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Experten-Antwort

volle Erwerbsminderung auf unbestimmte Dauer-nun kam ein Schreiben des DRV

von Dannie10.09.2010 | 19:30
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12 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, ich bin seit 2004 in voller Erwerbsminderungsrente auf Zeit. Dann musste ich zu einem Facharzt, der von der Dt. Rentenversicherung angegeben wurde, der mich beurteilen sollte. Die Rente wurde 2x jeweils verlängert. 2008 stand dann im Bescheid: volle Erwerbsminderung auf unbestimmte Dauer….dann das Datum, wann meine Altersrente beginnt. Nun bekam ich ein Schreiben der DRV: Darin steht nur, das ich zu einem „Facharzt“ (ohne Angabe eines Namens) soll, der mich beurteilt. Mein „Facharzt“ ist leider verstorben und der Nachfolger gab mir immer nur mein Rezept. Da ich aber trotz Termin dafür oft über 3 Stunden warten musste, erhielt ich meine Medis von meinem Hausarzt. (Dieser ist leider dieses Jahr auch verstorben, erhalte dort aber weiterhin meine Rezepte). Aber ich war seit 2008 halt nicht mehr beim „Facharzt“. Was soll ich jetzt tun? Zu einem „Facharzt“ gehen, für den ich ja neu bin? Wie kann er mich beurteilen, der kennt mich ja nicht? Gebessert hat sich bei mir leider nichts. Habe hier auch gesucht, und gelesen, das auf unbestimmte Dauer "bis zur Rente" hieße. Doch nicht? Eine Frist, bis wann ich zum Arzt muß, steht nirgends. An wen kann/soll ich mich wenden? Vielen Dank. Grüße Danni

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Danni,

ich würde Ihnen vorschlagen, den Gesundheitsfragebogen ausgefüllt der DRV Bund zukommen zu lassen. Mit einem Begleitschreiben könnten Sie die "Facharztproblematik " schildern. Vom Rentenversicherungsträger werden Sie die weitere Vorgehensweise erfahren.

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11 Antworten

Elliam 10.09.2010 | 19:55
Hallo Danni, hier im Forum wird immer wieder darauf hingewiesen, dass auch eine unbefristete Erwerbsminderungsrente überprüft werden kann. Dies wird jedoch unterschiedlich gehandhabt. Es kann sein, dass nie eine Überprüfung statt findet oder aber regelmäßig (alle zwei Jahre). Allerdings ist die Überprüfung zumeist eine reine Formsache und es reicht in der Regel aus, seinen Arzt, bzw. Facharzt um eine kurze schriftliche Stellungnahme zu bitten. Wenn daraus hervorgeht, dass sich Ihr Krankheitsbild nicht wesentlich gebessert (sondern vielleicht sogar verschlechtert) hat, ist die Sache in der Regel damit erledigt und Sie bekommen eine entsprechende Mitteilung der DRV, dass Ihre Rente weiter gezahlt wird. In diesem Zusammenhang muss ich dringend darauf hinweisen, dass man weiterhin in ärztlicher, bzw. fachärztlicher Behandlung bleiben sollte, um auch in einem solchen Fall einen Ansprchpartner zu haben. Da Ihre Ärzte scheinbar beide das Zeitliche gesegnet haben, wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als sich neue Ärzte zu suchen, die Ihre Krankheitsgeschichte aufnehmen und dann in die Lage versetzt werden, Ihre Zustand zu beurteilen und zu bescheinigen. Falls Sie sich dabei ungerecht beurteilt fühlen sollten, sollten Sie den Arzt wechseln. Sie sollten die Bescheinigung allerdings zeitnah der DRV zusenden. In den nächsten 4-6 Wochen sollten Sie somit tätig geworden sein.
Klemensam 11.09.2010 | 11:28
Wie schon geschrieben wurde, werden auch unbefristete EM-Renten teilweise ( je nach Verfahrensweise des Regionalträgers und des med. gelagertem Einzelfalles ) hin und wieder überprüft. Das ist nichts ungewöhnliches. Die DRV, Bund Berlin z.b. überprüft mehr oder weniger regelmäßig alle 2 Jahre ihre " Dauerrentner " seit einiger Zeit ( Ausnahmen bestätigen diese Regel ) . Wie es aussieht ( sie schreiben etwas in Rätseln.. ) werden Sie jetzt von der RV direkt zur Begutachtung geladen ? Dieser Satz ist für mich unklar : " Darin steht nur, das ich zu einem „Facharzt“ (ohne Angabe eines Namens) soll, der mich beurteilt. " Ist das eine Einladung zur Begutachtung ? Das muss doch klar aus dem Schreiben der RV hervorgehen. Das wäre allerdings dann sehr ungwöhnlich, da normalerweise erst einmal ein Gesundheitsfragebogen zugesandt wird. Danach könnte sich dann - wenn die RV entsprechende Anhaltspunkte darin findet, das ihre EM event. nicht mehr besteht - die Einladung zu einer Begutachtung ausgesprochen werden. Aber auch dann wird erst einmal der behandelnde Arzt angeschrieben und um einen aktuellen befundbericht gebeten. Aber direkt gleich zur Begutachtung wird man als unbefristet berentet eigentlich nie geschickt... Haben Sie diesen Gesundheitsfragebogen schon im Vorfeld jetzt bekommen und ausgefüllt zurück gesandt und ist event. die Begutachtung jetzt eine Reaktion darauf ? Das ganze hat mit ihrem Facharzt nichts zu tun. Der eigene behandelnde Arzt wird niemals um Begutachtung seitens der RV gebeten. Eine Möglichekit wäre natürlich auch eine Arbeitsaufnahme ihrerseits über die 400 Euro Grenze hinaus, welche die RV dann sofort zu einer Begutachtung veranlasst haben könnte. Das ist aber nur Spekulation. Wäre nett wenn Sie die Sache noch etwas näher erläutern wüden.
Klemensam 11.09.2010 | 11:34
und das Sie nicht mehr bei einem Facharzt in Behandlung sind ( warum auch immer spielt da keine Rolle ) ist natürlich nicht gut und könnte ihnen zum Nachteil gereichen. Sollte nämlich eben im Rahmen der Rentenüberprüfung kein fachärztlicher Befundbericht ausgefüllt werden können ( weil Sie bei keinem Facharzt mehr in Behandlung sind ) , bleibt nur der Weg für die RV eine Begutachtung bei einem Facharzt deren Wahl anzusetzen... Der Hausarzt alleine reicht dafür nicht aus. An ihrer Stelle würde ich mir sofort einen neuen Facharzt suchen und mich dort behandeln lassen. Nehmen Sie ihre alten ärztlichen Unterlagen mit, dann kann er sich schon ein Bild über Sie und ihre Erkrfankung(en) machen.
Dannieam 11.09.2010 | 16:31
Erstmal vielen Dank. Entschuldigung, wenn ich so wirr schreibe. Ich wurde alle 2 Jahre zu einem vom DRV genannten Neurologen (Facharzt) geschickt, der mich dann begutachtete. Nun steht da kein Name/Adresse, sondern nur: Neurologe. Anbei eine Anforderung eines ärtzlichen Befundberichtes, den der Neurologe auszufüllen hat. Ich muß einen Fragebogen, der sich "Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung" nennt (3 Seiten) und eine Bestätigung des Arbeitgebers (evt. Agentur für Arbeit bzgl. Hinzuverdienst und evt. Zuschüsse, betrifft mich aber nicht) ausfüllen. Zudem Schweigepflichtsentbindungen und Honarabrechnung. Also fordere ich alle Unterlagen an und gehe damit schnellstens zu einem neuen Neurologen? Was wäre ein Gesundheitsfragebogen? Ist das der 2seitige Fragebogen, den der Arzt ausfüllen muß? Was ausgefüllt und verschickt oder dazuverdient habe ich nichts. Danke. Viele Grüße Dannie
Klemensam 11.09.2010 | 17:43
Sie befinden sich also am Anfang des von mir oben geschilderten Prozesess der Überprüfung ihrer unbefristeten EM-Rente. Das 3-seitige Formular ( R5403 ) "Nachprüfung der weiteren Rentenberechnung" ist der umgangssprachlich sogenannte " Gesundheitsfragebogen ". Auszufüllen ist dieser von ihnen. Das weiterhin beigefügte Formular " ärzlicher Befundbericht für die Rentenversicherung " ist dagegen tatsächlich für ihren behandelndem (Fach)arzt bestimmt, der dies ausfüllen soll. Neurologe deshalb, weil Sie wohl neurologisch erkrant sind. Wenn Sie keinen aktuell behandelnden Facharzt haben ( was die RV im Vorfeld ja nun nicht wissen konnte ) , kann dies Formular auch nicht von selbigem ausgefüllt werden. Natürlich könnten Sie theoretisch jetzt noch schnell zu einem neuen Facharzt gehen, nur kann und wird der den Befundberichtbericht nicht ausfüllen können mangels Unterlagen über Sie. Der müsste ja erst ganz neu anfangen Sie zu untersuchen und das wird in der Kürze der Zeit nicht möglich sein. Die ausgefüllten Unterlagen sollten schon innerh. von 2 Wochen an die RV zurückgehen ( steht auch so auf dem Anschreiben ) . Außerdem beziehen sich einige Fragen ja auch auf die Behandlung in der Vergangenheit ( also auf die letzten 2 Jahre seit letzter Rentenverlängerung ) und hierzu kann der neue Arzt ja gar nichts zu sagen... Problematisch also alles in ihrem - speziellen - Fall. Da ist guter Rat teuer... 2 Möglichkeiten aus meiner Sicht : Nur den " Gesundheitsfragebogen " ausfüllen und mit einem Anschreiben der RV die Situation bezüglich des nicht (mehr) vorhandenen Facharztes mitteilen und das Sie darum keinen aktuellen fachärztlichen Befundbericht vorlegen können. Oder auch nur den ausgfefüllten Gesundheitsfragebogen hinschicken und sich bezüglich des ärztlichen Befundberichtes einfach mal " Tod " stellen. Dann können Sie nur abwarten, welche Schritte die RV dann einleitet. Wenn der med. Dienst in ihren Akten aber defintiv einen im Rahmen der Überprüfung ihrer EM-Rente die Anforderung eines ärztlichen Befundberichtes des Faschartztes angeordert hat, wird Sie dies die RV auch einfordern. Dies könnte tatsächlich dann in einer erneuten richtigen Begutachtung bei einem Facharzt für Neurologie - der von der RV benannt wird - enden. Vielleicht aber gibt sich die RV aber auch mit dem von ihnen ausgefüllten Fragebogen zufrieden und macht nichts weiter. Persönlich habe ich z.b. bei der letzten Überprüfung meiner unbefr. EM-Rente nur den " Gesundheitsfragebogen " bekommen und gar keinen ärztlichen Befundbericht zum Ausfüllen für meinen Facharzt. Auch wurden meine (Fach)-Ärzte nicht direkt von der RV um einen Befundbericht gebeten. Der ausgefüllte Fragebogen reichte also dann - in meinem Fall - für die weitere Rentenberechtigung völlig aus. Wie gesagt sollten Sie aber in jedem Fall - auch um für die nächste Rentenüberprüfung dann vorbereitet zu sein - sich schnellstens wieder in fachärztliche Behandlung begeben !
Hansam 12.09.2010 | 08:52
Wenn das Nachprüfungsverfahren positiv abgeschlossen ist kommt natürlich ein Schreiben der RV. Nennt sch bei der DRV Bund, Berlin : " Nachprüfung der Rentenberechtigung und Weiterzahlung der Rente "
Dannieam 12.09.2010 | 15:49
Danke Klemens. Mein Hausarzt hat eine Zusatzausbildung für Psychologie. Allerdings für Privatpatienten. Da der Neurologe mir immer nur meine Medis gegeben hat, fertig, gab die mir dann mein Hausarzt mit dem ich noch reden konnte. Das was ich ausfüllen muß ist: - ob ich eine Beschäftigung gegen Bezahlung ausübe - ob ich selbstständig bin/war - ob sich mein Zustand geändert hat - bei wem ich in den letzten 2 Jahren war - ob ich noch sonstige Bezüge habe. Bei meinem Arzt war ich jeden Monat....... Bringt es was, beim DRV in Berlin anzurufen und nachzufragen? Viele Grüße Dannie PS: das Anschreiben 2x gelesen: da steht wirklich kein Abgabetermin.
Klemensam 12.09.2010 | 16:58
Dann geben Sie doch ihrem Hausarzt den ärztlichen Befundbericht zum Ausfüllen. Besser als wenn gar kein Arzt den ausfüllt und vielleicht " schluckt " die RV das ja dann so... Abgabetermin für das ganze in Form einer Ffestebn termin gibt es auch nicht. Rücksendung innerhalb von 2 Wochen setht bei mir jedenfalls fett gedruckt im Text des Anschreibens mit drauf.
Dannieam 27.09.2010 | 16:33
wollte kurz berichten: Berichte sind draußen, harre nun der Dinge.
Dannieam 14.10.2010 | 16:25
Bewilligung kam an. Mit dem Vermerk, das eine weitere Nachprüfung erfolgen kann. Danke für Eure Ratschläge. Habe nun auch einen Neurologen gefunden, der mich 3x monatlich betreut.
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