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Experten-Antwort

Rentenanspruch Ost und West

von Wolfgang Martin20.03.2013 | 17:57
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29 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo Experten, bis 1989 habe ich als DDR-Bürger in die Rentenversicherung Ost eingezahlt. Nach meiner Übersiedelung 1989 habe ich dann in die Rentenversicherung West eingezahlt. Also von 1966 bis 1989 in Ost und 1990 bis 2012 in West. Jeweils 23 Jahre. bei der Rentenversicherung Ost und West. Warum werden meine Ostbeiträge, die wesentlich geringer waren als ab 1990 in West, bei der Rentenerhöhung nicht auch unterschiedlich eingestuft. Ich meine damit, das für meine DDR-Beiträge die Rentenerhöhung Ost anteilmäßig (23 Jahre)gelten sollte und nicht pauschal nur die Rentenerhöhunh West. Oder? Vielen Dank. Mit freundlichem Gruß Wolfgang Martin

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 21.03.2013 | 14:15

Hallo Wolfgang Martin,

entscheidend für die Frage, ob Ost oder Westentgeltpunkte vergeben worden sind, ist die des Wohnsitzes am Stichtag 18.Mai 1990.

Nach Ihren Ausführungen haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits in den alten Bundesländern gewohnt.

Somit sind für Ihre Beitragszeiten aus der damaligen DDR Entgeltpunkte West vergeben worden. Die Rechtsgrundlage hierfür ergibt sich aus § 256a Sozialgesetzbuch VI.

Hätten Sie am 18.05.1990 den Wohnsitz in den neuen Bundesländern gehabt, wäre die Bewertung Ihrer rentenrechtlichen Zeiten mit Entgeltpunkten Ost erfolgt.

Durch die Vergabe von Entgeltpunkten West entspricht einem Entgeltpunkt der Wert von 28,07 EUR. Die Entgeltpunkte Ost haben zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Wert von 24,92 EUR.

28 Antworten

der letzte ostleram 20.03.2013 | 18:23
wärste mal im osten geblieben
der letzte ostleram 20.03.2013 | 18:23
wärste mal im osten geblieben
Otto N.am 20.03.2013 | 19:07
Es zählt einzig und allein die Rechtslage und nicht das, was Sie meinen! Meiner Meinung nach ist die beschlossene 3,29 - prozentige Erhöhung der Ostrenten gegenüber der lächerlichen 0,25 - prozentigen Erhöhung der Westrenten ebenfalls ungerecht. Aber auch meine Meinung muß sich geltendem Recht beugen. (Ob Frau Merkel wohl die Ostrentner für die baldige Bundestagswahl zurückgewinnen möchte? Falls ja, dann dürfte sie wohl einige verärgerte Westrentner verloren haben!)
der letzte ostleram 20.03.2013 | 19:50
nein, ich wähle immer antizyklisch
Frau Sommerfeldam 20.03.2013 | 19:36
Mark Ost und DM-Mark wurden im Verhältnis 1 zu 1 umgestellt. Die Kosten der Wiedervereinigung durften die Westrentner von der Rentenkasse bezahlen. Haben die Politiker kein Sinn für Gerechtigkeit? Die von der Lügen freut sich für die Ost-Rentner. Klar die bekommt auch Beamtenbezüge. Aber die Rentner wählen so und so immer das gleiche und lassen sich alles gefallen. Deshalb können die Politiker auch mit den Renten machen was sie wollen.
Maraam 20.03.2013 | 20:03
Angela jetzt wähle ich dich nicht mehr, die armen Beamten und Angestellten bekommen wieder einen schönen Schluck aus der Pulle vom Steuerzahler.
zeldaam 20.03.2013 | 20:17
Hallo Herr Martin, Sie wissen aber schon, dass der aktuelle Rentenwert (Ost) auch nach der geplanten Rentenerhöhung immer noch geringer ist, als der aktuelle Rentenwert (West) ??? Ab 01.07.2013 soll wohl gelten: 1 EP (Ost) = 25,74 Euro 1 EP( West) = 28,12 Euro. Bitte lesen Sie sich die Pressemitteilung bis zum Ende durch: http://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/rentenan… Abgesehen davon glaube ich nicht, dass alle Ihre Entgelte einheitlich behandelt werden. M. E. wird Ihnen eine sogenannte Mischberechnung durchgeführt: 1. Entgelte aus DDR- Zeiten werden "hochgewertet" 2. Hochgewertete Entgelte durch den Durchschnittsverdienst aller Versicherten = EP(Ost) 3. EP(Ost) X aktuellen Rentenwert (Ost) = "Teilrente (Ost) 4. Entgelte in den alten Bundesländern (bei Ihnen ab Übersiedlung) durch Durchschnittverdienst aller Versicherten = EP(West) 5. EP(West) x aktuellen Rentenwert (West) = "Teilrente (West) 6. Teilrente(Ost) + Teilrente (West) = Bruttorente Sofern Sie eine Rentenauskunft vorliegen haben , können Sie dies insbesondere in der Anlage 1 und 6 nachvollziehen. MfG zelda
Nichtwähleram 21.03.2013 | 08:05
Ich rufe hiermit jeden West Rentrner zum Wahlboykott auf ! Ich werde jedenfalls meine Henker nicht selbst wählen...
najaam 21.03.2013 | 08:08
Und was erreichen Sie damit? Wenn der 'Klügere' immer nachgibt regiert der 'Dumme'!
najaam 21.03.2013 | 07:26
Ja, dafür dass Sie 23 Jahre mit polnischem Bienenfleiß und mongolischer Mikrotechnik am Aufbau des Sozialismus mitgeholfen haben gebührt Ihnen Dank und Anerkennung, aber: Da Sie das Arbeiter- und Bauernparadies bereits 1989 (also vor dem 18.05.1990) verlassen haben und vmtl. beim Klassenfeind im Westen ansässig geworden sind haben Sie: 1. Ihre DDR-Alu-Chips in der Rentenkasse West gutgeschrieben bekommen, dies 2. sogar entsprechend aufgewertet und 3. bereits mit Entgeltpunkten (ohne Ost) bewertet bekommen! Im Rentefall stehen Sie also heute schon besser da, als die Helden der Arbeit, welche damals 'zu Hause' geblieben sind!
B´sonam 21.03.2013 | 11:28
Zitat von Knut Rassmussen anzeigen
Wieder ein Beitrag, wo ich den "Gefällt mir" Button drücken möchte ;-)
...am 21.03.2013 | 10:39
Un wovon träumen Sie nachts? Klar is München, Frankfurt, Hamburg teur ... aber eben auch teurer als Bielefeld, Osnabrück oder Paderborn und nicht nur teurer als Dresden, Leipzig oder Rostock Und was ist an den Lebenshaltungskosten im Osten günstiger? (Benzin?,Strom?, Wasser?, Lebensmittel?) ... manche Leute denken nicht mal bis zum Tellerrand.
Realistam 21.03.2013 | 10:45
Nicht zu vergessen: Die DDR war bei der Wiedervereinigung bankrott ! Gasgerd hat im Jahr 2000 den Russen die Altschulden an die DDR über 17 Milliarden Euro einfach erlassen. (Putin und die lästige Schuldenfrage)
Wähleram 21.03.2013 | 11:28
Zitat von ... anzeigen
Ich bin dabei, obwohl ich noch kein Rentner bin, mir aber diese Rentenerhöhung an meiner bisher erreichten Rente auch abgeht und ich die Ungerechtigkeit in Deutschland nicht mehr ertragen kann, denn im Osten sind die Mieten und Lebensunterhaltungskosten weitaus geringer als im Westen und ich muss mich fragen für was ich bisher mit meinem Arbeitgeber über 200.000 Euro in die Rentenkasse einbezahlt habe!
Un wovon träumen Sie nachts? Klar is München, Frankfurt, Hamburg teur ... aber eben auch teurer als Bielefeld, Osnabrück oder Paderborn und nicht nur teurer als Dresden, Leipzig oder Rostock Und was ist an den Lebenshaltungskosten im Osten günstiger? (Benzin?,Strom?, Wasser?, Lebensmittel?) ... manche Leute denken nicht mal bis zum Tellerrand.
Da ich nicht Träume und mit offenen Augen durch das Leben gehe und Verwandte im Osten habe weiß ich, von was ich spreche. Zudem war ich vor Kurzem im Osten und habe Urlaub gemacht und die Lebensmittelpreise sind eindeutig viel geringer als im Westen von anderen Teilen abgesehen!
Knut Rassmussenam 21.03.2013 | 11:08
@ realist Was ist die BRD heute? Die meisten DDR-Schulden entstanden in den letzten Monaten ihrer Existenz. Über das heutige Banken-pushen will ich nicht reden. @ Mara Auch Beamte und Angestellte zahlen Steuern. @ Westrentner Aber über die Nullrunden, als es eigentlich Minusrunden hätte geben müssen, haben Sie sich gefreut? @ alle Schön, dass es immer jemanden gibt auf den man neidisch sein kann, oder auf dem man rumhacken kann. Beamte, Ostrenter, Westrentner, Dortmund, Schalke, Nazis, Moslems. Darüber vergessen manche, warum bestimmte Dinge eben so sind wie sie sind. Z.B. lieber Wähler haben Sie und ihr Arbeitgeber 200000 EUR gezahlt, damit auch jemand, der mit 35 erwerbsgemindert ist, eine Rente erhalten kann. Es ist schon fast ein Mantra - Versicherungen funktionieren nun mal so. Risikominimierung durch Gruppenbildung. Und bitte stimmen sie nicht in das menschenverachtende FDP-Gewinsel von der Eigenverantwortung ein. Das klappt nicht. Kein Mensch kann alle Lebensrisiken allein absichern. Also muss man eben erdulden, das die eigene Rente eventuell ein "Verlustgeschäft" war. Aber he, wenn Sie dieses Geld selber hätten anlegen dürfen, dann wären Sie ja schon Millionär. Mit einem schicken Portfolio aus griechischen und isländischen Staatsanleihen, zyprischem Tagesgeld und Gold. Empfohlen von der Bank ihres Vertrauens.
Realistam 21.03.2013 | 11:35
Wenn Sie schon auf diese unabdingbare Solidargemeinschaft abheben, sollten Sie aber auch erwähnen, daß die nur eine Gruppe der Gesellschaft finanziert. Beamte, viele Freiberufler und Selbständige halten sich da einfach raus. Und übrigens finazieren wir Arbeiter und Angestellte nicht nur die Sozialsysteme für alles Schwachen und Beladenen in der BRD, sondern auch noch zusätzlich über die Steuern. Natürlich ist sich die intellektuelle Oberschicht in Deutschland einig, daß wir bald bis 70 arbeiten müssen, weil angeblich sonst die Sozialsysteme zusammenbrechen. Aber selbst reinzahlen kommt für diese Leute natürlich nicht in Frage. Immer schön die Lasten auf uns verteilen.
...am 21.03.2013 | 12:42
Zitat von Wähler anzeigen
Polen ist nicht Deutschland ... das ist lange vorbei. Würde mich mal interessieren wo im Osten es so billig ist. Ich hab da in den letzten Jahren keine Unterschiede feststellen können ... zahl für die zahl im Supermarkt das selbe egal ob Ost oder West. Ich hoffe Sie vergleichen jetzt nicht München mit Kleinkleckersdorfs in der Lausitz. Klar is ein Bäcker in einer Großstadt meist teurer als auf dem Dorf, aber das hat nix mit Ost und West zu tun. Und wenn Ihr WestBäcker zu teure Bröttchen backt, kann ja der Ostbäcker nix dafür, der verdient ja "leider" auch weniger. Aber das gleicht sich ja hoffentlich noch in diesem Jahrhundert an.
Wolfgang Martinam 21.03.2013 | 16:03
Hallo,(von Experte/in Experten-Antwort ), vielen dank. Mehr wollte ich nicht wissen und meine frage haben sie als einziger plausibel erklärt und somit beantwortet. Ich denke wir können diese Diskussion beenden. Vielen Dank auch an die Teilnehmer die dazu was zu sagen hatten, aber nicht konnten!
zeldaam 21.03.2013 | 18:25
Sehr geehrte Experten, ich muss Ihnen widersprechen: Die einschlägige Rechtsvorschrift ist nicht der § 256 a sondern § 259 a SGB VI. Die Regelung des § 259 a SGB VI gilt allerdings nur für Versicherte, die vor dem 01.01..1937 geboren sind. Aufgrund der Angaben von Herrn Martin ( Beschäftigung von 1966 bis 2012 ) vermute ich aber eher, dass dieser nicht vor dem 01.01.1937 geboren wurde und somit seine Beitragszeiten im Beitrittgebiet auch mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden (eben nach § 256 a SGB VI) MfG zelda
Wolfgang Martinam 21.03.2013 | 18:42
Hallo zelda, nun bin doch etwas verwirrt. Was ist nun richtig. Habe mir die einschlägigen §§en durchgelesen, nicht so recht schlau geworden. Bin jahrgang 1949 und bis 05.11.89 Ost und ab 10.12.89 bis 31.12.2012 West. Und ab 01.01.2013 Altersrente. Gruß W.Martin
zeldaam 21.03.2013 | 20:41
Hallo Herr Martin, nach nochmaliger Recherche muss ich meine Antwort revidieren. Im Ergebniss hat der Experte Ihnen die zutreffende Antwort gegeben, m.E. jedoch bei der Nennung der Rechtsgrundlage etwas "danebengehauen". Zutreffend ist für Sie der § 254 d SGB VI. Danach werden nach Absatz 1 grundsätzlich für Beschäftigungszeiten im Beitrittsgebiet Entgeltpunkte (Ost) ermittelt. Diese Entgeltpunkte (Ost) werden mit dem aktuellen Rentenwert(Ost) vervielfacht und werden entsprechend angepasst. Für Sie gilt jedoch die Ausnahmevorschrift des Absatzes 2 des § 254 d. Danach werden aus Ihren Beitragszeiten (Ost) bis zum 05.11.1989 keine Entgeltpunkte (Ost) zugeordnet, da Sie Ihren Wohnsitz am 18.05.1990 bereits in den alten Bundesländern hatten. Sie haben somit für Ihre gesamte Tätigkeit "Ost" + "West" Entgeltpunkte und keine Entgeltpunkte (Ost) erhalten. Diese Entgeltpunkte für Ihre Zeiten bis zum 05.11.1989 werden somit ebenfalls mit dem (auch nach der diesjährigen Rentnenanpassung immer noch höheren) aktuellen Rentenwert "West" vervielfacht. Im Ergebnis wäre es für Sie somit eher negativ, wenn Ihre Beitragszeiten "Ost" mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden würden, da der aktuelle Rentenwert (Ost) auch nach der diesjährigen Anpassung um 3,29 % immer noch geringer als der aktuelle Rentenwert "West" ist. MfG zelda
Hermann Bredenfeldam 22.03.2013 | 12:42
Eine interessante Nachricht kam heute durch: Die Zyprische Regierung versucht ihre momentane Haushaltskrise auch so zu beheben, indem sie die Rentenkasse anzapft. Man sieht, der Rückgriff auf die Rentenkasse zur Behebung staatlicher Notlagen durch die Politik hat System und ist nicht nur auf deutsche Politiker beschränkt. Umso mehr sollte man dies bei der Planung seiner Altersvorsorge berücksichtigen.
Wolfgang Martinam 22.03.2013 | 14:05
Hallo zelda, nochmals vielen Dank für ihre Antworten. Nun bin ich soweit zufrieden und hatte eben auch ein bisschen Glück vor dem 18.05.90 in die "alten Bundesländer" gekommen zu sein. Gruß W.Martin
Wutbrummeram 24.03.2013 | 16:20
Zitat von ... anzeigen
Ich bin dabei, obwohl ich noch kein Rentner bin, mir aber diese Rentenerhöhung an meiner bisher erreichten Rente auch abgeht und ich die Ungerechtigkeit in Deutschland nicht mehr ertragen kann, denn im Osten sind die Mieten und Lebensunterhaltungskosten weitaus geringer als im Westen und ich muss mich fragen für was ich bisher mit meinem Arbeitgeber über 200.000 Euro in die Rentenkasse einbezahlt habe!
Un wovon träumen Sie nachts? Klar is München, Frankfurt, Hamburg teur ... aber eben auch teurer als Bielefeld, Osnabrück oder Paderborn und nicht nur teurer als Dresden, Leipzig oder Rostock Und was ist an den Lebenshaltungskosten im Osten günstiger? (Benzin?,Strom?, Wasser?, Lebensmittel?) ... manche Leute denken nicht mal bis zum Tellerrand.
natürlich, seit die Ruinenähnlichen Wohneinheiten mit Westgeld bewohnbar gemacht wurden, können auch dies wieder mit normalen Mieten rechnen. Aber was nützt das alles?
Johannes der Säuferam 24.03.2013 | 18:35
Alles schön und gut. Doch im Endeffekt wird sich nichts daran ändern. Denn im Endeffekt tut, außer hier klagen, keiner was dagegen. Und am wenigsten von denjenigen, die hier am lautesten schreien und klagen. Wie heißt es so schön: Die Hunde bellen aber die Karwane zieht weiter oder so ähnlich.
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