Ihre-Vorsorge Logo

Mit den Preisen für Girokonten geht es weiter aufwärts

Neue Umfrage zeigt: Fast jeder Vierte gibt im Jahr bereits mindestens 100 Euro dafür aus.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Kontoauszug Girokonto mit Euro-Geldscheinen. Bild: IMAGO / agefotostock / Michael Biehler

© Nicht definiert

München (tö). Bei mindestens einem Fünftel aller Bankkundinnen und -kunden in Deutschland ist das Girokonto im Laufe der vergangenen zwölf Monate teurer geworden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Demnach gibt fast jeder Vierte pro Jahr mindestens 100 Euro fürs Konto aus; unter den Sparkassenkunden sogar mehr als ein Drittel. Hingegen verfügt laut einer Mitteilung von Verivox immerhin knapp ein Fünftel aller Verbraucher über ein komplett kostenfreies Girokonto. Befragt wurden Ende April 2026 insgesamt 1003 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. 

Preiserhöhungen liegen im Ermessen der Kreditinstitute

Der Umfrage zufolge wurden 2025 bei 19 Prozent der Befragten die Preise für das hauptsächlich genutzte Girokonto erhöht. Bei knapp einem Viertel (23 Prozent) aller Inhaber eines kostenpflichtigen Kontos erfolgte die jüngste Preiserhöhung im Laufe der vergangenen zwölf Monate. Bei einem weiteren Viertel (24 Prozent) hat die eigene Bank vor ein bis zwei Jahren zum letzten Mal stärker zugegriffen. „Die Preissetzungsmacht der Kreditinstitute ist ungebrochen“, sagte Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. Zwar benötigten Banken für Preiserhöhungen seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs vor fünf Jahren die Zustimmung ihrer Kunden. Aber diese werde meist einfach in der App oder im Online-Banking eingeholt. Das sei „ein Routinevorgang, der vielen Kunden kaum in Erinnerung bleibt“.

Wechsel der Bank: Vor- und Nachteile

Die Stiftung Warentest empfiehlt, nicht mehr als 60 Euro pro Monat fürs Girokonto zu zahlen – und bei höheren Kosten einen Wechsel der Bank in Erwägung zu ziehen. Laut der Stiftung lag der Durchschnittspreis allerdings 2026 bei 127 Euro im Jahr, Tendenz steigend. Dass viele Kunden mehr als nötig zahlen, zeigt auch die Umfrage von Verivox: Demnach muss fast jeder und jede Vierte (23 Prozent) 100 Euro oder mehr pro Jahr fürs Konto berappen. 

Sparkassenkunden haben offenbar mit Abstand am häufigsten ein teures Konto: In dieser Gruppe gibt mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten jedes Jahr einen dreistelligen Betrag für Kontogebühren aus. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken trifft dies auf etwa jeden Vierten zu. Allerdings haben Kunden dieser Bankengruppen oft noch die Möglichkeit, eine Filiale aufzusuchen, wenn auch das Filialnetz der Sparkassen und Genossenschaftsbanken kleiner wird, bei zunehmend begrenzten Öffnungszeiten vor allem in ländlichen Regionen. 

Tipp: Wer einen Wechsel des Girokontos anstrebt, kann sich bei der Finanzaufsicht Bafin kostenlos über Kontomodelle, Angebote, Preise und Dispozinsen informieren, und zwar unter kontenvergleich.bafin.de. 

Die Kosten allein sollten bei einem Wechsel aber nicht entscheidend sein. Wer zum Beispiel weiter gerne mit Bargeld bezahlt, sollte die Möglichkeit haben, ohne längere Anfahrten an einem Automaten kostenlos Geld abzuheben. 


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

2025 wurden anteilig so viele Elektro-Autos in der Europäischen Union neu zugelassen wie nie zuvor. Deutschland liegt über dem EU-Schnitt, aber Spitzenreiter sind andere Länder.

Time
1 Minuten

Nicht nur Wohnhäuser sind betroffen: Auch Straßenbau und Bürogebäude sind spürbar teurer geworden.

Time
2 Minuten

Die Ökonomin Monika Schnitzer hält den Tankrabatt für das falsche Werkzeug. Um die zu entlasten, die das besonders nötig haben, sieht sie eine bessere Alternative.

Time
2 Minuten

Für den Verkaufserfolg einer Immobilie kann die Wahl eines geeigneten Maklers entscheidend sein. Was Sie berücksichtigen sollten.

Time
2 Minuten

Mehr Sorgen, weniger Spielraum: Beim Geld gehen die Geschlechter auseinander. Laut einer Umfrage blicken Frauen anders auf ihre finanzielle Zukunft als Männer.

Time
3 Minuten

Die Energiepreise sind hoch. Doch wer ungedämmte Heizungsrohre isoliert, kann seine Kosten erheblich senken. Das zeigt eine Modellrechnung.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026