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Experten-Antwort

Rentenausgleich

von Franz Janssen07.11.2021 | 13:02
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo, ich hatte den Wunsch am 01.07.2023 nach 45 Berufsjahren (Jahrgang 1959) in Rente zu gehen. Dazu bin ich zu einem Rentenberater. Der hat mir einen Rentenanspruch von 2017,45 Euro monatlich nach Abzug von KV, ZB und PV ausgerechnet. Jetzt müsste ich noch die Steuern abziehen. Das ist ziemlich wenig. Zusätzlich bekomme ich zwar noch eine Betriebs- und Riesterrente, aber die macht den Kohl auch nicht fett. Jetzt überlege ich, ob ich nicht doch bis zum 01.07.2025 arbeiten gehen soll und die gesetzliche Rente dadurch natürlich höher ist. Oder gibt es eine Möglichkeit mit freiwilligen Einzahlungen die gesetzliche Rente zu erhöhen? Ich würde schon gerne auf 80 bis 85 % meines jetzigen Nettoeinkommen bei der gesetzlichen Rente kommen.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo, Franz,

bei der genannten Netto-Rente dürften Sie über eine Bruttorente von ca. 2270 EUR verfügen.

Wenn sie 2 Jahre länger arbeiten, können Sie pro Kalenderjahr ca. 70 EUR brutto dazu bekommen (also in 2 Jahren rund 140 EUR). Das setzt allerdings voraus, dass Ihr Einkommen im Kalenderjahr über jeweils mind. 85200 EUR (West) beträgt. Ist es niedriger, sind die Werte ins Verhältnis zu setzen.

Sollten Sie dazu noch Sonderzahlungen zum Ausgleich von fiktiv ermittelten Rentenabschlägen leisten wollen, hängt es davon ab, wie hoch der Abschlag max. wäre und in wie weit die Bereitschaft vorliegt zusätzliche Sonderzahlungen zu leisten. Als Faustregel gilt. 100 EUR brutto mehr Rente durch Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen kosten Sie ca. 24000 EUR. Siehe überschlagenes Beispiel von „KSC“.

Ziehen Sie dazu evtl. einen Steuerberater zu rate, um feststellen zu können in wie weit dadurch für Sie auch steuerrechtliche Vorteile entstehen können, ferner dies Auswirkungen auf eine Amortisationszeit hat.

Wenn es also bis zum Rentenbeginn gut läuft und sie das max. ausschöpfen würden, sich Ihr Einkommen im genannten Bereich bewegt, könnten Sie beim späteren Rentenbeginn 07/2025 ca. 400 EUR brutto mehr erhalten (was in einer Beratung bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV berechnet werden würde). Davon wären noch KV und PV-Beiträge sowie ggf. Steuer abzuziehen.

Ob Sie dann bei 80-85% landen, können Sie dann selbst ermitteln. Ferner, ob sich der finanzielle Aufwand für Sie persönlich lohnt, liegt dann in Ihrem eigenen Ermessen.

Deutsche RentenversicherungSie möchten persönlich beraten werden?Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung

6 Antworten

Gerdaam 07.11.2021 | 14:41
"Ich würde schon gerne auf 80 bis 85 % meines jetzigen Nettoeinkommen bei der gesetzlichen Rente kommen." Wer nicht ? Aber wie weltfremd kann man eigentlich sein ? Es ist doch allseits bekannt, dass es durchschnittlich ca. 50 % des letzten Nettokommens geben kann. Da hätte man vorher bequem vorsorgen können, bei dem Einkommen. Oder in den Beamtenstand gehen, dort gibt es solche Pensionen. Auch wenn es der Weekend-Troll ist, war es mir ein Anliegen.
Zorroam 07.11.2021 | 14:27
Aber auch die Höhe der Steuerpflicht geht dann weiter nach oben.
Wolfgangam 07.11.2021 | 14:26
Sei froh, dass du so eine Rente bekommst!
Jonnyam 07.11.2021 | 17:10
Hat Ihnen der Rentenberater denn nicht Folgendes vorgeschlagen? Wenn Sie Anfang 2022 beantragen, für eine Altersrente für langjährige Versicherte ab MAI 2022 mit 11,4% Abschlag diesen durch Beiträge nach § 187a SGB VI ausgleichen zu wollen, können Sie einiges an Geld anlegen. Ich tippe bei einer Bruttorente von 2300 € (ohne Abschläge) mal auf rd. 64.000 €. Sie können dann diesen Betrag einzahlen und dennoch erst ab JUL 2023 die abschlagsfreie Altersrente (auch für die gezahlten Ausgleichsbeiträge) erhalten. Da kommen Sie Ihrem Ziel jedenfalls schon näher.
KSCam 07.11.2021 | 18:06
.....und wenn Sie dann die ungefähr 64.000 € gezahlt haben ist die spätere Monatsrente um etwa 250 € höher. Ob Sie dann bei 85% Ihres Nettos liegen, können Sie sich leicht ausrechnen. Ebenso leicht können Sie errechnen wie alt Sie werden müssen bis Sie die ausgegebenen 64.000 € durch die um 250 € höhere Monatsrente wieder eingespielt haben. Wenn Sie ein Rechenfuchs sind, beziehen Sie noch Steuer und Krankenversicherung in Ihre Rechnung ein. Denn möglicherweise sparen Sie beim Einzahlen Steuern (Steuerberater fragen!) - dann zahlen Sie mit der höheren Rente aber auch wiederum höhere Steuern (wieder Steuerberater fragen) und ggfls mehr an KV und PV. Schönen Abend
Nobodyam 07.11.2021 | 19:12
Wenn ich richtig informiert bin, dann bekommen maximal ca. 100.000 Rentenbezieher in Deutschland eine Rente über 2.000 Euro brutto. Das von Ihnen gewünschte Rentenniveau erzielen nur Rentner in den Niederlanden, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich oder Portugal.
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