Ihre-Vorsorge Logo
oder
Stellen Sie eine Frage
Zurück

Rentenversicherung nach Ende von ALG I

von Klaus28.05.2008 | 10:08
2167 Ansichten
16 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Zur Moderatoren-Antwort springen
Ich bin Jahrgang 1958 und beziehe bis Mitte September 2008 noch Arbeitslosengeld I. Falls ich bis dahin keinen neuen Arbeitsplatz gefunden habe, würde ich zunächst kein Arbeitslosengeld II erhalten, denn meine Vermögensreserven liegen derzeit über dem Schonvermögen. Ich kann ja bei der Agentur für Arbeit trotzdem als arbeitssuchend gemeldet bleiben (ohne Leistungsbezug), vorausgesetzt ich stehe der Arbeitsvermittlung und den sonstigen Maßnahmen der Agentur für Arbeit zur Verfügung. Wenn ich richtig informiert bin, zahlt die Agentur aber in dieser Zeit keine Rentenversicherungsbeiträge für mich, trotzdem sollen diese beitragslosen Zeiten aber irgendwie für die Rente angerechnet werden. Ist das korrekt ???? Meine Fragen: 1) Wenn ich mich komplett von der Agentur für Arbeit abmelde, weil ich der Arbeitsvermittlung mehrere Monate nicht zur Verfügung stehe möchte (längere Reise), kann ich dann, um Beitragslücken in der Rentenversicherung zu vermeiden, selbst Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? 2) Werden diese freiwilligen Beiträge genauso bewertet wie Pflichtversicherungsbeiträge, oder gibt es hierbei irgendwelche Nachteile, z.B. in bezug auf den Anspruch auf Rente wegen eventueller Erwerbsminderung u.s.w. ??? 3) Wie hoch ist der monatliche Mindestbeitrag? 4) Da mein ALG I - Anspruch ja in der Monatsmitte (September 2008) endet, wird die Agentur für Arbeit dann für diesen Monat trotzdem noch Beiträge zur Rentenversicherung abführen oder müsste ich für September 2008 schon selbst einzahlen??? Herzlichen Dank im voraus für die Antworten ???

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Wenn sie beim Arbeitsamt als arbeitssuchend gemeldet bleiben und wegen eines zu hohen Vermögens eine Leistung nicht gezahlt wird, ist diese Zeit als Anrechnungszeit zu berücksichtigen. Diese Monate zählen für die Erfüllung der Wartezeit für eine Rente vor Erreichen der Regelaltersgrenze. Eine eigene rentenrechtliche Bewertung erhalten diese Zeiten nicht, spielen aber für die Bewertung von anderen beitragsfreien Zeiten (z. B. Schulausbildung) oder beitragsgeminderten Zeiten (Monate, die nicht voll mit Beiträgen belegt sind) eine Rolle.

Für Lücken im Versicherungskonto können grundsätzlich freiwillige Beiträge gezahlt werden, um diese aufzufüllen. Der Mindestbeitrag beträgt z. Zt. 79,60 Euro monatlich. Die Beiträge müssen bis spätestens 31.03. des Folgejahres für das geltende Jahr gezahlt werden.

Die Bewertung dieser Beiträge bei der Rentenberechnung ist wie bei Pflichtbeiträgen. Wir empfehlen Ihnen aber, sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle hierzu beraten zu lassen ob die Zahlung von freiwilligen Beiträgen sinnvoll oder für die Aufrechterhaltung eines möglichen Anspruchs auf eine Rente wegen Erwerbsminderung sogar zwingend erforderlich ist oder nicht!

Der Monat September ist durch die Zahlung von Beiträgen aufgrund des Arbeitslosengeldbezuges bis zur Mitte des Monats belegt. Hier ist eine freiwillige Zahlung nicht erforderlich.

15 Antworten

Wolfgangam 28.05.2008 | 10:48
Hallo Klaus, 1. ja 2. nein Zur Sicherung des Anspruchs auf die Rente wegen Erwerbsminderung zählen sie bei Ihnen nicht (zu jung, für 'alte' Übergangsregelungen). 3. 79,60 EUR mtl. (mtl. Rentenzuwachs: 35 Cent für einen Beitrag) 4. Angefangen Monate zählen in der Rentenversicherung als ganze Monate, September 2008 ist ein ganzer Pflichtbeitragsmonat (zusätzliche freiwillige Versicherung gar nicht möglich). Wichtig wäre schon, nach Auslaufen ALG weiterhin arbeitslos gemeldet zu bleiben, erhält den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente - der sonst nach 2 Jahren 'Lücke' erstmal weg wäre. 1/2 Jahr Urlaub mit anschließenden weiteren Versicherungszeiten wäre kein Problem. Gruß w.
Frank Morrisam 28.05.2008 | 11:07
Ob eine " längere Reise " in Anbetracht ihrer beruflichen Situation passend ist, müssen sie ja selbst wissen... Ich an ihrer Stelle würde mich erstmal um Arbeit und Einkommen bemühen und könnte nicht ruhig einen mehrmonatigen Urlaub machen.... Die anderen Punkte wurden ja schon komplett beantwortet.
Sozialamtam 28.05.2008 | 13:40
So machen wir das !!! Wenn es später nicht reicht kommt Ihr alle zu mir!!!
Rosannaam 28.05.2008 | 13:36
Buckeln tut @Klaus doch sowieso nicht (mehr). Und einfach so - weil man im Urlaub verreisen möchte ("Urlaub" hat er ja schon die ganze Zeit seit dem ALG I -Bezug!) - den Rentenanspruch auf´s Spiel zu setzen?? Ich weiß nicht, ob sich das in einigen Jahren/Jahrzehnten dann tatsächlich rechnet. Nämlich dann, wenn er vom vielen Arbeiten erwerbsgemindert wird und keinen Rentenanspruch hat...
Mitleseram 28.05.2008 | 13:51
Jahrgang 1958, d.h. Sie sind gerade mal fünfzig! Ich bin beindruckt. Und der Arbeitsmarkt gibt nichts her für Sie, keine Weiterbildung, keine Umschulung? Ich bin Jahrgang 1946 und habe Arbeit. Ich habe mich immer weitergebildet. Auf eigene Kosten. Fortbildung ist keine Bringschuld von Arbeitgebern. Gruß an den Sachbearbeiter bei der Bundesagentur.
Leben !am 28.05.2008 | 13:28
Ich an Ihrer Stelle würde sofort die Koffer packen und eine mehrmonatige Reise antreten. Jetzt können sie das noch machen, später sind sie vielleicht zu krank dazu. Im ganzen Leben darf nicht immer nur die Arbeit im Mittelpunkt stehen. Auch wenn wir Michel alle dazu getrimmt wurden und werden. Da Leben kann schneller vorrüber sein als man denkt. Oder wollen sie drauf spekulieren dass auf Ihrem Grabstein steht: "Hat immer fleißig gebuckelt, auf alles verzichtet und alles vererbt". Danke Opa ! Leben !
Oskar L.am 28.05.2008 | 14:18
... oder mich wählen.
schorcham 28.05.2008 | 14:01
Alles relativ, ich bin Jahrgang 1962, inzwichen 80% schwerbehindert, viele Weiterbildungen und Umschulungen und trotzdem arbeitslos. Wer will einem tauben heute schon noch Arbeit geben in der Leistungsgesellschaft ? Lieber reisen und leben solange man das noch machen kann. Wer heute Erwerbsgemindertenrente mit meinem Jahrgang kriegt, der ist garantiert so kaputt dass er nix mehr machen kann. Also lieber vorher machen als sich später Vorwürfe zu machen hätte ich bloß, hätte ich bloß als es noch ging..... schorch
schorcham 28.05.2008 | 14:15
Ach noch was, ich hatte zwei Hörstürze, einen rechts und einen links. Danach war ich komplett taub. Woher ? Vor Arbeitsstress !!!! Der Dank dafür: "Auf Wiedersehen" Und der Staat läßt Leute wie mich inzwischen einfach hängen. Krank geschuftet für Deutschland. Klasse ! Ich kann nur sagen: Lebt so lange es geht, scheißt auf die Rente und schränkt Euer leben wegen der nicht ein, denn die kriegt meine Generation sowieso nicht mehr. schorch
Sozialamtam 28.05.2008 | 14:27
schorch - was hast du gemacht?
schorcham 28.05.2008 | 14:31
Informatiker/Programmierer, wegen dem schrecklichen Tinnitus danach war Ende. Konzentration weg, regelmäßiger Schlaf weg usw. Inzwischen sechs Operationen hinter mir wo einiges versucht wurde, 2 Rehas, hat aber alles nichts gebracht. Das zermürbt und macht einen langsam aber sicher psychisch fertig. schorch
Ramonikaam 28.05.2008 | 17:20
Hallo Schorch, Du hast Recht, das Leben kann kurz sein und man muss immer nach vorn sehen. Ich bin Baujahr 1960, vor zwei Jahren, wie aus heiterem Himmel,an einer Sinusvenenthrombose erkrankt und nun folgt eine Fistel OP nach der anderen. Ich finde auch,solange man schufften kann ist man gut genug für alle Beitragsabgaben. Lass den Kopf nicht hängen. Ich bin heut das erste Mal im Forum und muss feststellen, das viele auf sich allein gestellt sind...Schade..
Ramonikaam 28.05.2008 | 17:26
Hallo.... ja Weiterbildung auf eigene Kosten...und was ist wenn man die finanziellen Mittel nicht hat? Leider die Ellenbogengesellschaft... Weiterhin alles Gute!
Rosannaam 29.05.2008 | 10:42
Hallo Ramonika, es tut mir sehr leid für Sie, dass Sie so krank sind. Ihre Aussagen: "Ich finde auch,solange man schufften kann ist man gut genug für alle Beitragsabgaben." und "Ich bin heut das erste Mal im Forum und muss feststellen, das viele auf sich allein gestellt sind...Schade.." kann ich aber nicht verstehen! Zum 1. : Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, SO ist nun mal das Leben. Wie sollte es denn auch anders funktionieren? Wir haben einen Sozialstaat, wo zwar auch Einiges im Argen liegt. Aber immerhin sind wir noch wesentlich besser versorgt als in anderen Ländern, auch in der EU! Von wem als von der arbeitenden Bevölkerung sollte denn dieser Staat existieren??? zum 2. : Diese Aussage verstehe ich absolut nicht! Dies ist ein FORUM, in dem Fragen gestellt werden können zur gesetzlichen RV, Altersvorsorge, Rentenbesteuerung. Wenn jemand meint, hier Mitleid erregen zu müssen, kann er es tun. Wird aber halt wahrscheinlich nicht immer klappen. Wobei es bestimmt schwerere Schicksale gibt und die Betroffenen einem dann auch EHRLICH leid tun! Es ist aber nicht Aufgabe der Forumsteilnehmer, alle Fragenden an die Hand zu nehmen und zu führen! Das muss schon jeder einzelne selbst in die Hand nehmen. Sollte ich Sie mißverstanden haben, lassen Sie es mich wissen. MfG Rosanna.
Ramonikaam 29.05.2008 | 11:10
Hallo liebe Rosanna, du sprichst mir voll aus dem Herzen. Ich hatte auch nie gehofft, dass jemand aus dem Forum, meine Alltagsprobleme lösen kann. Jeder muss das in seine eigene Hand nehmen und das habe ich auch immer getan und weiterhin tun. Ich hoffte, das man in einem Forum vieleicht einen Rat bekommt und gleichzeitig auch anderen helfen kann. Ich bin 60 Baujahr und bis zu meiner Erkrankung 2006 stand ich immer beruflich und privat unter Starkstrom.Meine Wege zu einem Arzt in den 30 Berufsjahren kann man an einer Hand abzählen. Nun bin ich leider erkrankt und wieder muss ich feststellen, das die Ellenbogengesellschaft immer mehr zu nimmt....leider... Dir lieben Rosanne Dank und alles Gute und vieleicht mal noch abund an den Kontakt zum aufbauen.
Deutsche Rentenversicherung
Sie erhalten Antworten von erfahrenen Expertinnen und Experten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Wichtige Hinweise

Ihre Einträge sind öffentlich und können von jedem gelesen werden. Bitte geben Sie daher keinesfalls persönliche Daten an.

Verzichten Sie auf politische Diskussionen. Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum.

Achten Sie auf einen friedlichen und respektvollen Umgang ohne Anfeindungen, Unterstellungen und Provokationen jeglicher Art.

Bleiben Sie beim Thema Rente, Altersvorsorge oder Reha. Bei Fragen etwa zum Arbeitslosengeld, zur Krankenversicherung oder bei Steuerfragen müssen unsere Experten leider passen.

Keine Bewertungen, Empfehlungen oder Beratungen zu einzelnen Produkten, Anlageformen etc. Unsere Experten dürfen grundsätzlich nur allgemein und produktunabhängig beraten.

Bitte beachten Sie die weitergehenden Informationen und Nutzungsbedingungen.

Weitere Links


Interessante Artikel

Informationen, Schwerpunkt-Themen und Interviews zu gesetzlicher Rente, privater wie betrieblicher Altersvorsorge sowie Finanzen und Gesundheit.
Time
13 Minuten

Bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn kann steuerfrei hinzuverdienen, wer im Alter sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Doch wie wirken Job, eigene Altersrente und Hinterbliebenenrente zusammen? In 8 konkreten Fällen zeigen wir, ob Sie mit einem Plus oder einem Minus rechnen können.

Time
8 Minuten

Ein Pflegefall lässt den Finanzbedarf sprunghaft steigen. Doch mit diesen sechs staatlichen Hilfsangeboten und gezielter privater Vorsorge sichern Sie sich vor finanzieller Notlage.

Time
6 Minuten

Länger im Erwerbsleben bleiben und später in den Ruhestand treten: Um dieses Verhalten zu fördern, setzt die Politik viele Anreize. Doch nicht jeder Plan einer „Kombi-Rente" geht finanziell auf, wie sich vor Gericht gezeigt hat.

Time
7 Minuten

Welche Ansprüche Hinterbliebenen zustehen – und wann die angesparten Beträge verloren sein können.

Time
8 Minuten

Ein Prozent vom eigenen Lohn, ein Prozent vom Arbeitgeber: Die neue Kapitalrente soll ab 2028 die gesetzliche Rente ergänzen und Millionen Menschen im Alter besser absichern. Wie das Geld angelegt wird, wer davon profitieren soll – und warum dabei Schweden das große Vorbild für Deutschland ist.

Time
13 Minuten

Schnellere Termine in der Praxis, Chefarztbehandlung im Krankenhaus und attraktive Preise: Mit diese Argumenten locken private Versicherer. Doch da die Entscheidung gegen die gesetzliche Krankenversicherung fast immer endgültig ist, sollte sie sehr genau überlegt sein.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026