Hallo allerseits,
nachdem mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben dem Grunde nach bewilligt wurde, hatte ich am letzten Freitag einen Beratungstermin beim Reha-Fachberater. Ich bin davon ausgegangen, dass dort die weiteren Details zu der von mir avisierten Umschulung besprochen werden. Einigkeit bestand wohl insoweit, als dass eine Umschulung in Betracht kommt. Die Beraterin war allerdings der Meinung, dass ich zunächst eine "erweiterte Berufsfindung und Arbeitserprobung" für die Dauer von 6 Wochen machen soll, um festzustellen, wo meine Stärken und Schwächen liegen, d.h. was ich machen kann, will und welche Berufe realistisch wären.
Insgesamt hat der Termin etwa 15 Minuten gedauert und vielleicht lag es ja auch an mir, dass ich im Nachhinein eigentlich enttäuscht bin. Ich hatte mir konkreteres und mehr Klarheit versprochen. Auf den Termin hatte ich mich auch vorbereitet, einen Lebenslauf und diverse Zeugnisse mitgenommen, aber all´ das wollte die gute Frau gar nicht sehen.
Ich bin mir jetzt nicht mehr klar darüber, ob es richtig war dort eher zurückhaltend zu sein und sehr wenig von meinen Vorstellungen zu berichten, die aber auch leider noch nicht ganz so klar sind. Letzlich wurde ich aber danach auch nicht gefragt, sondern es kam direkt die Aussage: "Ich stelle mir vor, dass Sie, wenn Sie damit einverstanden sind, eine erweiterte Arbeisterprobung machen und dann sehen wir weiter."
Gerade weil es meinerseits noch einige Unklarheiten gibt hatte ich mir ja so viel von der Beratung versprochen, die dann aber letztlich keine war.
Kann mir jemand sagen, welchen Sinn genau die erweiterte Berufsfindung macht? Ich glaube nicht, dass sich die Frage stellt, ob ich den Dreisatz behersche und/oder der deutschen Sprache mächtig bin und mich ausdrücken kann. Gerade das waren die Beispiele, die die Beraterin brachte.
Ich habe mich im Vorfeld nach Möglichkeiten einer Umschulung erkundigt und bin in diesem Zusammenhang auf die Berufsbildungswerke aufmerksam geworden. Dort habe ich am BfW-Heidelberg auch die Möglichkeit gefunden an der dortigen Fachhochschule i.R.d. Umschulung ein Studium machen zu können. Beim Beratungstermin habe ich mich dann wohl nicht mehr getraut, die Beraterin darauf anzusprechen, da es wohl erst einmal darum zu gehen scheint, ob ich den Dreisatz u.ä. beherrsche.
Ich weiß, dass das alles Fragen sind, die sich nicht unbedingt ganz klar in diesem Forum beantworten lassen, Trotzdem werfe ich sie einfach in den Raum. Kann ich mir im Rahmen einer Umschulung, so es denn dazu kommt, einen Beruf der mir liegt und für den ich geeignet bin aussuchen? Sind in diesem Zusammenhang Studiengänge, die es wohl nur am BfW Heidelberg gibt, genau so wählbar, wie Umschulungen die zu beispielsweise zu einem IHK-Abschluss führen?
In dem für die DRV erstellten Gutachten heißt es, ich sei für leichte Tätigkeiten mit keinen besonderen Anforderungen an die Konfilktfähigkeit geeignet. Vielleicht kann mir jemand sagen, für welche Art von Berufen diese Aussage im Vorfeld bereits ein ko-Kriterium darstellt.
Soweit erst einmal dazu. Ich bin derzeit einfach sehr unsicher und verwirrt.
Liebe Grüße
Lara