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Experten-Antwort

Überstunden beim 450€ Job

von Jens Schulze20.02.2014 | 00:45
3347 Ansichten
13 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Hallo Ich habe einen 450€ Nebenjob angenommen und beziehe EU Rente wegen voller Erwerbsminderung.Der Arbeitsvertrag besagt 15 Arbeitsstunden pro Woche. Mein Arbeitgeber verlangt aber ständig das ich Überstunden leiste.Ich habe aber mittlerweile in 4 Monaten 100 Überstunden angesammelt und auch gesundheitliche Probleme bekommen . Mein Arzt hat mich daraufhin krank geschrieben und kurz darauf bekam ich die Kündigung.Mein Arbeitgeber hat mir weder Freizeitausgleich für die Überstunden gewährt noch hat er sie mir bezahlt.Er sagte ich dürfte ja laut Rentenversicherung keine Überstunden machen und wenn ich darauf bestehe diese bezahlt zu bekommen, wird er die Rentenversicherung informieren und dafür sorgen das meine Rente gestrichen wird weil ich ja mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Kann ich jetzt dagegen etwas unternehmen oder muss ich die Pille so schlucken. Ich finde das ist vom Arbeitgeber eine Schweinerei einen erst ausnutzen und dann auch noch nachtreten. MfG Jens

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Jens Schulze,

Ihre Frage bezüglich des Verhaltens Ihres Arbeitgebers betrifft das Arbeitsrecht und kann in diesem Forum nicht beantwortet werden.

Was Ihren Hinzuverdienst angeht, kann man sich natürlich die Frage stellen, ob Sie überhaupt Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente haben, da Sie diese Rente erhalten, weil Sie krank sind und nur noch weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten können.

Ihr Hinzuverdienst beträgt mtl. 450,00 Euro. Diese Hinzuverdienstgrenze darf zweimal im Kalenderjahr bis zum doppelten Wert überschritten werden. Sie dürfen also zweimal im Jahr mtl. 900,00 Euro hinzuverdienen. Meldet der Arbeitgeber den Verdienst mit Ihren Überstunden und die Hinzuverdienstgrenzen werden überschritten, dann wird die Rente gekürzt bzw. ganz eingestellt.

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12 Antworten

Elliam 20.02.2014 | 07:10
Hallo Jens, meiner Meinung nach könnte es wegen den Überstunden durchaus Probleme geben. Bei voller EM heißt es, dass die Person weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten kann. Sie haben bereits mit den 15 Stunden diese Grenze überschritten, weil das bei 5 Arbeitstagen 3 Stunden am Tag ergibt. Weil Sie in der Lage waren, auch noch Überstunden zu machen, kann ich mir gut vorstellen, dass Ihr Rentenversicherungsträger Ihre Erwerbsfähigkeit nochmal prüft und dann feststellt, dass überzahlt wurde.
Schadeam 20.02.2014 | 08:01
Dieser Fall könnte spannend werden Wer in 4 Monaten 100 Überstunden sammelt, hat in diesen 4 Monaten wöchentlich etwa 20 Stunden gearbeitet. Auf Kosten der Gesundheit oder ist er wider fitter als angenommen? Das wäre umgerechnet ein Lohn von 600 €, vielleicht kein Minijob mehr, sondern eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Neben der Konsequenz der Beitragszahlung wäre der Nettolohn aus 600 brutto auch nicht viel mehr als 450 €? Dann würde die Rente gekürzt werden.... Vielleicht ist es cleverer das als Lehre zu sehen und aus Schäden klug zu werden, als um das vermeintliche gute Recht zu kämpfen. Wer weiß?
Fritzam 20.02.2014 | 09:15
Hallo Das ist die Beste und Ehrlichste Antwort vom Schade die ich hier gelesen habe! Und ich stimme ihm zu. MfG Fritz
billy the kitam 20.02.2014 | 09:51
ohne spass : ich würde den Arbeitgeber daraufhin töten.
Justineam 20.02.2014 | 09:52
So ein fieser Hund - sei froh, dass Du ihn los bist. Ich würde ihm damit drohen, ihn anzuzeigen wegen Betrugs, jemanden der in Not ist, sich zu Mehrstunden erpressen lässt, auch noch seinen verdienten Lohn vorzuenthalten, finde ich verbrecherisch. Da diese Mehrarbeit auf die Gesundheit ging und in Krankheit endete, glaube ich, dass er viel mehr erpressbar wäre, als du, Jens. Ausbeuterisches Verhalten nenne ich das, allerdings auf beiden Seiten. Du hast Deine Gesundheit aufs Spiel gesetzt und der Arbeitgeber meinte ein leichtes Spiel mit Dir zu haben: Deine Arbeit in Anspruch nehmen und dann nicht bezahlen und obendrein auch noch erpressen wollen...
lachnikam 20.02.2014 | 11:44
Zitat von Justine anzeigenausblenden
Mein Arbeitgeber hat mir weder Freizeitausgleich für die Überstunden gewährt noch hat er sie mir bezahlt.Er sagte ich dürfte ja laut Rentenversicherung keine Überstunden machen und wenn ich darauf bestehe diese bezahlt zu bekommen, wird er die Rentenversicherung informieren und dafür sorgen das meine Rente gestrichen wird weil ich ja mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Kann ich jetzt dagegen etwas unternehmen oder muss ich die Pille so schlucken.
So ein fieser Hund - sei froh, dass Du ihn los bist. Ich würde ihm damit drohen, ihn anzuzeigen wegen Betrugs, jemanden der in Not ist, sich zu Mehrstunden erpressen lässt, auch noch seinen verdienten Lohn vorzuenthalten, finde ich verbrecherisch. Da diese Mehrarbeit auf die Gesundheit ging und in Krankheit endete, glaube ich, dass er viel mehr erpressbar wäre, als du, Jens. Ausbeuterisches Verhalten nenne ich das, allerdings auf beiden Seiten. Du hast Deine Gesundheit aufs Spiel gesetzt und der Arbeitgeber meinte ein leichtes Spiel mit Dir zu haben: Deine Arbeit in Anspruch nehmen und dann nicht bezahlen und obendrein auch noch erpressen wollen...
das ist doch nichts besonderes heutzutage. eher normalität würde ich sagen. Auf dem Arbeitsmarkt ist wieder "Mittelalter" angesagt.
Frau Kurbjuhnam 20.02.2014 | 23:24
Man bewegt sich immer auf dünnem Eis, wenn man als EM-Rentner was dazuverdient. Das hängt natürlich auch von der Art der Erwerbsminderung ab. Bei "weichen" Erkrankungen wie z.B. psychischen Ursachen ist immer eine Interpretationsmöglichkeit gegeben. Und die Damen und Herren von der DRV tun natürlich nur ihre Pflicht, wenn sie da nachprüfen. Denn die Regeln für die Vergabe von EM-Renten müssen eingehalten werden. Andererseits halten sich unsere maßgebenden Politiker auch nicht so an die Spielregeln. Sie haben die Rentenkasse in nicht unerheblichen Umfange für versicherungsfremde Leistungen verwandt und bedienen damit zulasten anderer Beitragszahlen sogar noch ihre Wähler. Sie belasten Betriebsrentner grob rechtsstaatswidrig rückwirkend mit Sozialversicherungsbeiträgen, selbst dann wenn diese dann doppelt bezahlt werden. Ich empfehle daher, falls natürlich überhaupt möglich, als EM-Rentner nichts dazuzuverdienen.
Paula K.am 21.02.2014 | 11:51
" Auf dem Arbeitsmarkt ist wieder "Mittelalter" angesagt. " Das ist leider wahr. Wahr ist aber auch, daß dies die Mehrheit der Wähler so gewollt hat. Bedankt euch also bei denen. Es muß ja nicht gleich in dieser Form geschehen, wie es gerade in der Ukraine passiert. Aber dies ist ein gutes Beispiel dafür, daß man sich von denen nicht alles gefallen lassen muß. Aber dies hat natürlich seinen Preis und der ist nicht so niedrig.
Rentneram 21.02.2014 | 15:01
Zitat von GroKo anzeigenausblenden
" Auf dem Arbeitsmarkt ist wieder "Mittelalter" angesagt. " Das ist leider wahr. Wahr ist aber auch, daß dies die Mehrheit der Wähler so gewollt hat. Bedankt euch also bei denen. Es muß ja nicht gleich in dieser Form geschehen, wie es gerade in der Ukraine passiert. Aber dies ist ein gutes Beispiel dafür, daß man sich von denen nicht alles gefallen lassen muß. Aber dies hat natürlich seinen Preis und der ist nicht so niedrig.
Du hast doch gewaltig einen an der Klatsche.
Groko Nun wer weiß was man tun muss um dieses Pack in Berlin mal aufzumischen! Sich selber die Diäten um 10 % erhöhen sagt doch schon alles! Schönes WE Groko.....in alter Frische nächste Woche wieder.....
Herz1952am 21.02.2014 | 17:44
Jens Schulze, schon einmal daran gedacht, einen Anwalt für Arbeits- und Sozialrecht aufzusuchen. Die 100,-- € für eine Beratung würde ich schon mal hinlegen. Evtl. zahlt sogar die Privat-Rechts-Schutz Versicherung. In dieser Versicherung ist im allgemeinen Arbeits- u n d Sozial-RS enthalten. Der Anwalt könnte zumindest die Risiken gegeneinander abwägen. A.....vo C. hat z.B. keine eigene Rechtsberatung, sondern wenn Anwalt sagt, o.K. machen wir, übernimmt Versicherung die Kosten. Die Rente würde ich allerdings nicht riskieren. Ich hätte zwar noch einige Argumente, die gegen die Aberkennung sprechen z.B. krank geworden - aber man weiß ja nie wie so was ausgeht. Herz1952
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