Hallo,
mein Mann hat am 30. Dezember letzten Jahres den Antrag auf eine medizinische Reha eingereicht, über den noch nicht entschieden wurde. (Wäre ja auch extrem schnell.)
Die Dame der Krankenkasse, die für Reha-Angelegenheiten zuständig ist, hatte meinen Mann nach der MDK-Begutachtung angerufen, mit ihm einige Dinge zum Termin durchgesprochen und ihm explizit gesagt, er solle vorerst abwarten und keine weiteren beruflichen Schritte unternehmen.
Jetzt ist es aber so, daß mein Mann nach seiner Knie-OP im September gemerkt hat, daß es mit seiner selbständigen Tätigkeit als Maurermeister wohl eher nichts mehr wird, und sich daraufhin auf drei Stellen beworben hat. Zwei davon sind abgehakt, mit der dritten Antwort hatte er eigentlich gar nicht mehr gerechnet. Diese Firma würde ihn jetzt gern nächste Woche sehen.
Von der Aufgabe her wäre es optimal, wenn er dort anfangen könnte, es handelt sich um eine sitzende Tätigkeit, und sie entspricht genau seiner Qualifikation als Meister und Techniker mit dem Tätigkeitsspektrum, in dem er jahrelange Berufserfahrung hat.
Ich denke mal, es ist auf jeden Fall sinnvoll, bereits im Vorstellungsgespräch anzusprechen, daß die medizinische Reha von drei Wochen ansteht. Bringt ja nichts, wenn das ohne Vorankündigung plötzlich in der Probezeit losgeht. Aber was die mit Sicherheit daran anschließenden Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben betrifft, sind wir uns extrem unsicher, wie das weitergehen kann. (Die medizinische Reha wird nur ergeben, was mit einer Gonarthrose 4. Grades beruflich nicht mehr geht, eine Heilung oder nachhaltige Verbesserung ist nicht mehr drin.) Und es bleibt die Frage, ob das in Ordnung ist, wenn mein Mann zum Vorstellungsgespräch geht, obwohl die Reha-Dame ihm auch explizit mitgeteilt hat, er möge sich nicht weiter bewerben.
Optimal wäre es natürlich, wenn das Unternehmen meinen Mann gern einstellen wollte und die Unterstützungsleistungen sich direkt auf diesen Arbeitsplatz beziehen würden - also ggf. in Form von Leistungen an den Arbeitgeber oder als Hilfe, falls mein Mann nicht von Anfang an alles voll leisten kann. Nur - mit wem sollte man zuerst sprechen, wo doch im Moment alles so in der Schwebe ist? Doch die Dame von der Krankenkasse anrufen oder erst einmal abwarten?
Vielleicht bekommen wir einige gute Tipps von Mitgliedern dieses Forums, die schon mal in einer ähnlichen Situation waren, und von den Experten.
Vielen Dank vorab und Gruß
Koulchen