Ziel ist ) als eine entsprechender Rehabericht. Der med. Dienst der RV schliesst sich dem in den weitaus meisten Fällen dann auch an. Alles Gute für Sie und viel Erfolg in der Reha.
Krämersam 25.11.2011 | 19:40
Das jetzt in der Reha etwas " zunichte gemacht wird , was jahrelang erarbeitet wurde " mag ihr - derzeitiges - Empfinden sein. Dem ist aber nicht so. In einigen Jahren , mit einem gewissen Abstand und einer Besserung ihrer Gesundheit und damit einer anderen - realistischeren - Sichtweise werden Sie die Reha und das was Sie ihnen gebracht hat dann anders sehen. Mir ging es genauso wie ihenn und heute nach mehr als 7 Jahren sehe ich gewisse Dinge völlig anders als damals im ganz akuten Zustand einer schweren Depression. Noch heute profitiere ich von gewissen Dingen aus der Reha und vor allem auch noch von Gesprächen mit den Psychotherapeuten von damals. Man reflektiert eben gewisse Dinge im zeitlichen Abstand und einem anderen Gesundheitszustand dann ganz doch etwas anders als seinerzeit. Hoffe Sie können dann später auch von ihrer jetzigen Reha vielleicht mehr profitieren als aktuell.
Johnam 25.11.2011 | 18:52
Hallo Oldhopkins! An Suizid wollen Sie doch wohl nicht ernsthaft denken? Das Leben hat doch manchmal auch noch einige positive Seiten, obwohl ich als alleinstehender EM-Rentner mit wenig Kohle auch oft sehr depri bin...:( Nun gut, wir sollten uns hier nicht gegenseitig runterziehen, WEIL mein Anliegen war eigentlich, für user Nix hier mal "eine Lanze zu brechen", der sich heute erstmals als DRV-Mitarbeiter geoutet hat, mutigerweise! Ich finde persönlich, das user Nix in diesem Forum eine echte Bereicherung ist, da er allen Fragenden immer sachlich und überaus freundlich antwortet! Hut ab, user Nix! Allen noch einen schönen Abend... ...John
oldhopkinsam 25.11.2011 | 19:20
Vielen Dank für die ganzen Antworten, es hört sich zwar immer so an als wenn einige Patienten den Rat der Ärtze oder der Reha keine Chance geben wollen, dies ist so aber nicht richtig. Es kommt natürlich auch auf die schwere der Krankheit an. Nicht jede Depression ist gleich das kann man im Internet genau nachlesen. Schließlich sind einige Patienten noch nicht Rehafähig deshalb gibt es diesen Punkt ja. Einer mit Depression muß erstmal stabil sein um darauf aufzubauen. Und wenn man merkt das das was man bisher erreicht hatte in Jahren der Arbeit ist es schade das dies zunichte gemacht wird. Ich kann jetzt nur noch sagen das es mir schlecht geht und sogar Krankheiten zu Tage kommen die eigentlich schon weg waren.
oldhopkinsam 25.11.2011 | 19:48
Ich glaube auch das es Menschen gibt die eine Reha genießen und gesund werden, merkwürdig ist doch das fast alle aber wirklich fast alle die Problematik die habe schön reden möchten. Ich war seit meiner Lehre nicht beim Arzt also 26 Jahre Top gesund, deshalb kann ich doch wohl jetzt mittlerweile zuordnen wie es mir hier geht, das sich der Körper wehrt, seit jetzt 5 Tage 3 Stunden Schlaf , jetzt noch Mittelohr Entzündung mit Fieber, was soll ich noch alles bekommen ?
Johnam 25.11.2011 | 20:18
Ach, Oldhopkins, Sie müssen positiv denken, weil "die Hoffnung stirbt zuletzt"..:) Ich war vor ca. 5 Jahren am gleichen Punkt wie Sie..zuerst dachte ich, die Reha in der psychosomatischen Klinik würde nix bringen, aber dann bin ich eines besseren belehrt worden! (Allerdings bin ich auch arbeitsunfähig entlassen worden, was natürlich genau meinem Gesundheitszustand entsprach) Nach anfänglicher Skepsis war ich meinen behandelnden Ärzten -die sich sehr um mich bemühten- aufgeschlossen geworden; natürlich war später noch eine jahrelange Psychotherapie erforderlich, und auch heute bin ich noch in nervenärztlicher Behandlung...geht halt nicht anders zur ständigen Stabilisierung des chronischen Leidens.... Sie sehen-------es gibt immer wieder einen Weg---------Kopf hoch! John
Sexperteam 25.11.2011 | 22:19
Was lernen wir daraus ? Gehe niemals ohne Anwalt in Reha !
oldhopkinsam 25.11.2011 | 22:24
ich bin stationär aufgenommen meine Frau erkennt mich nicht mehr wieder, so ist der Rückschritt, vielleicht sollte man den Menschen auch mal zu sich kommen lassen, und nicht ständig mit Behördenkram bombardieren, soviel dazu. Ich finde es schön wenn man versucht seine Meinung zu äußern aber man kann nicht alles mit sich selber vergleichen sonst hätte man nur noch eine Krankheit, jeder Krankheitsverlauf ist anders. Ich beglückwünsche alle die einen andren verlauf hatten
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