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Experten-Antwort

Verfällt Reha nach 12 Monaten?

von Annett14.05.2021 | 10:26
3196 Ansichten
10 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Tag, ich benötige Hinweise, wie ich mich verhalte, wenn die Rehaklinik keinen Termin für mich hat? Ich warte seit 8 Monaten auf die Aufnahme (Rehaantrag wurde Mitte September von Rententräger Knappschaft genehmigt). Angeblich sind die Wartezeiten jetzt mehr als 12 Monate...auch bei anderen Kliniken, wo ich angerufen habe. Der Rententräger sagt, danach müsste ich einen neuen Antrag stellen. Das kann doch nicht sein, dass der Patient diese Strapazen auf sich nehmen muss und dann wahrscheinlich wieder so lange wartet.

Antworten vom Expertenteam

Alle Antworten im Überblick · chronologisch sortiert

2
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Annett,

Sie sollten auf Ihre zuständige DRV kontaktieren und eine Umeinweisung beantragen. D.h. Sie erhalten dann einen Bescheid für eine andere Reha-Klinik, die ebenfalls die für Sie notwendigen Indikationen behandelt, aber kürzere Aufnahmezeiten hat.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

Expertenantwort · 2Deutsche Rentenversicherung

Hallo Annett,

die Bescheide, mit denen eine Rehabilitationsmaßnahme gewährt wird, haben eine bestimmte Gültigkeitsdauer (ist in Ihrem Bescheid angegeben). Sollte eine Aufnahme in Ihrer Wunschklinik bis zu deren Ablauf nicht möglich sein, „verfällt“ die Zusage. Sie sollten sich individuell bei Ihrem/Ihrer zuständigen Sachbearbeiter/Sachbearbeiterin über Alternativen erkundigen. Vielleicht sind ihr/ihm Kliniken bekannt, bei denen eine Klinikaufnahme innerhalb der Gültigkeit des Bescheides möglich sind.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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8 Antworten

Annettam 14.05.2021 | 11:23
Vielen Dank, dafür ist es jetzt leider zu spät, die Rehakliniken haben in der jetzigen Situation leider alle so lange Wartezeiten. Habe mich schon an andere Kliniken gewandt. Mir geht's darum, kann ich verhindern, einen neuen Antrag stellen zu müssen. Ich als Patient kann doch für die jetzige Situation nichts. Als ich den Antrag stellte, hatte ich mich im August 2020 bei der Wunschklinik gemeldet und da waren die Wartezeiten noch bei 6 Monaten. Zwischendurch kam leider auch kein Hinweis, dass sich die Wartezeiten so sehr verlängern würden, sonst hätte ich längst eine andere Klinik ausgesucht. :( MfG Annett
Annettam 14.05.2021 | 12:29
Vielen lieben Dank für Ihre Nachricht, leider interessiert es meinen zuständigen Berater nicht, ob ich die Reha antreten kann. Deswegen habe ich auch selbstständig in mehreren Kliniken angerufen. Leider ist die Situation überall gleich und die Wartezeiten lang. Trotz allem möchte ich hier nochmal erwähnen, dass man als Patient sehr allein gelassen wird. MfG Annett
Schadeam 14.05.2021 | 13:55
Sie können gerne mit der Sacgbearbeitung diskutieren, ziehen dabei aber wohl den kürzeren. Was wäre so schlimm den Antrag erneut zu stellen? Notfalls den damaligen Antrag kopieren, neues Datum drauf und den Zusatz "es hat sich nichts geändert" Wäre doch sooo aufwändig auch nicht, oder? Und vielleicht die Wunschklinik weglassen?
Annettam 14.05.2021 | 17:09
Hallo Schade,wenn man eine Reha beantragt, ist diese meist nicht ohne Grund. In meinem Fall eine psychosomatische Reha...wenn ich es nicht nötig hätte, könnte ich darauf verzichten. Die Wunschklinik weglassen auch kein Problem, leider sind alle psychosomatischen Rehakliniken voll.Und diese Wunschklinik hatte mir, bevor ich den Antrag stellte versichert, das die Wartezeit 6 Monate betragen würde. Der Antrag liegt mir nicht mehr vor, der muss bei der Rentenstelle abgegeben werden, heißt also alles neu.Der Arzt ist dann auch wieder gefragt, muss also seinen Teil dazu leisten. Und dann stelle ich einen neuen Antrag und warte wieder 1 Jahr? Das kann es doch nicht sein, oder? Lb Grüße Annett
Kleiner Tippam 14.05.2021 | 18:23
Zitat von Annett anzeigenausblenden
Hallo Annett Würde Ihnen einen durch die KK genehmigten stationären Akutaufenthalt aktuell evtl. gesundheitlich nicht schneller helfen können? Als kleinen Tipp zur Erleichterung in Zukunft möchte ich Ihnen empfehlen: Von allem, was Sie beantragen oder an Rückmeldungen erhalten und weiterreichen müssen/sollen und somit aus der Hand geben, grundsätzlich Kopien anzufertigen. Nie Unterlagen einfach so weiterreichen! Außerdem, alle über Ihre Person ausgestellten ärztlichen Berichte oder Befunddokumentionen oder auch Röntgen/Bildaufnahmen von Fachärzten und Kliniken einfordern und zu Ihren Akten sammeln. Sie könnten irgendwann in eine Situation geraten wo Sie Nachweise vorlegen und auf diese ggf. sogar inhaltlich oder zeitlich sich bezugnehmend berufen müssten. Das könnten Sie somit einfacher haben, wenn Sie alle Unterlagen kompakt (zumindest) in Kopie auch selber vorliegen haben. Seit ich vor 39 Jahren unfallbedingt gesundheitlich Schaden genommen habe und eine Röntgendokumentation plötzlich nicht mehr auffindbar war, halte ich es so. Ich bin im Nachhinein auch froh darüber, pedantisch jede Dokumentation abgeheftet zu haben. Mir fiel es leicht, alles an Dokumenten beweisbringend vorlegen zu können als diese benötigt wurden, nachdem sich mein Gesundheitszustand immer mehr verschlechterte. Liebe Grüße und alles Gute
Siehe hieram 14.05.2021 | 18:46
Hallo Annett, auch wenn Sie sich selbst keine Kopie des Antrages gefertigt haben, liegt dieser ja noch bei der DRV vor. Sie könnten sich also dann auch auf diesen berufen. Die Bewilligung Ihrer Reha müsste eine Ablauffrist von 12 Monaten haben, weil dies aufgrund der Pandemie von 6 auf 12 Monate verlängert wurde. D.h., Ihre Bewilligung sollte noch bis September 2021 gültig sein (das sehen Sie aber genau in Ihrem Bescheid, wie auch der Experte schon sagte). Eine Möglichkeit auf eine schnellere Aufnahme in einer Klinik ist tatsächlich, wie von 'Guter Tipp' schon angesprochen, die Einweisung in eine psychosomatische Akutklinik. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hierbei noch umfangreicher auf Ihre Krankheit ausgerichtet und weniger auf 'kann dieser Patient in fünf Wochen wieder arbeiten', findet aber ansonsten überwiegend auch in Kliniken statt, in denen auch 'Rehapatienten' behandelt werden. Hierzu müssten Sie Ihren zuständigen Psychiater (nicht Psychotherapeut, da dieser nicht notwendigerweise auch Facharzt ist!) involvieren bzw. diesen UND Ihren langjährigen Hausarzt. Von denen würden Sie dann eine Klinikeinweisung erhalten. Und AKUT heißt sofort und deshalb müssen diese Kliniken auch ein bestimmtes Kontingent bereit halten. Sprechen Sie also hierzu noch mal mit Ihren zuständigen Ärzten. Viel Erfolg und alles Gute!
Annettam 14.05.2021 | 18:59
Hallo kleiner Tipp, danke auch dir! Kopien von Ärzten und Untersuchungen kopiere ich auch, aber einen Rehaantrag zu kopieren, das wäre mir nicht in den Sinn gekommen, da ich nie damit gerechnet hätte, das die Reha wegen irgendwelchen Fristen des Rententräges verfallen könnte. Das passiert auch nur, weil die Kliniken ihre Patientenaufnahme wegen Corona stark reduzieren mussten. Den Arztantrag schickt übrigens der behandelnde Arzt direkt zum Rententräger, somit ist da keine Kopie möglich. Und von der KK überwiesene Patienten in psychiatrische Unterbringung sind extreme Akutfälle, die dann aber auch wirklich für lange Zeit "stillgelegt" werden...das kenne ich leider und das ist sehr grausam, da möchte ich nicht wieder landen.Aber das konntest du in meinem Fall ja nicht wissen. Ich finde es trotzdem traurig, das der Rententräger dich nicht unterstützt ( ich zahle schon 36 Jahre fleißig ein) und persönlich habe ich bisher von niemandem gehört, der seine Reha nicht spätestens nach einem halben Jahr nach Bewilligung antreten könnte. Ich stecke den Kopf natürlich nicht in den Sand und werde eine Neubeantragung anstreben...hoffentlich mit mehr Erfolg. Liebe Grüße Annett
Annettam 14.05.2021 | 19:31
Hallo siehe hier, die Verlängerung geht tatsächlich bis September, aber nach mehreren Anrufen in der Klinik würde mir gesagt, das ich mir keine Hoffnung machen sollte, die sind dort bei Wartezeiten von über 1 Jahr. Ich finde es nur schade, dass mir das nicht schon an Anfang der Bewilligung mitgeteilt wurde. Eine Akutbehandlung mit 15 Wochen habe ich schon hinter mir, leider nicht sehr erfolgreich. Durch einen schlimmen Unfall im letzten Jahr haben sich gewisse psychische Probleme noch verstärkt und da ich für meinen Vater (87) zusammen mit meinem Mann pflegende Angehörige bin, muss ich zugestehen, das ich durch einen Rehaaufenthalt einfach nur mal raus wollte, gute Therapien und Anwendungen bekommen wollte und wieder zu mir finden. Das ist nicht zu verwechseln mit Urlaub, der mir aber leider auch schon lange nicht vergönnt war. Ich hoffe, meine Wünsche kommen nicht egoistisch rüber. Vielen lieben Dank für deine netten Worte, auch für dich alles GUTE. Annett
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