Hallo pia82,
hoffentlich lesen Sie hier noch mit.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihnen da vor 5 Jahren verkauft wurde, dann suchen Sie in den Vertragsunterlagen mal nach der "garantierten Rente". Das müßte irgendwo ausgewiesen sein, oder notfalls können Sie es beim Anbieter erfragen. Dieser Betrag wird Ihnen als monatliche Rente vertraglich zugesichert (dazu kommen dann noch evt. Überschüsse, die aber nicht garantiert sind und nur gezahlt werden - vereinfacht gesagt - wenn der Anbieter mit Teilen Ihres Sparbeitrags erfolgreich an der Börse investiert hat). Durch die Inflation wird dieser Betrag aber viel weniger wert sein, als Sie sich heute vorstellen können.
Das können Sie selber ganz leicht mit dem Barwertrechner ausrechen:
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Geben Sie die garantierte Rente, das Jahr des Rentenbeginns und bei Inflation 3% ein, dann erfahren Sie, wieviel diese Rente in heutiger Kaufkraft wert wäre. Es könnte sein, daß das nur ein Drittel ist.
Wenn Sie wissen wollen, wieviel Verzinsung Sie tatsächlich auf Ihren monatlichen Beitrag erhalten, müßten Sie in Ihren Vertragsunterlagen nach dem "garantierten Deckungskapital" oder evt. dem "Rückkaufswert" zum Zeitpunkt Ihres Rentenbeginns suchen. Dann benutzen Sie den Sparplanrechner:
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Geben Sie Ihre monatliche Sparrate, bei Zinsssatz 2,25%, bei Inflation 0% (um die geht es bei dieser Rechnung nicht) und bei Spar-Zeitraum die Laufzeit Ihres Vertrages ein. Den sich ergebenden Betrag vergleichen Sie mit dem im Vertrag ermittelten Rückkaufswert. Vermutlich stellen Sie fest, daß Sie bei 2,25% einen deutlich höheren Wert erhalten. Dann probieren Sie mit geringeren Zinssätzen solange herum, bis Sie auf den richtigen Wert kommen. Nun wissen Sie, wieviel Zinsen Ihnen auf Ihren Sparbeitrag tatsächlich gezahlt werden, vermutlich wird dies weit unter der zu erwartenden Inflationsrate liegen, d.h. Sie sparen sich arm.
Die Verzinsung, die Ihnen bei Vertragsabschluß vielleicht genannt wurde, bezieht sich nämlich nur auf einen Teil Ihres Beitrags, vorher werden Kosten abgezogen. So erhält der Verkäufer z.B. eine hohe Provision, die Sie bezahlen müssen während der ersten Jahre Ihres Vertrags. Aufgrund dieser hohen Abschlußkosten werden Sie bei einer Kündigung jetzt kaum etwas herausbekommen. Trotzdem ist das vermutlich noch die relativ beste Lösung, um nicht noch mehr Geld zum Fenster rauszuwerfen. Sie können den Anbieter hier auch nach Alternativen fragen (z.B. den Vertrag beitragsfrei stellen).
Ich nenne Ihnen hier noch einen Link, wo Sie sich noch genauer über die Nachteile von festverzinslichen Sparprodukten informieren können. Die Informationen sind gut, es handelt sich allerdings um einen Anbieter von Fondssparplänen (die Seite ist also nicht völlig unabhängig).
http://www.gegen-altersarmut.de/Altersabsicherung-Versorgungslue…
Ich finde es unverantwortlich, einem jungen Menschen, der 40 oder mehr Jahre Zeit hat bis zur Rente für die Altersvorsorge, so ein Produkt zu verkaufen. Sie haben sooo viel Zeit, um alle Börsenschwankungen auszugleichen. Langfristig steigen die Aktienmärkte. Falls Sie sich selber nicht mit dem Thema befassen wollen (was aber schade wäre), würde ich Ihnen raten, als Notlösung wenigstens einen Riester-Fondssparplan abzuschließen. Das ist meines Wissens noch die bestmögliche Variante unter den staatlich geförderten Produkten - normalerweise rate ich auch davon ab, aber es wäre eben eine Notlösung, die deutlich besser wäre als die Rentenversicherung, die Sie jetzt haben. Lassen Sie sich aber keine fondsgebundene Versicherung andrehen. Riester-Fondssparpläne gibt es von den großen deutschen Fondsgesellschaften. Bei der Verbraucherzentrale bekommen Sie Informationen dazu.
http://www.vorsorgedurchblick.de/projekt01/side82.html
Leider warnt auch auch die Verbraucherzentrale vor den vermeintlichen "Risiken" der Aktienfondsanlage. Bei einer Ansparzeit von 40 Jahren können Sie die völlig vernachlässigen. Sie dürfen den Vertrag nur nicht vorzeitig kündigen, vor allem nicht während einer Börsenkrise. Auch bevor Sie einen solchen Vertrag abschließen, sollten Sie ein Finanzpolster von mind. 6 Nettomonatsgehältern haben - damit Sie eben in einem unerwarteten Notfall nicht an Ihre Altersvorsorge herangehen müssen.
Mit freundlichen Grüßen,
Maria L.