Ihre-Vorsorge Logo
oder
Stellen Sie eine Frage
Zurück

Reha verschieben wegen Krebs der Lebensgefährtin?

von Luthiria04.10.2015 | 18:43
1928 Ansichten
7 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo, ich habe eine Reha-Maßnahme bewilligt bekommen und warte auf den Aufnahmetermin. Nun hat meine Lebensgefährtin eine Krebs-Diagnose bekommen und startet mit der Chemotherapie. Die wird ca. 4 Monate dauern plus 4-6 Wochen Bestrahlung. Meine Frage: Kann ich meine Reha für einen so langen Zeitraum verschieben um für meine Freundin da zu sein? Wir sind nicht verheiratet und wohnen auch offiziell nicht im gleichen Bundesland. Könnte das schwierig werden? Ich wohne zurzeit bei ihr kann mir unmöglich vorstellen, jetzt 500 km entfernt eine Reha zu machen. Welche Möglichkeiten habe ich? Und: Die Bewilligung des RV war im Mai, seitdem verhandelt Klinik und RV über die Abteilung in der ich behandelt werden soll. Soweit ich weiss, gilt eine Bewilligung doch auch nur 6 Monate? Wie verhalte ich mich denn da am besten? Merci für jeden Hinweis. Luthiria

7 Antworten

Schadeam 04.10.2015 | 19:32
Zunächst entscheiden Sie - und wenn Sie erst in 6 Monaten gehen können/wollen, teilen Sie das der DRV schriftlich mit. Schlimmstenfalls wird nicht verschoben sondern die Reha abgesagt und Sie müssten zu gegebener Zeit wieder einen neuen Reha Antrag stellen. Und wenn Sie täglich arbeiten ist das ja kein wirkliches Problem, wenn Sie Ihre Beziehung höher hängen als Ihre eigene Gesundheit. Sollten Sie allerdings KG oder ALG / ALG II beziehen und zur Reha aufgefordert worden sein, könnten diese Stellen in Ihrem Wunsch den Versuch sehen, diese Sozialleistung so lang wie möglich in die Länge ziehen zu wollen. Dann könnte Ihne die Leistung gestrichen werden.
=//=am 05.10.2015 | 09:54
Weshalb "verhandelt" die DRV mit der Klinik, in welcher Abteilung die Reha durchgeführt werden soll? Und weshalb braucht sie dafür mehr als 4 Monate? Verstehe ich nicht. Die Diagnose wird doch wohl feststehen, weshalb Sie in Reha gehen!? Außerdem halte ich es für unklug, jetzt auf eine Reha zu verzichten. Es ist doch die Diagnose Ihrer Lebensgefährtin jetzt erst festgestellt worden? Und was ist mit IHRER Diagnose? Ist die für IHRE GESUNDHEIT nicht wichtig genug, um eine Reha durchzuführen? Es ist doch bestimmt besser, Sie werden wieder gesund, um sich dann auch besser um Ihre Lebensgefährtin kümmern zu können. Was nützt Ihnen die ganze Fürsorge zum jetzigen Zeitpunkt, wenn Sie dann später beide krank sind? So leid es mir tut das zu sagen, aber die Erkrankung Ihrer Freundin kann sich ja auch länger hinziehen als 6 Monate, wollen Sie dann immer noch nicht an IHRE Gesundheit denken? Es ist natürlich Ihre Entscheidung, aber ich würde es mir gut überlegen. Sprechen Sie mit der DRV und bitten sie, eine Klinik zu finden, die nicht 500 km entfernt ist und die Sie schnellstens aufnehmen kann, so dass Sie es im Notfall nicht so weit nach Hause haben. Alles Gute für Sie und Ihre Lebensgefährtin.
Herz1952am 05.10.2015 | 15:25
Hallo =/=, gerade während der Chemo und Bestrahlung benötigt eine Krebskranke große Unterstützung. Danach kann es ihr wieder wesentlich besser gehen, dass sie sich alleine versorgen kann. Dann kann vielleicht Luthiria erleichtert zur Reha gehen und bessere Erfolge erzielen als unter der jetzigen psychischen Belastung. Ich denke und hoffe es wird für beide eine annehmbare Lösung geben.
=//=am 05.10.2015 | 16:39
Das weiß ich auch! Aber lt. @Luthiria soll die Chemo-Therapie ca. 4 Monate + Bestrahlung nochmal 4 - 6 Wochen gehen. Was ist, wenn es länger dauert? Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber eine Reha in ca. 6 Monaten wird L. in die Tonne treten können, denn dann ist er/sie genauso krank (allerdings psychisch krank) und es hilft der Partnerin keinen Deut weiter. Und abgesehen davon gibt es heutzutage genügend Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben. Per Telefon, Skype, Video-Chat.... es ist ja nur für diese 4 Wochen Reha. Und je schneller diese angetreten wird, desto schneller ist L. für die Partnerin da. Ich würde Ihnen Recht geben, wenn L. gesund wäre. Aber das ist sie/er nicht und deshalb soll ja auch die Reha durchgeführt werden. und sorry, wenn ich es so hart ausdrücke, aber eine psychisch erkrankte Person ist auf Dauer keine große Unterstützung für eine Krebskranke. Deshalb - zuerst selbst einigermaßen gesund werden, dann kann der krebskranken Partnerin viel besser geholfen werden. Ich bin absolut überzeugt davon!
Herz1952am 06.10.2015 | 15:56
Hallo /=/, ist im Prinzip o.k. Ich bin aber von meinen Bekannten ausgegangen. Diese konnten während der Zeit praktisch nichts machen. Allerdings wird die Behandlung manchmal abgebrochen oder unterbrochen. Das ist eine Abwägungssache. Hoffen wir, dass es für beide gutgeht.
Luthiriaam 10.10.2015 | 18:44
Hallo, erst einmal vielen lieben Dank für die vielen Hinweise und Meinungen. Ich bin selbst sehr verunsichert, was die richtige Entscheidung ist. Ich kann nachvollziehen, dass es sinnvoll erscheint, erst einmal selber gesund zu werden, als sich um andere zu kümmern... Aber: Ich bin die alleinige Bezugsperson meiner Lebensgefährtin, ich koche, putze, kaufe ein und begleite sie zu allen Terminen. Ich halte ihren Kopf, wenn sie vor dem Klo sitzt und sich die Seele aus dem Leib kotzt ( sie bekommt eine Hochdosis-Therapie) und tröste sie wenn sie verzweifelt ist und hoffnungslos oder voller Schmerzen... Natürlich kann ich Menschen organisieren, die sich um die äußeren Belange (Einkaufen u.ä.) kümmern, doch was ist mit den seelischen Belangen?! Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie zwar telefonieren können, aber nicht halten können?! Ich mache eine psychosomatische bzw. traumatherapeutische Reha. Ich frage mich, wie sinnvoll eine Kur zum jetztigen Zeitpunkt ist, wenn ich emotional ganz woanders bin?! Mittlerweile habe ich Bescheid und soll in 14 Tagen antreten. Ich werde mit der Klinik sprechen und meinen Fall schildern; vielleicht gibt es ja eine Lösung... Ich würde dann eine Rückmeldung geben. Vielen Dank an Alle. Luthiria
Luthiriaam 10.10.2015 | 18:44
Hallo, erst einmal vielen lieben Dank für die vielen Hinweise und Meinungen. Ich bin selbst sehr verunsichert, was die richtige Entscheidung ist. Ich kann nachvollziehen, dass es sinnvoll erscheint, erst einmal selber gesund zu werden, als sich um andere zu kümmern... Aber: Ich bin die alleinige Bezugsperson meiner Lebensgefährtin, ich koche, putze, kaufe ein und begleite sie zu allen Terminen. Ich halte ihren Kopf, wenn sie vor dem Klo sitzt und sich die Seele aus dem Leib kotzt ( sie bekommt eine Hochdosis-Therapie) und tröste sie wenn sie verzweifelt ist und hoffnungslos oder voller Schmerzen... Natürlich kann ich Menschen organisieren, die sich um die äußeren Belange (Einkaufen u.ä.) kümmern, doch was ist mit den seelischen Belangen?! Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie zwar telefonieren können, aber nicht halten können?! Ich mache eine psychosomatische bzw. traumatherapeutische Reha. Ich frage mich, wie sinnvoll eine Kur zum jetztigen Zeitpunkt ist, wenn ich emotional ganz woanders bin?! Mittlerweile habe ich Bescheid und soll in 14 Tagen antreten. Ich werde mit der Klinik sprechen und meinen Fall schildern; vielleicht gibt es ja eine Lösung... Ich würde dann eine Rückmeldung geben. Vielen Dank an Alle. Luthiria
Deutsche Rentenversicherung
Sie erhalten Antworten von erfahrenen Expertinnen und Experten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Wichtige Hinweise

Ihre Einträge sind öffentlich und können von jedem gelesen werden. Bitte geben Sie daher keinesfalls persönliche Daten an.

Verzichten Sie auf politische Diskussionen. Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum.

Achten Sie auf einen friedlichen und respektvollen Umgang ohne Anfeindungen, Unterstellungen und Provokationen jeglicher Art.

Bleiben Sie beim Thema Rente, Altersvorsorge oder Reha. Bei Fragen etwa zum Arbeitslosengeld, zur Krankenversicherung oder bei Steuerfragen müssen unsere Experten leider passen.

Keine Bewertungen, Empfehlungen oder Beratungen zu einzelnen Produkten, Anlageformen etc. Unsere Experten dürfen grundsätzlich nur allgemein und produktunabhängig beraten.

Bitte beachten Sie die weitergehenden Informationen und Nutzungsbedingungen.

Weitere Links


Interessante Artikel

Informationen, Schwerpunkt-Themen und Interviews zu gesetzlicher Rente, privater wie betrieblicher Altersvorsorge sowie Finanzen und Gesundheit.
Time
13 Minuten

Die Riester-Rente ist bald Geschichte. Von 2027 an gilt die neue staatliche Förderung für die private Altersvorsorge. Aber was tun mit dem alten Vertrag? Ein Wegweiser.

Time
10 Minuten

Bei Rentnern mit versicherungspflichtigem Job wurde zuletzt der „Teilrenten-Trick“ zunehmend beliebter: Sie verzichten auf nur 0,1 Promille ihrer Rente, um ihren Anspruch auf Krankengeld zu sichern. Ab 2027 klappt das nicht mehr. Bei der Rentenversicherungspflicht bleibt die 99,99-Prozent-Teilrente nach Erreichen der Regelaltersgrenze jedoch weiterhin nützlich.

Time
8 Minuten

Nach der Rentenerhöhung fragen sich viele Ruheständler: Muss ich jetzt eine Steuererklärung abgeben? Und wovon hängt es ab, ob das Finanzamt Geld will? Das Bundesfinanzministerium hat dazu neue Zahlen, die Rentenversicherung neue Beispielrechnungen vorgelegt. Ein Leitfaden.

Time
13 Minuten

Bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn kann steuerfrei hinzuverdienen, wer im Alter sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Doch wie wirken Job, eigene Altersrente und Hinterbliebenenrente zusammen? In 8 konkreten Fällen zeigen wir, ob Sie mit einem Plus oder einem Minus rechnen können.

Time
8 Minuten

Ein Pflegefall lässt den Finanzbedarf sprunghaft steigen. Doch mit diesen sechs staatlichen Hilfsangeboten und gezielter privater Vorsorge sichern Sie sich vor finanzieller Notlage.

Time
6 Minuten

Länger im Erwerbsleben bleiben und später in den Ruhestand treten: Um dieses Verhalten zu fördern, setzt die Politik viele Anreize. Doch nicht jeder Plan einer „Kombi-Rente" geht finanziell auf, wie sich vor Gericht gezeigt hat.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026