Hallo den Lesern vom Forum
Hier möchte ich von meinen Erlebnissen mit der Deutschen Rentenversicherung berichten
Im Dezember 2013 war mein 2. Mann ( Rentner ) verstorben, durch das Bestattungsunternehmen wurde ein Antrag auf Sterbevierteljahr bei der Deutschen Rentenversicherung Bund per Fax gestellt (Sendebericht liegt vor).
Da ich Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten beantragen wollte, wandte ich mich telefonisch an meine zuständige Außenstelle Nord in Lübeck, um die Formularnummer zu erfragen. Nachdem ich mein Anliegen bei der zuständigen Sachbearbeiterin vorgetragen hatte, bekam ich die freundliche Antwort „ wir sind hier nicht beim Wunschkonzert “, so etwas gibt es nicht, dass können sie mir glauben, schließlich bin ich eine ausgebildete Fachkraft. Das Telefongespräch wurde sofort einseitig beendet! Unter der Servicerufnummer Berlin 0800 1000 4800 bekam ich die Auskunft das die Formulare R 620 und R 510 benötigt werden. Hilfe bei der Antragstellung bekam ich durch einen ehrenamtlichen Mitarbeiter ( ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung ) der Gemeinde, es wurden die Formulare R 620 und R 510 und per Einschreiben mit Rückantwort Ende Dezember abgeschickt. Da ich nur noch im Januar 2014 Berufstätig war (der Deutschen Rentenversicherung Bund bekannt), hatte mein damaliger Arbeitgeber entsprechende Unterlagen ebenfalls an die Deutsche Rentenversicherung Bund geschickt.
In der Hoffnung alle Anträge, Formulare und Unterlagen bei der Rentenversicherung eingereicht zu haben, wartete ich auf die Weiterzahlung ( Sterbevierteljahr ) der Rente meines Mannes.
Nachdem im März noch keine Weiterzahlung der Rente eingegangen war, wandte ich mich wiederum an die Servicehotline Berlin 0800 1000 4800, hier bekam ich die Auskunft, dass kein Antrag eingegangen ist und die Frist von 30 Tagen abgelaufen ist! Freundlicher Zusatzkommentar der Mitarbeiterin „da haben sie Pech gehabt “.
Wer jetzt denkt, dass ich jetzt nach 11 Monaten eine Witwenrente bekomme hat sich geirrt, meine Erlebnisse mit der Deutschen Rentenversicherung gehen weiter.
Im April bekam ich ein Schreiben der Deutschen Rentenversicherung Außenstelle Gera ( ? ), dass die Unterlagen des Arbeitgebers zur Berechnung der Witwenrente fehlen.
Mit Kopien der angeblichen fehlenden Unterlagen hatte ich Ende April einen Termin bei der Außenstelle Hamburg Innenstadt ( mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostengünstiger und besser zu erreichen als die Weltreise nach Lübeck ). Es wurde ein weiterer Termin im Mai vereinbart da angeblich immer noch weitere Unterlagen benötigt werden.
Pünktlich mit den zusätzlich benötigten Unterlagen erschien ich zum vereinbarten Termin bei der Außenstelle Hamburg Innenstadt, zu meiner Überraschung war alles verschlossen mit dem Hinweis: Wir ziehen um, diese Außenstelle ist geschlossen!! Also alles per Post nach Berlin geschickt
( wie immer per Einschreiben mit Rückantwort ).
Endlich, im September Post von der Deutschen Rentenversicherung Nord, Berechnung meiner Witwenrente.
Nachzahlung vom Sterbevierteljahr nach 9 Monaten ( Antrag wurde wohl doch noch gefunden ), laufende Zahlung Witwenrente 0,00€, Berechnung nicht nachvollziehbar (kleine Witwenrente meines kürzlich verstorbenen Mannes ca. 150,00€). Widerspruch bei der Außenstelle Nord Lübeck gestellt, Begründung: keine Berechnung der Witwenrenten nach dem vorletzten Ehegatten (große Witwenrente).
Oktober: Schreiben von der Deutschen Rentenversicherung Nord, dass die weitere Bearbeitung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin erfolgt und ob ich mein Widerspruch noch aufrechterhalte! Widerspruch schriftlich per Einschreiben mit Rückantwort bestätigt. Mittlerweilen haben wir jetzt den 29. November 2014, und kein weiteren Bearbeitungsstatus und noch keine Witwenrente.
Zusatzinfo an die Mitarbeiterin/er der Deutschen Rentenversicherung, mittlerweile habe ich genügend Kopien aller Unterlagen vorliegen welche in genügender Anzahl Bundesweit sofort nachgereicht werden können.
Um den weiteren Bearbeitungsstatus nicht zu behindern/gefährden habe ich mich in diesem Forum nicht unter meinen Namen und meiner E-Mail Adresse angemeldet.
Seit Februar 2014 beziehe ich ausschließlich ALG II, welches bei der Berechnung zur Witwenrente als anrechenbares Einkommen nicht herangezogen werden darf, daher auch meine Verwunderung über eine der zu zahlende kleine Witwenrente von 0,00€
Gern hätte ich meine Erlebnisse mit der Deutschen Rentenversicherung kürzer gefasst, z. B Danke für die schnelle Bearbeitung.
Auch möchte ich erwähnen, dass meine Ausgaben für Kopien, Telefonate, Fahrgeld und Einschreiben mit Rückantwort nicht unerheblich sind. Für Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung wohl nur Peanuts und zumutbar.
Fazit: Wenn die interne Kommunikation bei der Deutschen Rentenversicherung einen normalen Standard haben würde, hätte ich viel Zeit,Sorgen und Geld gespart.
Über eine Antwort/Kommentar in diesem Forum würde ich mich freuen, besonders aber durch Mitarbeiterin/er der Deutschen Rentenversicherung würde ich mich sehr freuen.
PS. Da ich in diesem Forum lesen durfte, dass sehr über Grammatik und Rechtschreibfehler hergezogen wird, bitte ich solche zu entschuldigen.
Mit freundlichen Grüßen
Silberlocke