Hallo Stefan,
Hinweis an die Red. an dieser Stelle: nach Einkürzen des Textes/Quoting sehe ich in der "Vorschau" nur eine weißes leeres Fenster. Link dazu im (selben) Fenster:
https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_…
---
> Was halten Sie von folgendem Text : (...) bei einer unserer zahlreichen Beratungsstellen (...)
Oh, hat da der Bundesrechnungshof nicht schon mal 'gezetert', wegen der _zahlreichen_ Beratungsstellen der DRV ?! *g
Zunächst, ich muss gestehen, ich lese mir die Anschreiben schon lange nicht mehr wirklich durch, grinse vielleicht gelegentlich über immer noch typisch amtsdeutsche Redegewohnheiten beim Überfliegen und nehm mehrmals im Jahr zur Kenntnis, dass sich die Textbausteine geändert haben, neue hinzugekommen sind. (Auf einem, der (mir) sauer aufstößt, gehe ich am Ende kurz ein.)
Aber der Gedanke des Verweises auf die kostenfreien Beratungsstellen sehr weit vorne platziert - im Kontext mit der doch schwierigen/komplizierten Materie Rente und den möglichen Unsicherheiten bei der Beantwortung der leider vielen Fragen - könnte fruchten. Und "kostenlose Beratungsstellen" natürlich in fett (Eye-Catcher ;-) Man muss die Vielzahl der Unsicheren (aber auch die, die meinen, alles zu wissen/zu können), dazu 'verführen', diese Anfragen möglichst effizient dort zu erledigen zu lassen, wo es hingehört.
In diesen Gremien sitzen doch auch nur Menschen ...sollen die doch einfach mal das, was dort ausgebrütet wird, in die eigene Familie/Verwandtschaft mitnehmen und den Vorabtest machen, ob das verständlich/eindeutig ist/was will die DRV von mir will/wo bekomme ich Hilfe, bevor ich in dem vielen Text/Papier absaufe. Von Fachidioten vor- und nachgelesen (ich schließe mich da nicht aus ;-), ist so was von unergiebig ...Gedanke: laden Sie Hundert Versicherte, willkürlich ausgewählt, ein, legen den die Texte/Vordrucke vor und gewinnen Sie daraus die notwendigen Erkenntnisse (Danke, nur 'ne schlichte Buchprämie für die Idee nehme ich aber nicht an ;-)
Beratungsstellen ...das 'unsere' (also Ihre ;-) stört mich so ein wenig. Es gibt ja auch noch 'die Anderen'.
> " Wir empfehlen Ihnen eine kostenlose persönliche Beratung bei einer unserer zahlreichen Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen. Sie werden dort von Experten beraten und die Anträge werden mit Ihnen zusammen ausgefüllt. "
> (...) kostenlose persönliche Beratung (...) Geht in diesem Falle eine Beratung anders als persönlich ? Wieder ein Füllwort und der Text wird lang und länger ;-)
> (...) Beratung bei einer unserer zahlreichen Beratungsstellen (...)
Vielleicht so: ... bei der nächsten Beratungsstelle zur Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen. Am Ende des Schreibens haben wir die Beratungsstellen aufgelistet.
Hm, vielleicht doch nicht am Ende, wenns gleich am Anfang interessiert.
Letztendlich würde ein Absatz überhaupt reichen: "Gehen Sie mit diesem Schreiben und den 150 Anlagen zur nächsten Beratungsstelle, das kostet Sie nichts und erhöht gleichzeitig Ihre Rente" - ich glaube, das trifft den Kern ;-)))
Kleine Anekdote von gestern - Berufsausbildung natürlich:
"Hallo Frau Kollegin,
(Verwaltungsangestellte öD, also eigentlich mit gutem Grundwissen für Vordrucke und so)
dann zeigen Sie mal alle Papiere her. Sieht ja schon ganz gut aus, sogar den eigenen Namen gewusst.
(es war wirklich tipptopp ausgefüllt, sämtliche Fragen zum Beitrittsgebiet und Ausland verneint - eben gründlich, was zählen da textliche Sprungmarken - bis auf ...Blick in den VV, logischerweise kleine Entgelte am Anfang ohne Kennzeichnung).
Ohne eine Lehre haben Sie hier aber nicht angefangen?!
("ja hab ich, ja und?" - verstecktes Augenrollen setzt wie immer ein - bei mir, kurzes Rascheln bis Ziff. 9, Augenrollen unversteckt).
UND WARUM HABEN SIE DANN DIE FRAGE NACH EINER BERUFSAUSBILDUNG VERNEINT ?? (nein, ich spreche dabei leise ohne jegliche Häme)"
Antwort: "Wieso, die wollen doch nur die Lücken wissen (Schulausbildung fehlte), der Rest bis heute ist doch drin, da habe ich gleich alles mit 'nein' angekreuzt"
Stefannn ...soll man in diesem Moment über eine schlichte einfache Frage zu diskutieren anfangen ? ;-) Eben, das Problem liegt woanders - dafür gibt's diese "Vordruckfuzzies" um die Versicherten schon im Vorfeld von Fehlentscheidungen abzuhalten - tue jeder seinen Job.
Gruß
w.
Da war noch was: Textbaustein ..schon jetzt hätten wir gerne Ihren Geburtsnachweis (oder so ähnlich)
Immer wieder gern gelesen, im Absatz drüber steht 'die letzte Kontenklärung, an der Sie mitgewirkt haben, war am xx.xx.xxxx'. Mitgewirkt, aha! Vielleicht in 99 % der Fälle den ersten V100 wg. der Personenstandsdaten abstempeln lassen ?! Und nun schon wieder einen Geburtsnachweis ? Wohlwissend, das hab ich doch selber vor 6 Jahren schon gemacht (oder die Versicherten sagens mir, dass sie schon mal auf dem Rathaus wegen früherer Klärung waren). DAS muss sich doch datentechnisch auf die Fälle eingrenzen lassen, wo diese Bestätigung fehlt/oder im Zuge der Org-Reform Kontenmäßig verlorengegangen ist. Auch diese Mehrarbeit nervt einfach. Dass die DRV die einmal übermittelten/bestätigten Daten nicht zuverlässig speichern kann, würde ich in diesem Zusammenhang nicht mal halbwegs laut denken.
...ich denke, nun haben wir das Thema aber ausgelutscht ;-))