Düsseldorf (iv). Die Bundesregierung will die Reform der Riester-Rente offenbar zügig angehen. Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ sollen die Koalitionspartner bereits am 5. Oktober zu ersten Beratungen im Bundesfinanzministerium zusammenkommen. Bis Ende des Jahres soll ein erster Gesetzentwurf stehen.
Das Bundesarbeitsministerium bestätigte gegenüber der Zeitung, die Regierungskoalition werde „demnächst Möglichkeiten für eine Fortentwicklung der Riester-Rente erörtern“.
Private Altersvorsorge soll weiterentwickelt werden
Hintergrund sei die im Juli beschlossene Grundrente. Die Union hatte für ihre Zustimmung grundlegende Änderungen der Riester-Rente gefordert. Im Koalitionsvertrag hatten sich die Parteien darauf geeinigt, die private Altersvorsorge weiterzuentwickeln und gerechter zu gestalten.
Die Zahl der Riester-Verträge stagniert seit Jahren bei etwa 16,5 Millionen. Verbraucherschützer hatten das Modell in der Vergangenheit immer wieder als zu kompliziert und renditeschwach kritisiert.
