Ihre-Vorsorge Logo
oder
Stellen Sie eine Frage
Zurück

V 210 und Ihr Artikel von 16.01.07

von Biene17.01.2007 | 13:26
2435 Ansichten
3 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Zur Moderatoren-Antwort springen
RE: V210 Beitrag von Biene, 16.01.2007, 19:14 Uhr Danke für die Infos, was nachdenklich stimmt, im heutigen Bericht zahlt man für 100 € Rentenminderung bei 5 Jahre Ausgleich ca. 27000,- € . Beitrag zur KV+Pflege plus KV Reform 2009 geschäztt 16% + +Steuer + Ki Steuer + Soli zweckentfremden den schon versteuerten + RV, KV, PV Rentenausgleich gewaltig. Sehe ich das so richtig. Was habe ich eigentlich davon?

1 Moderatoren-Antwort

Moderatoren-Antwortam 18.01.2007 | 09:03

Sofern Sie bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme einer Altersrente von Abschlägen betroffen sind und die Rente somit gemindert würde, haben Sie die Möglichkeit diese Rentenminderung durch die Beitragszahlung auszugleichen. Die Rente würde demnach ohne Abschlag berechnet.

2 Antworten

KSCam 17.01.2007 | 14:15
wenn Sie dieses sensationelle Angebot des Staates nicht nutzen wollen, dann zwingt Sie ja auch niemand dazu. Ich würde an Ihrer Stelle die 27000€ anlegen und von dem Geld die monatlich 100 € abheben. Dann können Sie ja mal ausrechnen, wann Ihre Ersparnisse aufgebraucht sind. (ich weiß natürlich, dass diese Methode finanzmathematisch hinkt. Die Zahlen sprechen aber für sich)
Bernhardam 17.01.2007 | 21:41
Mit etwas angewandter Finanz- und Versicherungsmathematik kann ich aushelfen. Wenn eine derzeit 60 Jahre alte weibliche Kundin ab 1.7.2007 bei den besten Direktanbietern für 27000 € eine Leibrente gegen Einmalbeitrag erwirbt, dann bekommt sie eine garantierte und dynamische private Rente von 100 € monatlich, oder eine konstante Rente von etwa 120 €. Wenn man annimmt, dass die gesetzliche Rente ebenfalls noch dynamisch ist (es also künftig noch Rentenerhöhungen gibt), dann ist die gesetzliche Rente eine Spur günstiger, wegen des Zuschusses zur Krankenversicherung, den Rentner derzeit zusätzlich zur Bruttorente erhalten. Wenn man hingegen annimmt, dass es keine oder nur noch minimale Rentenerhöhungen geben wird, dann ist das private Angebote klar besser. Die private Leibrente ist für eine Lebenserwartung von 93 Jahren berechnet, bei Ihnen (Jahrgang 1952) wären es schon 94 Jahre. Das ist weit mehr, als die derzeitige Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung, so alt wird diese Kundin also wahrscheinlich nicht. Wenn diese 27000 Euro stattdessen zu 4,45 % verzinslich angelegt werden, dann reicht das Kapital ewig, d.h. man kann die 100 € monatliche Entnahme alleine mit den Zinsen finanzieren. Beträgt der Zinssatz nur 3,5 %, dann reicht das Kapital immerhin noch 45 Jahre lang, bis es aufgezehrt ist, die Kundin könnte also 105 Jahre alt werden, bevor ihr das Geld ausgeht. Unnötig zu sagen, wie unwahrscheinlich es ist, a) so alt zu werden und b) dann noch Geld zu brauchen. Muss diese Kundin effektiv (wegen Überschreitung des steuerlichen Grundfreibetrages) Steuern bezahlen, dann ist bei der Privatrente nur der Ertragsanteil, und beim Vermögensverzehr bzw. Nicht-Verzehr nur der Zinsanteil zu versteuern, was weit günstiger als bei der gesetzlichen Rente ist (nachgelagerte Besteuerung von über 50 % der Monatsrente). Ist die Kundin gesetzlich krankenversichert, so ist die gesamte Rente beitragspflichtig, bei KVdR Pflichtversicherung nur im Falle einer gesetzlichen Rente. Man kann also eine ganz eindeutige Empfehlung aussprechen: Finger weg von Renten aller Art, gleich ob gesetzlich oder privat. Die privaten Renten sind inzwischen ebenfalls so teuer geworden, dass man guten Gewissens das sehr kleine Risiko in Kauf nehmen kann, einen Verzehr des erforderlichen Kapitals - wenn er denn überhaupt noch nötig ist - zu überleben. Die Betrachtung von Steuern und Krankenkassenbeiträgen spricht ebenfalls eindeutig gegen die Leibrente. Auch die Frage nach der Sicherheit gibt dieselbe Antwort: Langfristig ist eine beitragsäquivalente gesetzliche Rente extrem unsicher, das Umlageverfahren kann jederzeit kollabieren, und dann gibt es z.B. nur noch eine niedrige steuerfinanzierte und bedürftigkeitsorientierte Grundrente. Eine private Leibrente ist zwar sicher, unterliegt aber dem Risiko von Sonderbelastungen durch zusätzliche Steuern und Sozialbeiträge; man denke an das Schicksal der Betriebsrenten. Privates Vermögen hingegen ist Eigentum und in diesem Staat unantastbar und heilig.
Deutsche Rentenversicherung
Sie erhalten Antworten von erfahrenen Expertinnen und Experten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Wichtige Hinweise

Ihre Einträge sind öffentlich und können von jedem gelesen werden. Bitte geben Sie daher keinesfalls persönliche Daten an.

Verzichten Sie auf politische Diskussionen. Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum.

Achten Sie auf einen friedlichen und respektvollen Umgang ohne Anfeindungen, Unterstellungen und Provokationen jeglicher Art.

Bleiben Sie beim Thema Rente, Altersvorsorge oder Reha. Bei Fragen etwa zum Arbeitslosengeld, zur Krankenversicherung oder bei Steuerfragen müssen unsere Experten leider passen.

Keine Bewertungen, Empfehlungen oder Beratungen zu einzelnen Produkten, Anlageformen etc. Unsere Experten dürfen grundsätzlich nur allgemein und produktunabhängig beraten.

Bitte beachten Sie die weitergehenden Informationen und Nutzungsbedingungen.

Weitere Links


Interessante Artikel

Informationen, Schwerpunkt-Themen und Interviews zu gesetzlicher Rente, privater wie betrieblicher Altersvorsorge sowie Finanzen und Gesundheit.
Time
8 Minuten

Ein Pflegefall lässt den Finanzbedarf sprunghaft steigen. Doch mit diesen sechs staatlichen Hilfsangeboten und gezielter privater Vorsorge sichern Sie sich vor finanzieller Notlage.

Time
6 Minuten

Länger im Erwerbsleben bleiben und später in den Ruhestand treten: Um dieses Verhalten zu fördern, setzt die Politik viele Anreize. Doch nicht jeder Plan einer „Kombi-Rente" geht finanziell auf, wie sich vor Gericht gezeigt hat.

Time
7 Minuten

Welche Ansprüche Hinterbliebenen zustehen – und wann die angesparten Beträge verloren sein können.

Time
8 Minuten

Ein Prozent vom eigenen Lohn, ein Prozent vom Arbeitgeber: Die neue Kapitalrente soll ab 2028 die gesetzliche Rente ergänzen und Millionen Menschen im Alter besser absichern. Wie das Geld angelegt wird, wer davon profitieren soll – und warum dabei Schweden das große Vorbild für Deutschland ist.

Time
13 Minuten

Schnellere Termine in der Praxis, Chefarztbehandlung im Krankenhaus und attraktive Preise: Mit diese Argumenten locken private Versicherer. Doch da die Entscheidung gegen die gesetzliche Krankenversicherung fast immer endgültig ist, sollte sie sehr genau überlegt sein.

Time
13 Minuten

Wer vorzeitig in den Ruhestand gehen will, muss Abschläge von der Rente in Kauf nehmen. Doch das muss nicht sein. Wie man Abschläge ausgleichen und dabei tausende Euro Steuern sparen kann – und warum das bald teurer wird.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026