Hallo.
Ich bin 29 Jahre und seit dem 01 .03.2019 von der Krankenkasse ausgesteuert.
Ich war vorher wegen Migräne mit persistierender Aura, sowie mehreren psychischen Diagnosen krank geschrieben. Seit dem 09.10.2018 war ich stationär im Krankenhaus wegen Lähmungserscheinungen.
Dort stellten Die Ärzte fest, dass ich am Guillain Barre Syndrom erkrankt bin. Am 30.10.2018 ging es direkt nahtlos in die Anschlussheilbehandlung. Dort verbrachte ich gelähmt ab Brust abwärts, sowie Lähmungen in den Händen, genau 14 Wochen.
Am 01.02.2019 wurde ich nicht geheilt entlassen.
Ich bemühte mich sofort um Physiotherapie, einen Neurologen Termin bekam ich auch schnell.
Der Mdk der Krankenkassen begutachtete vorerst Pflegegrad 4 und der Schwerbehindertenausweis der vorher auf 50 Gdb ohne Merkzeichen vor Gbs ausgestellt wurde, wurde ersetzt durch 100 Gdb mit Merkzeichen (H, G und aG).
Derzeit absolviere ich in einer Physiotherapie Praxis 3x die Woche jeweils Doopelstunden Krankengymnastik, so viel hatte ich nicht mal in Reha!
Damit bin ich aber auch sehr ausgelastet und erschöpft nach den Einheiten. Von Schmerzen keine Rede.
Es geht voran, zwar sehr sehr langsam aber ich kämpfe jeden Tag. Mittlerweile schaffe ich es mit festhalten zu stehen oder kurze Schritte am Rollator zu gehen.
Mein Arbeitsverhältnis wurde bisweilen nicht gekündigt, durch die Aussteuerubg der Krankenkasse beziehe ich derzeit Alg 1, durch Nahtregelung.
Die Agentur für Arbeit hat mich am 30.03.2019 dazu aufgefordert einen Antrag auf medizinische Reha oder einen Rentenantrag zu stellen und direkt mit Sanktionen gedroht, sollte ich dieser Aufforderung nicht nachkommen.
Daraufhin rief ich bei der Afa an um zu fragen wo ich einen Antrag auf Erwerbsminderung bekomme.
Die nette Dame am Telefon sagte, ich könne den beigefügten Antrag auf Reha umändern auf Antrag auf Rente, was ich auch tat.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, natürlich gehe ich in Reha wenn dies auch Sinn ergibt. Jedoch komme ich gerade erst aus 14 Wochen Reha Plus Krankenhaus davor!
Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt, bekam ich ein Attest in dem hervorgeht, dass eine medizinische Rehabilitation in meinem Fall derzeit absolut medizinisch nicht nötig ist und der Verlauf bzw die Prognose derzeit abzuwarten ist.
Er sagt das ist absoluter Verwaltungsquatsch.
Reha gerne bitte, aber auch dann wenn sie nötig wird und nicht 3 Monate nach der letzten.
Gesagt getan, somit habe ich die Rentenkasse angeschrieben.
Denen die Sachlage geschildert, das Attest sowie alle nötigen Befunde zukommen lassen. Das Attest mit geschickt und sogar ein Schreiben vom Mdk, der ebenfalls sagt, eine Reha ist derzeit absolut nicht angezeigt und unnötig.
Ebenfalls bekamen sie von mir 100 Seiten Antragspaket für Erwerbsminderungsrente.
Eine reha klinik hat mir schon einen Termin genannt. Da hab ich angerufen und denen das kurz geschildert. Alles ok soweit.
Ach und aus Angst vor Sanktionen seitens Arbeitsamt, denen hab ich schriftlich alles erläutert mit dem Attest vom Arzt.
Letzte Woche bekam ich dann ein Schreiben von der Rentenkasse, dass die meinen Fall wegen Rente bearbeiten. Kein Wort von Reha mehr.
Heute lag wieder ein Brief im Briefkasten von der besagten reha klinik, wegen Termin Verschiebung.
07.06, eine Woche später als geplant.
Sind die eigentlich alle borniert????
Entschuldigung für den Ausfall, aber ich hab es langsam satt.
Ich mach und tue wirklich alles um wieder laufen zu können, um Gefühl in den Händen und Beinen zu bekommen. Mich kostet der ganze Aktenverschick Unmengen an Geld und Zeit, die ich für Krankengym. Benutzen sollte.
Vor dieser 14 wöchigen reha war ich schon einmal wegen Psyche und Migräne in Rehabilitation.
Ganze 4 Tage habe ich ausgehalten und bin dann Au entlassen worden, weil ich nicht reha fähig war. Ich konnte da nichts essen. Essen in Essenssäälen macht mir Panik.
Ich kann auch nicht an Gruppen Therapien teilnehmen. Ich hab das in der 14 wöchigen reha nur geschafft, weil ich das Einzelzimmer mit 135 Euro am Tag selber bezahlt habe und da essen durfte.
Gruppen Therapien wurden bei mir weitestgehend vermieden wegen der psychischen Erkrankungen.
Ich hab mich da ruhig stellen lassen.
Mit dem Ergebnis 14 Wochen durchzuhalten ohne laufen zu können.
Wie oft soll ich bitte noch in reha???
Ich habe noch Arbeit!
Mir ist der Grundsatz Rehabilitation vor Rente klar, jedoch war ich doch gerade erst!
Wie schon erwähnt bestätigt mein Arzt das ebenfalls. Er sagt eine reha in meinem Fall würde Sinn ergeben, wenn ich gut am Rollator laufe und davon weg kommen möchte.
Was mach ich jetzt?
Wie gesagt Erklärung an Rente mit Attest ist schon weg. Arbeitsamt hat nichts geschrieben darauf und weiterhin alg 1 gezahlt.
Vielen Dank im voraus.