Kein Plan für das Ende der Erwerbsminderungsrente

von
Bärbel

Ich habe mir gerade mal so die Angebote der DRV durchgelesen. Es gibt zahlreiche Leistungen für alle möglichen Situationen, nur für das Ende der Erwerbsminderungsrente nicht.
Wenn man während der Erwerbsminderungsrente seinen Job noch hat, das muss man am Tage danach , wo diese endete, direkt von jetzt auf 100 wieder im Vollzeit Job.
Man könnte natürlich versuchen Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung zu beantragen und in der Zeit noch eine LTA beantragen, aber das gelingt kaum.
Da die AfA davon ausgeht, wenn die Erwerbsminderungsrente nicht verlängert wird, ist man wieder gesund und nix ist mit Nathlosigkeitsregelung.
Eine Eingliederung kann man auch nicht machen, da ohne Krankengeld keine Eingliederung nach Hamburger Modell möglich ist.
Sehe ich das richtig, ist da eine versorgungslücke?
Es kann doch nicht sein, das man nach 5 oder 6 oder noch mehr Jahren zu Hause von heute auf morgen wieder zur Arbeit muss, womöglich der Job, der einen krank gemacht hat und keinerlei leidensgerechte Tätigkeit anbietet?
Ich weiß, das jetzt als Antwort kommt: man kann noch Reha oder LTA beantragen.
Aber dazu reicht die Zeit in der Praxis überhaupt nicht.
Denn der Ablehnungsbescheid Erwerbsminderungsrente kommt ja meist nur ganz kurz vor Ende, wir reden da von 2-4 Wochen ( wenn überhaupt), wie soll man da so schnell was beantragen?
Wieso gibt es von der DRV dazu kein spezielles Rehaprogramm? Oder gibt es das?
Sowas wie „wieder fit für den Arbeitsmarkt“?
Ich kenne übrigens 3 (!!) Leute , die tatsächlich zum Ende ihrer Erwerbsminderungsrente eine medizinische Rehabilitation beantragt haben, genau aus diesem Grunde, weil sie wieder fit werden wollten für ihren Arbeitsplatz.
Bei allen 3 wurde die Reha abgelehnt, mit der Begründung, das sei ja nicht nötig.
Ich erbitte dazu mal Expertenantwort

von
Hubert

@Kaiser,Sie haben doch bestimmt einen Friseur, welcher Ihnen die Haare schneidet!? Können Sie das nicht dem erzählen?!! Ich finde die Frage auch interessant. Es gliche wohl tatsächlich einem Sprung ins kalte Wasser, so gleich wieder von 0 auf 100.Bei befristeter Rente sind ja Alg 1 oder Krankengeld u. U. möglich. Bei einem Entzug der Dauerrente folgt wohl gleich Alg 2??

von
Bärbel

Nein, bei befristeter Erwerbsminderungsrente erhält man auch kein Alg1 hinterher, wenn man seinen Arbeitsplatz noch hat.
Alg1 bekommt man nur, wenn man Arbeitslos ist und da kann es auch sein, dass man am ersten Tag schon wieder vermittelt ist.
Und Krankengeldanspruch besteht auf keinen Fall.
Der offizielle Status nach der Erwerbsminderungsrente ist „gesund“ also hat man am Tag danach wieder Vollzeit einsatzbereit auf der Arbeit zu erscheinen.

von
Hubert

Zitiert von: Bärbel
Nein, bei befristeter Erwerbsminderungsrente erhält man auch kein Alg1 hinterher, wenn man seinen Arbeitsplatz noch hat.
Alg1 bekommt man nur, wenn man Arbeitslos ist und da kann es auch sein, dass man am ersten Tag schon wieder vermittelt ist.
Und Krankengeldanspruch besteht auf keinen Fall.
Der offizielle Status nach der Erwerbsminderungsrente ist „gesund“ also hat man am Tag danach wieder Vollzeit einsatzbereit auf der Arbeit zu erscheinen.
Als bei mir die EMR noch befristet gewesen ist, habe ich mich aber immer 3 Monate vor dem Auslaufen bei der AfA gemeldet und das trotz eines ruhenden Arbeitsverhältnisses. Das wurde auch immer so angenommen. Allerdings hatte die RV schon bescheinigt, dass eine Rückkehr in diesen Beruf nicht möglich ist. Dennoch denke ich, daß es so Usus ist, sich bei der Arbeitsagentur zu melden, auch wenn da noch ein Arbeitsverhältnis anhängig ist.

von
Daniela

Ich verstehe Bärbel da voll und ganz.
Es geht nicht darum, dass vielleicht mal der eine oder andere vor Ablauf der Rente eine Rehabilitation bewilligt bekam. Oder es vielleicht MAL den Fall gab, das jemand Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung bekam.
Sondern es geht hier darum, das es keine konkrete Regelung gibt.
Und das sehe ich genauso wie Bärbel.
Stellen wir uns zunächst die Frage, WARUM jemand eine befristete Erwerbsminderungsrente und keine dauerhafte.
Richtig: weil die Hoffnung besteht, das derjenige wieder gesund wird.
Warum bekommt derjenige aber keine Unterstützung?
Ich lese hier und in anderen vergleichbaren Foren reihenweise, das Reha ( beruflich und medizinische) fast immer abgelehnt wird, wenn jemand Erwerbsminderungsrente bezieht.
Dabei müsste aber doch gerade dann die Reha bewilligt werde.
Anstatt einfach nach vielen Jahren zu sagen: geh einfach wieder Arbeiten, du bist gesund.
Es gibt doch sogar Statistiken, wieviel Menschen nach der Erwerbsminderungsrente wieder normal berufstätig werden.
Ja, warum denn?
Weil es alleine kaum zu schaffen ist.

von
Hansi

Zitiert von: Daniela
Ich verstehe Bärbel da voll und ganz.
Es geht nicht darum, dass vielleicht mal der eine oder andere vor Ablauf der Rente eine Rehabilitation bewilligt bekam. Oder es vielleicht MAL den Fall gab, das jemand Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung bekam.
Sondern es geht hier darum, das es keine konkrete Regelung gibt.
Und das sehe ich genauso wie Bärbel.
Stellen wir uns zunächst die Frage, WARUM jemand eine befristete Erwerbsminderungsrente und keine dauerhafte.
Richtig: weil die Hoffnung besteht, das derjenige wieder gesund wird.
Warum bekommt derjenige aber keine Unterstützung?
Ich lese hier und in anderen vergleichbaren Foren reihenweise, das Reha ( beruflich und medizinische) fast immer abgelehnt wird, wenn jemand Erwerbsminderungsrente bezieht.
Dabei müsste aber doch gerade dann die Reha bewilligt werde.
Anstatt einfach nach vielen Jahren zu sagen: geh einfach wieder Arbeiten, du bist gesund.
Es gibt doch sogar Statistiken, wieviel Menschen nach der Erwerbsminderungsrente wieder normal berufstätig werden.
Ja, warum denn?
Weil es alleine kaum zu schaffen ist.
Richtig und es heißt auch nicht zwangsläufig, dass wieder erwerbsfähig =gesund bedeuten muss. Ich freue mich über jeden, der den Weg zurück schafft, weil eine Heilung oder wenigstens eine Linderung eingetreten ist. Aber es werden ja auch Renten nicht verlängert, wo die Krankheit in Wahrheit gar nicht überwunden ist und nur anders beurteilt wurde. Manchmal genügt schon ein neuer Sachbearbeiter, der die Akte auf den Tisch bekommt und alles ganz anders sieht. Oder abstruse Forderungen(ihre Kollegen können für sie ja die Steine zur Baustelle tragen) tragikkomische Formen annehmen.

von
Auch Ahnungslos

Genau diese Fragen beschäftigen mich auch, weil ich in einer ähnlichen Situation bin (befristete EM-Rente, krankmachender Job ruht). Ich überlege, ob es bei einer Nichtweiterbewilligung Sinn macht, sich krankschreiben zu lassen. Aber woher kommt dann das Geld? Und wie könnte es weitergehen?

von
Hubert

Zitiert von: Auch Ahnungslos
Genau diese Fragen beschäftigen mich auch, weil ich in einer ähnlichen Situation bin (befristete EM-Rente, krankmachender Job ruht). Ich überlege, ob es bei einer Nichtweiterbewilligung Sinn macht, sich krankschreiben zu lassen. Aber woher kommt dann das Geld? Und wie könnte es weitergehen?
Es werden ja bei befristeter EMR pauschale Beiträge an die AfA überwiesen und wer vor der Rente vers. pflichtig beschäftigt war oder Alg 1 oder Krankengeld bezog, hat oft wieder einen solchen Anspruch auf Alg 1.Bei meiner EMR auf Dauer läuft gerade die obligatorische Überprüfung. Fiele die Rente jetzt weg, würde der Weg wohl gleich zum Jobcenter führen. 36 Jahre in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt und trotzdem wohl keinen Anspruch.

von
Schorsch

Zitiert von: Bärbel

Wenn man während der Erwerbsminderungsrente seinen Job noch hat, das muss man am Tage danach , wo diese endete, direkt von jetzt auf 100 wieder im Vollzeit Job.

Wenn keine Erwerbsminderung mehr vorliegt, spricht nichts dagegen, dass man sofort wieder Vollzeit arbeitet.
Wenn man das aus gesundheitlichen Gründen nicht schafft, muss man sich eben krankschreiben lassen und/oder mit der Krankenkasse eine stufenweise Wiedereingliederung abkären.
Zitiert von: Bärbel

Ich kenne übrigens 3 (!!) Leute , die tatsächlich zum Ende ihrer Erwerbsminderungsrente eine medizinische Rehabilitation beantragt haben, genau aus diesem Grunde, weil sie wieder fit werden wollten für ihren Arbeitsplatz.
Bei allen 3 wurde die Reha abgelehnt, mit der Begründung, das sei ja nicht nötig.

Ja und?
Zahlreiche Langzeitarbeitslose bekommen auch keine Schonfrist, wenn sie mehrere Jahre arbeitslos waren.
Und Schulabgänger werden auch nicht stufenweise an volle Arbeistage gewöhnt, sondern müssen ebenfalls von einem Tag zum anderen Vollzeit arbeiten.

Tut mir leid, aber Ihre Probleme kann ich nicht nachvollziehen!

MfG

von
Mini

@Bärbel und Daniela.
Hallo, ich finde die Frage sehr gut und würde mir auch eine Expertenantwort, die einen weiterbringt, wünschen.
Ich befinde mich derzeit in genau dieser Situation.EMR entzogen und keine Angebote wie ich beruflich wieder einsteigen soll. Einen Job gibt es nicht................

EMR wurde etwa 4 Wochen vor Ablauf entzogen. Vor der Rente war ich mehr als 1 Jahr krank geschrieben, davor habe ich eine LTA abgebrochen, weil ich es nicht geschafft habe.
Der Sozialmediziner aus Berlin hat jetzt eine med. bzw. berufl. Reha nicht für nötig befunden.
Die zuvor beauftrage Gutachterin hat mich zumindest noch teilerwerbsgemindert beurteilt, der Sozialmediziner hat das in keinster Weise übernommen.
Widerspruch läuft.
Jedenfalls hatte ich noch Anspruch auf ALg 1 und ALg 2 stockt auf. Soviel zur finanziellen Situation.
Aber beruflich??????????????????? Keinen Plan. Ich bin fast 53 Jahre alt, ja glaubt den hier irgendwer, dass sich die Afa oder das Jobcenter darum kümmern würden?
Ein Programm zur Wiedereingliederung gibt es ja über LTA, aber wenn man da alles schon vor der Rente versucht hat und als erfolglos abgebrochen wurde, WAS DANN??????????????
Echt verzweifelte Grüße...............

von
Ralf

Hallo zusammen,
ich befinde mich vielleicht bald in einer ähnlichen Situation wie Bärbel und weiß auch nicht, wie das funktionieren soll. Eine Expertenantwort wäre hilfreich.
VG

von
Jobvermittler

Zitiert von: Mini
Ich bin fast 53 Jahre alt, ja glaubt den hier irgendwer, dass sich die Afa oder das Jobcenter darum kümmern würden?

Aber ja doch, das glaube ich!

Als jetzt 53-Jährige/r haben Sie noch ca. 14 Jahre bis zur Regelaltersrente vor sich.
Es gibt also keinen Grund, warum sich Ihr Jobcenter nicht um Ihre berufliche Wiedereingliederung kümmern sollte.

Wer wirklich intensiv nach Arbeit sucht und flexibel ist, der findet auch welche.

Viel Erfolg!

von
Klaus

Zitiert von: Mini
@Bärbel und Daniela.
Hallo, ich finde die Frage sehr gut und würde mir auch eine Expertenantwort, die einen weiterbringt, wünschen.
Ich befinde mich derzeit in genau dieser Situation.EMR entzogen und keine Angebote wie ich beruflich wieder einsteigen soll. Einen Job gibt es nicht................

EMR wurde etwa 4 Wochen vor Ablauf entzogen. Vor der Rente war ich mehr als 1 Jahr krank geschrieben, davor habe ich eine LTA abgebrochen, weil ich es nicht geschafft habe.
Der Sozialmediziner aus Berlin hat jetzt eine med. bzw. berufl. Reha nicht für nötig befunden.
Die zuvor beauftrage Gutachterin hat mich zumindest noch teilerwerbsgemindert beurteilt, der Sozialmediziner hat das in keinster Weise übernommen.
Widerspruch läuft.
Jedenfalls hatte ich noch Anspruch auf ALg 1 und ALg 2 stockt auf. Soviel zur finanziellen Situation.
Aber beruflich??????????????????? Keinen Plan. Ich bin fast 53 Jahre alt, ja glaubt den hier irgendwer, dass sich die Afa oder das Jobcenter darum kümmern würden?
Ein Programm zur Wiedereingliederung gibt es ja über LTA, aber wenn man da alles schon vor der Rente versucht hat und als erfolglos abgebrochen wurde, WAS DANN??????????????
Echt verzweifelte Grüße...............

Entzogen, obwohl sich Krankheitstechnisch nichts geändert hat oder gab es eine Verbesserung?

von
Klaus

Zitiert von: Jobvermittler
Zitiert von: Mini
Ich bin fast 53 Jahre alt, ja glaubt den hier irgendwer, dass sich die Afa oder das Jobcenter darum kümmern würden?

Aber ja doch, das glaube ich!

Als jetzt 53-Jährige/r haben Sie noch ca. 14 Jahre bis zur Regelaltersrente vor sich.
Es gibt also keinen Grund, warum sich Ihr Jobcenter nicht um Ihre berufliche Wiedereingliederung kümmern sollte.

Wer wirklich intensiv nach Arbeit sucht und flexibel ist, der findet auch welche.

Viel Erfolg!

Aber ist die Gesundheit wirklich wieder gegeben oder wurde das nur einfach so beurteilt, obwohl sich GAR NICHTS geändert hat?? Dann wird es schnell problematisch. Bin im selben Alter, aber durch SB sind es eben keine 14 Jahre mehr. Und Sie haben schon recht, es müsste sich ob der Jahre die da noch sind, beruflich etwas tun. Aber das passiert eben nicht, weil ab ü 50 niemand mehr eine Umschulung oder Ausbildung bekommt. Nur noch Jahre Alg 2 stillschweigend beziehen, kann es ja nicht sein. Wenn schon das Renteneintrittsalter erhöht wird, muss auch die Grenze fürs"alte Eisen"erhōht werden, sprich Umschulung auch bis Mitte/Ende 50 drin sein!

von
Arbeit

Wer nicht mehr erwerbsgemindert ist, für den ist die AfA und das Jobcenter zuständig aber sicher nicht die Rentenversicherung. Was glauben hier eigentlich einige User? Die Rentenversicherung wird Ihnen keinen Arbeitsplatz besorgen und Sie müssen alle mal selbst Initative ergreifen und nicht immer nach staatlichen Institutionen rufen. Wenn Sie alle glauben der Experte würde Ihnen etwas anderes erzählen, werden Sie bald von der Realität eingeholt werden.

von
groko

Zitiert von: Hansi
Zitiert von: Daniela
Ich verstehe Bärbel da voll und ganz.
Es geht nicht darum, dass vielleicht mal der eine oder andere vor Ablauf der Rente eine Rehabilitation bewilligt bekam. Oder es vielleicht MAL den Fall gab, das jemand Alg1 nach Nathlosigkeitsregelung bekam.
Sondern es geht hier darum, das es keine konkrete Regelung gibt.
Und das sehe ich genauso wie Bärbel.
Stellen wir uns zunächst die Frage, WARUM jemand eine befristete Erwerbsminderungsrente und keine dauerhafte.
Richtig: weil die Hoffnung besteht, das derjenige wieder gesund wird.
Warum bekommt derjenige aber keine Unterstützung?
Ich lese hier und in anderen vergleichbaren Foren reihenweise, das Reha ( beruflich und medizinische) fast immer abgelehnt wird, wenn jemand Erwerbsminderungsrente bezieht.
Dabei müsste aber doch gerade dann die Reha bewilligt werde.
Anstatt einfach nach vielen Jahren zu sagen: geh einfach wieder Arbeiten, du bist gesund.
Es gibt doch sogar Statistiken, wieviel Menschen nach der Erwerbsminderungsrente wieder normal berufstätig werden.
Ja, warum denn?
Weil es alleine kaum zu schaffen ist.
Richtig und es heißt auch nicht zwangsläufig, dass wieder erwerbsfähig =gesund bedeuten muss. Ich freue mich über jeden, der den Weg zurück schafft, weil eine Heilung oder wenigstens eine Linderung eingetreten ist. Aber es werden ja auch Renten nicht verlängert, wo die Krankheit in Wahrheit gar nicht überwunden ist und nur anders beurteilt wurde. Manchmal genügt schon ein neuer Sachbearbeiter, der die Akte auf den Tisch bekommt und alles ganz anders sieht. Oder abstruse Forderungen(ihre Kollegen können für sie ja die Steine zur Baustelle tragen) tragikkomische Formen annehmen.

Ist heute wieder Jammerlappentreffen?

von
KSC

Eine gesetzliche Vorschrift, dass die DRV nach Ende einer EM Rente "irgendwie tätig werden m u s s" gibt es nicht.

Wenn EM nicht mehr vorliegt, heißt das zunächstmal dass der/die Betroffene grundsätzlich täglich 6 Stunden und mehr arbeiten kann.

Hat er/sie noch einen Arbeitsplatz können künftige Arbeitsbedingungen zunächst mal mit dem AG besprochen werden - es ist ja nicht zwangsläufig, dass dort nur die Arbeit in Frage kommt, die vor Jahren zur Erkrankung führte.

Gibt es beim AG keine brauchbare Alternative ist die Jobvermittlung in erster Linie Aufgabe der Arbeitsagentur. Man muss klar sagen dass das nicht die primäre Aufgabe der DRV ist.

DRV-technisch steht es jedem frei jederzeit Leistungen zur Rehabilitation zu beantragen.
Ob dann medizinische oder berufliche Maßnahmen erforderlich und sinnvoll sind, entscheidet sich im jeweiligen Einzelfall.

von
memyself

Zitiert von: Klaus
Zitiert von: Jobvermittler
Zitiert von: Mini
Ich bin fast 53 Jahre alt, ja glaubt den hier irgendwer, dass sich die Afa oder das Jobcenter darum kümmern würden?

Aber ja doch, das glaube ich!

Als jetzt 53-Jährige/r haben Sie noch ca. 14 Jahre bis zur Regelaltersrente vor sich.
Es gibt also keinen Grund, warum sich Ihr Jobcenter nicht um Ihre berufliche Wiedereingliederung kümmern sollte.

Wer wirklich intensiv nach Arbeit sucht und flexibel ist, der findet auch welche.

Viel Erfolg!

Aber ist die Gesundheit wirklich wieder gegeben oder wurde das nur einfach so beurteilt, obwohl sich GAR NICHTS geändert hat?? Dann wird es schnell problematisch. Bin im selben Alter, aber durch SB sind es eben keine 14 Jahre mehr. Und Sie haben schon recht, es müsste sich ob der Jahre die da noch sind, beruflich etwas tun. Aber das passiert eben nicht, weil ab ü 50 niemand mehr eine Umschulung oder Ausbildung bekommt. Nur noch Jahre Alg 2 stillschweigend beziehen, kann es ja nicht sein. Wenn schon das Renteneintrittsalter erhöht wird, muss auch die Grenze fürs"alte Eisen"erhōht werden, sprich Umschulung auch bis Mitte/Ende 50 drin sein!

erstmal finde ich es auch unsinnig, die betroffenen derart ins kalte wasser zu werfen, das geht sicher auch für die drv nach hinten los. man sollte sich eine art irena programm nach der rente oder ähnliches überlegen.

aber: es stimmt nicht, dass man mit ü50 keine umschulung mehr bezahlt bekommt. meine cousine, gleicher jahrgang wie ich, wurde mit 55 noch zur umschulung geschickt! bewundernswert, wie sie das geschafft hat, ich hätte es nicht gekonnt

von
Matti

Jeder, der länger als paar Monate krank ist, hat heutzutage Anspruch auf medizinische und berufliche Rehabilitation.
Nur die ehemalige Erwerbsminderungsrentner nicht.
Ich habe mal so eine Statistik gelesen, wieviele aus der Erwerbsminderungsrente wieder ins reguläre Berufsleben schaffen.
Das waren verdammt wenig.
Komisch, das sich niemand Gedanken macht, warum das so ist.

von
Karl-Rudolf

Zitiert von: Matti
Jeder, der länger als paar Monate krank ist, hat heutzutage Anspruch auf medizinische und berufliche Rehabilitation.
Nur die ehemalige Erwerbsminderungsrentner nicht.
Ich habe mal so eine Statistik gelesen, wieviele aus der Erwerbsminderungsrente wieder ins reguläre Berufsleben schaffen.
Das waren verdammt wenig.
Komisch, das sich niemand Gedanken macht, warum das so ist.
Die heutigen Regeln kenne ich nicht, aber im anderen deutschen Staat haben Menschen die länger krank waren oder schwere OP's hatten mit einem sog. Schonplatz stundenweise wieder mit der Arbeit angefangen(und das sogar mit voller Bezahlung).