Den Ausführungen von „Schießl Konrad“ kann ich mich anschließen. Ihre Renteninformation ist eine individuelle Darstellung der erreichten Ansprüche mit einer fiktiven Hochrechnung bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze. Sie gibt keine Aussage über die Absenkung des Rentenniveaus bis zum Rentenbeginn und soll lediglich helfen ihre eventuelle Versorgungslücke besser zu bestimmen.
Aufgrund der vielfältigen und tiefgründigen Reformen der vergangenen 20 Jahre, welche anlässlich des demografischen Wandels nötig waren, kommt es schrittweise zur Absenkung des Rentenniveaus. Verantwortlich sind verschiedene Dämpfungsfaktoren für die Berechnung des aktuellen Rentenwertes.
So werden die Rentner nicht im vollem Umfang an der Entwicklung der Bruttolöhne beteiligt weil Nachhaltigkeitsfaktor (Verhältnis Rentenempfänger zu Beitragszahlern), Veränderungen im Beitragssatz zur Rentenversicherung, Nachholfaktor (unterbliebene Absenkungen des Rentenwertes werden in den Folgejahren nachgeholt) und Altersvorsorgefaktor (Anteil für private Altersvorsorge) die Lohnsteigerungen beeinflussen.
Für statistische und sozialpolitische Zwecke hat man den so genannten „Eckrentner“ gebildet. Dieser hat 45 Jahre mit durchschnittlichen Einkünften und dient dazu bevorstehende Entwicklungen abzuleiten.
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass sich das Rentenniveau in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verringert. Das Ausmaß kann man nur schätzen und aktuelle Berechnungen gehen davon aus, das es eine Absenkung von etwa 15 Prozent sein werden. Um diese Lücke zu schließen hat man unter anderen die Riesterrente eingeführt. Nutzen Sie die Gelegenheit für ein ausführliches Beratungsgespräch bei Ihrer Rentenversicherung. Die Mitarbeiter helfen Ihnen auch neutral bei der Bestimmung ihrer Versorgungslücke.