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Teilhabe am Arbeitsleben

von Lilli28.11.2007 | 09:15
1317 Ansichten
7 Antworten

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Hallo, ich habe eine Frage: Ein Bekannter von mir ist gerade auf Reha. Er hat ziemliche Probleme mit dem Rücken, deswegen hat er auf der Arbeit einen extra Schreibtisch und einen Bürostuhl bekommen. Allerdings arbeitet er auch zu Hause für die Firma (ca. 1-2 h am Tag). Gibt es eine Möglichkeit, über die DRv einen orthopädischen Schreibstischstuhl zu bekommen? Das nennt sich doch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder? Vielen Dank!! Lilli

7 Antworten

Schadeam 28.11.2007 | 09:20
er soll es beantragen und dann die Entscheidung des RTV Trägers abwarten. Wird das nicht gezahlt, kann er mit dem Arbeitgeber reden - vielleicht übernehmen die die Kosten- oder einen Teil. Im schlimmsten Fall müsste er das geeignete Möbel (das er auch privat nutzt) im Interesse der eigenen Gesundheit selbst zahlen.
Nixam 28.11.2007 | 09:24
Ja diese Möglichkeit gibt es. Folgende Unterlagen erforderlich: 1) Ärztliches Attest über das Rückenleiden. 2) Kostenvoranschlag für den zu beschaffenden Bürostuhl 3) Bescheinigung des Arbeitgebers, dass auch zu Hause Arbeiten für den Arbeitgeber am Schreibtisch in erheblichem Masse erledigt werden müssen. Genaue Tätigkeiten müssen beschrieben werden, die zu Hause für den ARbeitgeber zu erledigen sind. Formlosen Antrag auf Gewährung von Leistungen stellen. Dann wird dieser Stuhl bewilligt.
Nixam 28.11.2007 | 12:56
In der Tat ist das so, dass bei Bewilligungen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ein Mindestmass an Arbeit, die zu Hause verrichtet wird, vorliegen muss. Das bedeutet, dass ein Bürostuhl nur in den Fällen bewilligt werden kann, in denen die Heimarbeit einen wesentlichen Bestandteil der Tätigkeit darstellt. Das ist bei Ihnen wohl nicht der Fall
Lilliam 28.11.2007 | 12:52
Hallo, also ich hab vorhin beim Service-Telefon der DRV angerufen. Da hat man mir gesagt, dass er den Antrag erst gar nicht stellen braucht, weil er ohnehin nicht genehmigt wird. Sowas würde erst ab 50 % Heimarbeit genehmigt werden. Also was stimmt nun? Danke, Lilli
Nixam 28.11.2007 | 13:05
Bitte erwarten Sie von diesem Forum nicht die Non-Plus-Ultra-Antwort auf Ihren spezifischen Fall, so dass Sie sich unsere Beiträge ausdrucken und dem RV-Träger vorlegen können nach dem Motto: Also bewilligt mal. Alles was hier gesagt wird, ist in erheblichem Masse von Ihrer Schilderung abhängig. Was der Sachbearbeiter in der Sachbearbeitung mit Ihrem Antrag macht, aufgrund der von Ihnen eingereichten Unterlagen, ist eine andere Sache. Bei Bürostuhl-Bewilligungen werden viele Einzelheiten, die wichtig sind geprüft. Manchmal wird auch ein Fachberater für Rehabilitation zu Ihnen nach Hause geschickt, um sich ihren Arbeitsplatz zu Hause anzusehen. Und dann erfolgt eine Einzelfallentscheidung. Eine 100-%-Antwort können Sie von diesem Forum nicht erwarten, weil individuell und einzellfallabhängig.
Lilliam 28.11.2007 | 13:04
Das heißt also, entweder er kauft ihn sich selbst oder arbeitet mit Schmerzen? Keine rosigen Aussichten. Aber vielen dak für die schnellen Antworten!! Lilli
Lilliam 28.11.2007 | 13:42
@ Nix: Danke für Ihre Mühe! Mir ist klar, dass in diesem Forum keine eindeutige Antwort auf meine Frage möglich ist. Das habe ich auch nicht erwartet. Mir ging es nur darum, zu erfahren, ob überhaupt eine Möglichkeit besteht und die Aussage mit der 50 %- Regel stimmt, denn dann müsste man ja erst überhaupt keinen Antrag stellen, wenn es von Anfang an aussichtslos ist. Ich komme bestimmt nicht auf die Idee hier irgendewas auszudrucken und dann jemanden vorzuzeigen.. Sinn? Lilli
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