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Experten-Antwort

Kontenklärung

von Frank_L21.09.2021 | 17:41
80 Ansichten
9 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Liebe Forenmitglieder, seit ca. anderthalb Jahren lebe ich im europäischen Ausland, bin aber noch lange nicht rentenberechtigt. Also gab es einen Antrag auf Kontenklärung und relevante Belege wurden kopiert, geschickt und ich dachte, damit hat es sich erledigt. In einem Telefonat wurde mir gesagt, dass der neue Träger im neuen Land für mich zuständig ist, da ich ja nicht mehr in der BRD lebe oder arbeite - Thema erledigt?! Jetzt bekomme ich wieder ein Schreiben, wo ich Angaben über meine Zeit im Ausland machen soll (Hauptwohnsitz befindet sich nicht mehr in Deutschland) - aber ich lebe nicht mehr in Deutschland und ich beziehe auch keine Rente... Ich kann die Logik des neuen Briefes nicht nachvollziehen - kann mir jemand da weiterhelfen? Vielen Dank!

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Frank_L,

sicherlich ist es sinnvoll Zeiten, die für eine spätere Rente benötigt werden, frühzeitig zu klären. So können Lücken durch später nicht mehr vorhandene Nachweise vermieden werden. Dies gilt auch für Zeiten im Ausland.

Im Rahmen der Kontenklärung beim deutschen Rentenversicherungsträger werden daher im Regelfall auch die Zeiten im Ausland geklärt. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um ein Vertragsland oder ein EU/EWR-Mitgliedsland handelt, da es hier nach den einschlägigen Regelungen ggf. zur Zusammenrechnung von Zeiten aus diesen Ländern zum Anspruchserwerb kommt.

Wir empfehlen Ihnen daher die gewünschten Angaben gegenüber dem Rentenversicherungsträger zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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8 Antworten

Siehe hieram 21.09.2021 | 18:30
Hallo Frank_L, vielleicht hatten Sie bei Beantragung der Kontenklärung Ihre Auslandsadresse nicht angegeben und es kommt deshalb zu Irritationen? Aber dies ist nur eine Vermutung bzw. ein evtl. möglicher Grund. Wobei, wenn Sie dennoch Post erreicht... Aber genau kann man Ihnen diese Frage in einem Forum nicht beantworten, weil keiner die tatsächlichen Gründe des erneuten Schreibens kennt. Je nachdem, in welchem Land Sie nun leben, sind unterschiedliche Regionalträger der DRV als 'Verbindungsstelle' zuständig. Eine Auflistung finden Sie am Ende dieser Broschüre, in der auch zahlreiche andere hilfreiche Informationen stehen: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/… Vielleicht hilft Ihnen das ja schon mal weiter. Alles Gute!
Frank_Lam 21.09.2021 | 19:00
Vielen Dank für die ersten Antworten! - die Auslandsadresse hat die Rentenversicherung, sonst hätte ich ja kein neues Schreiben bekommen - es geht um die Slowakei - ich habe mit vier verschiedenen Kollegen gesprochen, da die zuständige Sachbearbeiterin unter der angegebenen Nummer nicht zu erreichen ist --> so sind Rückfragen bei der Absenderin des letzten Schreibens scheinbar nicht möglich --> daher das "Rätsel raten" So wie ich das im Moment verstehe, hat die restliche Kontenklärung noch etwas Zeit
KSCam 21.09.2021 | 18:38
Um welches Land geht es? Der Wohnsitz ist für die Kontenklärung zunächst sekundär, es sind aber möglicherweise die Zeiten dort interessant. Aber eine Rückfrage beim Absender des letzten Schreibens wäre vielleicht ratsamer als Spekulationen
Frank_Lam 21.09.2021 | 19:18
Vielen Dank - das macht jetzt etwas mehr Sinn. Allerdings sind bis zu meinem Renteneintritt noch knapp 35 Jahre Zeit - lohnt sich das, jetzt schon die Zeiten in der Slowakei zu klären? P.S. bin selbstständig und pflichtversichert (falls das hilft, etwas Licht ins Dunkle zu bringen)
KSCam 21.09.2021 | 19:05
Die einfache Antwort an den Absender des Briefes, mit der slowakischen Versicherungsnummer, der Angabe des Arbeitgebers und der dortigen Anschrift reicht wahrscheinlich. Die Sachbearbeitung will wohl auch die Zeit im EU Staat Slowakei gleich klären.
KSCam 21.09.2021 | 19:45
Wenn Sie es für sinnlos halten, lassen Sie es halt.....wundern sich aber bitte nicht über weitere Rückfragen.... Aber wo ist denn das Problem dabei eine Anfrage einfach mal zu beantworten auch wenn man den Sinn dahinter nicht sieht? Muss denn jedes Schreiben auch noch lang und breit erklärt und begründet werden?
Frank_Lam 21.09.2021 | 19:53
Zitat von KSC anzeigenausblenden
Es muss nicht jedes Schreiben erklärt werden, aber wenn mir versichert wird, das Thema ist erledigt und wir haben schon mehrere Briefe und Kopien ausgetauscht und die verantwortliche Kollegin reagiert nicht, sondern schickt wieder nur neue Rückfragen...dann verliere ich schon etwas die Geduld. Und ich versuche nur herauszufinden, was genau die Sachbearbeiterin braucht - aber wie gesagt: sie reagiert nie, immer nur jemand anderes.
W°lfgangam 22.09.2021 | 20:02
Ergänzend: und zwar umgehend. Denken Sie @Frank_L, an Ex-Jugoslawien/Bürgerkrieg, wo frühere _für die DRV wichtige/die für die eigenen Rentenansprüche im Rahmen des Sozialversicherungsabkommens/Folgeabkommen_ vorhandene Auslandsbeschäftigung nicht mehr nachweisbar ist - und entscheidenden Einfluss auf die Rente aus D haben kann. Okay, war jetzt ein 'Schreckszenario' ...Kontenklärung macht man besser heute, als bis zum Rentenantrag das zu verbummeln - und dann plötzlich ohne Nachweise dazustehen. Zudem könnten auch die von der 'DRV Slowakei' erfassten dtsch. Zeiten dort Einfluss auf Ihre Rente haben/wird im Rahmen der Kontenklärung in beiden Staaten erfasst ...insofern gibt es keinen Grund, die Kontenklärung auf die lange Bank zu schieben. Gruß w.
Deutsche Rentenversicherung
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