Nein, ich habe keinen Antrag auf Rente gestellt, die DRV sollte im Auftrag des Sozialamts die Erwerbsfähigkeit überprüfen.
Und es geht auch nicht um eine volle EM-Rente! Es geht darum, dass das Sozialamt nur weiter zahlen kann, wenn sie von der DRV die Bestätigung haben, dass ich vorübergehend nicht erwerbsfähig bin. Das ist definitiv der Fall, das steht auch so in den Unterlagen vom Hausarzt, die eingereicht wurden.
Der Gutachter aber sieht das völlig anders und bescheinigt eine vollschichtige Erwerbsfähigkeit von 6 Stunden und mehr. Da das aber auf keinen Fall zutrifft, habe ich Widerspruch eingelegt, denn das Gutachten kann gar keine ordentliche Aussage treffen, da die gesundheitlichen Probleme überhaupt nicht berücksichtigt wurden und das Gutachten im größten Teil von psychischen Belastungen spricht. Diese liegen aber nicht vor (klar ist die ganze Situation belastend, wenn man immer nur zu hören bekommt, dass irgend etwas nicht stimmt, aber keiner weiß, was los ist und es einem immer schlechter geht, aber das ist nicht so gravierend, dass das die Probleme erklären würde, denn die körperlichen Beschwerden waren ja zuerst da).
Da der Gutachter selbst sagte, dass Aussagen wie "das ist psychisch" Verlegenheitsdiagnosen wären (was in meinem Fall ja stimmt), dann aber im Gutachten das genaue Gegenteil schreibt, ist ja auch bisschen seltsam.
Zitat:
"Wenn Sie nicht EM sein wollen, können Sie doch ganz einfach entweder arbeiten (und damit ganz einfach beweisen dass Sie nicht voll EM sind) oder Sie verzichten auf "öffentliche Gelder" - dann ist es dem Sozialamt auch vollkommen egal ob und wie erwerbsgemindert Sie sind." (Zitatende)
Dazu kann ich nur sagen: mir geht es nicht um eine Erwerbsminderung auf Dauer! Ich KANN momentan nicht arbeiten, deshalb bekomme ich ja auch Sozialhilfe. "Dann können Sie doch ganz einfach arbeiten" ist eine völlig unangebrachte Aussage, denn wenn ich das könnte, bekäme ich wohl kaum Hilfe vom Sozialamt oder müsste eine Untersuchung bei der Rentenversicherung machen lassen.
Und auf staatliche Gelder würde ich liebend gern verzichten, da es mir mehr als unangenehm ist, darauf angewiesen zu sein. Deshalb bekomme ich auch weder Wohngeld noch Geld für Heizung, Unterkunft oder sonstiges (ich lebe im Haus meiner Mutter, um nicht auch noch für die Unterkunft Geld bekommen zu müssen) , sondern lediglich den reinen Regelbedarf. Nur darauf bin ich momentan leider angewiesen, da ich wie gesagt aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten KANN, aber trotzdem gewisse Kosten beglichen werden müssen (alleine schon wegen der Krankenversicherung bin ich leider darauf angewiesen).
Die Aussage, dass die Rentenversicherung die Möglichkeit hat, für längere Zeit "krankzuschreiben" ist die Aussage meines Sachbearbeiters beim Sozialamt.
Zitat "Das Leben ist nun mal lein Wunschkonzert und auch kein Ponyhof, die besten Rosinen rauspicken geht eben oft nicht." (Zitatende)
Mir geht es doch nicht darum, "die besten Rosinen rauszupicken"!!!! Es geht lediglich um ein Gutachten, mit dem ich nicht einverstanden bin, weil es nicht die Beschwerden berücksichtigt und somit keine klare Aussage treffen K
Zitat: "Eine Beschreibung warum genau die DRV Sie untersucht hat, was Sie wann und wo von wem beantragt haben wäre hilfreich" (Zitatende)
Ich denke nicht, dass ich hier beschreiben muss, warum genau eine Untersuchung stattgefunden hat, das geht schließlich niemanden etwas an. Und dass es eine Untersuchung zur Überprüfung der Erwerbsfähigkeit war und ich KEINE Rente beantragt habe, sollte jetzt eigentlich klar geworden sein.