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von Geiler12.06.2007 | 15:30
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, ich bin neu hier und würde gerne wissen, was der sog. "Nachholfaktor" in der Rentenberechung bewirkt. Vielen Dank!

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Moderation · 1Ihre Vorsorge

Der Nachhaltigkeitsfaktor soll die künftigen Veränderungen im Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern widerspiegeln. Die Entwicklung des Rentenniveaus wird an die demographische Entwicklung angepasst, d.h. die Relation von Rentnern und Beitragszahlern wird berücksichtigt. Entscheidendes Element des Nachhaltigkeitsfaktors ist der Rentnerquotient. Dabei handelt es sich um den Anteil der Rentner gemessen an der Anzahl der Beitragszahler.

Moderation · 2Ihre Vorsorge

Entschuldigung, ich hätte vorab darauf hinweisen können, dass der Nachhaltikeitsfaktor (so die gesetzliche Terminologie) dem Nachholfaktor entspricht.

15 Antworten

Amadéam 12.06.2007 | 15:40
Lesen Sie bitte folgenden Artikel - nicht BILD, sondern FAZ: http://www.faz.net/s/Rub6B15D93102534C72B5CF6E7956148562/Doc~E46…
Geileram 12.06.2007 | 15:45
Ich werde lesen - Danke! Aber wieso sollte man mich kennen??
Amadéam 12.06.2007 | 15:44
Falls der link sich nicht aufrufen lässt, hier der Artikel im Volltext: Altersvorsorge Die Rente steigt nie wieder Von Dyrk Scherff 22. Januar 2006 Es geht immer noch ein bißchen schlimmer. Seit Jahren sind wir Hiobsbotschaften von der gesetzlichen Rentenversicherung gewohnt. Keiner glaubt mehr, daß er ohne private Vorsorge im Alter ordentlich leben kann. Weil die staatliche Rente nicht mehr ausreichen wird. Damit nicht genug: Zunehmend wird jetzt auch klar, daß die Rente wohl noch nicht einmal mehr steigen wird. "Wir werden in den nächsten 30 Jahren unter Berücksichtigung der Inflation, also real, keine Rentenerhöhungen mehr erleben. Wir müssen im Gegenteil mit einem Wertverlust rechnen", sagt schonungslos Adrian Ottnad vom privaten Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in Bonn. Er hat die Rentenentwicklung langfristig auf Basis der derzeitigen Rechtslage durchgerechnet. Mit seiner Aussage steht er nicht allein. Auch der renommierte Freiburger Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen zerstört die Hoffnung auf steigende Renten. Die Rentner verlieren schon jetzt und schon länger Damit dürfte sich die negative Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Zum bisher letzten Mal wurden die staatlichen Altersbezüge 2003 erhöht - um magere 1,04 Prozent. 2004 und 2005 gab es Nullrunden. 2006 müßten die Renten sogar gekürzt werden, weil auch die Löhne gefallen sind. Das will nun Vizekanzler Franz Müntefering verhindern und forderte in der abgelaufenen Woche schnell ein "Gesetz zur Vermeidung von Rentenkürzungen". Doch berücksichtigt man die Preissteigerung, verlieren die Rentner schon jetzt. Und das schon länger. Seit 1995 lagen die Rentenerhöhungen nur zweimal über der Inflationsrate. In den anderen Jahren hat die Geldentwertung fortlaufend an den Renten genagt. Geht das so weiter, hat das dramatische Folgen für die Bezüge. Wer heute 1000 Euro Rente bekommt - was eine Minderheit ist -, hat ohne Erhöhungen in zehn Jahren nur noch 860 Euro in der Hand (siehe große Grafik, mittlerer Teil) - bei einer Inflationsrate von 1,5 Prozent. Vorsicht bei den Renteninformationen ist angebracht Entsprechend vorsichtig muß auch die Renteninformation gelesen werden, die die Deutsche Rentenversicherung jedes Jahr an die Erwerbstätigen schickt. Darin wird die geschätzte Rente im Ruhestand angegeben - aber ohne Inflation. Das heißt: Verspricht der Brief 500 Euro Rente in 30 Jahren, sind es in heutigen Preisen eigentlich nur 317 Euro. Bei der Planung der privaten Vorsorge muß das mit höheren Sparraten berücksichtigt werden. Raffelhüschen und das IWG gehen davon aus, daß die mageren Zeiten so weitergehen, und widersprechen damit der Rürup-Kommission, die 2003 für die Regierung rechnete und optimistischere Ergebnisse mit leichten realen Rentensteigerungen herausbekam. "Seine Rechnungen kann Rürup heute nicht mehr aufrechterhalten. Er hat den kräftigen Rückgang der Beschäftigung unter- und den Anstieg der Löhne überschätzt", sagt Ottnad. In seinem realistischen Szenario erwartet der IWG-Experte auf lange Sicht eine Stagnation oder gar einen leichten Rückgang der Realrenten, in einer optimistischen Rechnung allenfalls 0,2 bis 0,5 Prozent realen Zuwachs (siehe große Grafik, linker Teil). Selbst nominale Erhöhungen würden in den kommenden Jahren selten werden. „Nachholfaktor“: Nullrunden bei steigenden Löhnen Woran liegt das? Zum einen steigen die Löhne längst nicht mehr so stark wie früher, denn die Wirtschaft schwächelt und konkurriert mit Billiglohnländern. An der Entwicklung der Gehälter aber orientiert sich die Erhöhung der Renten. Zum anderen verhindern derzeit die Korrekturfaktoren bei der Berechnung der Altersbezüge einen Anstieg (siehe kleine Grafik mit Kasten). Sie wurden genau zum Zweck der Dämpfung von Rentenanhebungen eingeführt - in der Hoffnung auf nicht weiter steigende Beiträge. Aber die Faktoren können noch nicht richtig wirken. Denn eigentlich hätten sie 2005 zu einer Kürzung der Renten führen müssen, was gesetzlich verboten ist, weil die Löhne gestiegen waren. Deswegen soll von 2010 oder 2012 an ein "Nachholfaktor" eingeführt werden. Er soll die Abschläge durch die Korrekturfaktoren, die wegen des Kürzungsverbots unterlassen wurden, in wirtschaftlich besseren Zeiten nachholen. Das würde bedeuten, daß es weitere Nullrunden geben könnte, selbst wenn die Löhne wieder kräftiger stiegen. Auch bei Reformen, das Problem der Alterung bleibt Kämen wieder solche besseren Zeiten, unterstützt durch mutige Reformen, die die Wirtschaft ankurbeln, und ein auf 67 Jahre erhöhtes Renteneintrittsalter, verbesserte sich zwar die Lage der gesetzlichen Rentenversicherung. Doch kräftige Anhebungen der Bezüge wird es dann dennoch nicht geben. "Ich kann da leider keine Hoffnung machen. Zum einen können Reformen nicht viel mehr als ein Prozent und damit zuwenig Zusatzwachstum generieren, zum anderen bleibt das Problem der Alterung der Gesellschaft", bremst Ottnad möglichen Optimismus. Denn die Zahl der Rentner steigt, während immer weniger Kinder und damit künftige Beitragszahler geboren werden. Selbst eine massive Einwanderung könne das nicht ausgleichen. Eine höhere Kinderzahl würde das Dilemma mildern, doch frühestens in 15 bis 20 Jahren, wenn die Kleinen zu arbeiten beginnen und damit Beiträge zahlen. Und selbst wenn die Renten real mal wieder steigen sollten, haben künftige Ruheständler deswegen noch lange nicht mehr Geld als jetzt in der Tasche. Denn zum einen müssen sie ihre Bezüge zunehmend stärker versteuern, zum anderen ist nicht ausgeschlossen, daß sie irgendwann ihre Krankenkassenbeiträge komplett selber zahlen müssen. "Die Bürger werden daher nicht umhinkommen, kräftig privat vorzusorgen. Und zwar so früh wie möglich", rät Michael Hauer vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung. Denn wer zu spät anfängt, kann die nötigen Sparraten gar nicht mehr leisten. Wer im Alter 24 Jahre lang 1000 Euro im Monat aus privaten Ersparnissen haben will und konservativ mit drei Prozent anlegt, muß stolze 1474 Euro monatlich zurücklegen, wenn er zehn Jahre vor dem Ruhestand damit beginnt (siehe große Grafik, rechter Teil). Wer 30 Jahre vorher anfängt, braucht dafür "nur" 355 Euro. Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.01.2006, Nr. 3 / Seite 43
Amadéam 12.06.2007 | 15:52
Fügen Sie in die Suchfunktion "Geiler" ein, Ihre Augen werden geöffnet!
?-?am 12.06.2007 | 16:07
wohl kaum, die Beiträge von unserem verehrten User Geiler sind doch wohl alle gelöscht
Amadéam 12.06.2007 | 16:09
...nicht alle Beiträge sind gelöscht, siehe Suchfunktion. Manch "Wertvolles" ist für die Leserschaft also erhalten geblieben.
skatam 12.06.2007 | 18:46
? -?... Deine gehören auch gelöscht... Du Oberdubel... skat P. S. Zum löschen geschrieben ?-?-?
Geileram 12.06.2007 | 19:48
Also mit dem gefundenen Beiträgen, die ein "Geiler" verfasst hat, habe ich nichts zu tun. Sollte ich nochma Fragen haben, nenne ich mich einfach Geiler II. Nochmals vielen Dank für Ihre Auskunft.
Geiler 2am 13.06.2007 | 12:50
Ist der Nachhaltigkeitsfaktor dem Nachholfaktor gleich zu setzen?
sjatam 13.06.2007 | 13:27
!-!-!-, dein senf darf ja nicht fehlen... du geistig- amputierter AFF.. skat
skatam 13.06.2007 | 18:25
!-!-!-! haste dich selber gelöscht... sehr nobel... skat
kritikasteram 13.06.2007 | 18:11
ja, weil man mit Nachhaltigkeit nachholen will was man versäumt hat
Amadéam 13.06.2007 | 19:04
Der Experte hat Ihnen alles einwandfrei und völlig konform mit der geltenden Rechtslage erklärt. Nur, ein Normalsterblicher wird die Ausführungen nicht verstehen. Das hat der Gesetzgeber bewusst so gewollt, in dem er einen wüsten Rentenformel-Nebel kreiert hat. Daher nochmals Klartext, nachdem sich die FAZ als Publikation erwiesen hat, die unbedingt zu löschen ist. Rentenerhöhungen, die auch nur annährend die Inflationsrate ausgleichen und die künftigen Beitragssatzerhöhungen in der Kranken- und Pflegeversicherungen kompensieren, wird es NIE mehr geben, es sei denn, wir erreichen noch Wachstumsraten wie China! Die Gesetzliche Rente marschiert für die breite Masse der Versicherten unbeirrt Richtung “Grundsicherung", das bedeutet also nur Absicherung des Existenzminimums.
?-?am 13.06.2007 | 19:30
glauben suie wirklich daß es für den Durchachnitt noch so eine hohe Rente geben wird. Ich knn mir das bei den heute fast schon üblichen Niedriglöhnen nicht vorstellen, denn sonst bräuchten wir ein Rentenniveau von 80% und mehr.
Schiko.am 14.06.2007 | 12:44
Der nachhaltigkeitsfaktor ist nun ausreichend erklärt.Somit besteht kein unterschied zum nachholfaktor. War bisher der meinung dies sind zwei paar stiefel´, und habe den nach- holfaktor so gedeutet: Angenommen im jahre 2004 hätte eigentlich aufgrund der lohnentwicklung eine rentenkürzung ( hat nichts zu tun mit beitragserhöhung krankenversicherung) von 0.44 % erfolgen müssen, dies geschah aber nicht. Angenommen im jahre 2008 rechnet sich durch günstige lohnentwicklung eine rentenerhöhung um 1,44%. Tatsächlich aber erfolgt die erhöhung nur mit 1 % da 0,44 % der nachholung einer in 2004 nicht ausgesprochenen rentenkürzung zum opfer fallen. Ist dies denkbar und wie wird dies genannt? MfG.
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