Heilbronn (dpa/tmn).Ist der Ruhestand noch Jahre hin und Sie verspüren keine Notwendigkeit, sich schon jetzt darüber Gedanken zu machen? Es doch zu tun, kann sich aber auszahlen, rät die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher (GVI). Denn spätestens mit Anfang bis Mitte 50 sollte mithilfe einer strukturierten Ruhestandsplanung geklärt sein, ob die zur Verfügung stehenden Mittel ausreichen, um im Alter den Vorstellungen entsprechend leben zu können. So bliebe zumindest in einigen Fällen noch genügend Zeit, um erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Dabei stehe die Ruhestandsbilanz an erster Stelle, sagt Siegfried Karle, GVI-Präsident. So sollten alle zu erwartenden Einnahmequellen aus gesetzlicher und betrieblicher Rente sowie möglicher privater Vorsorge erfasst werden und klar sein, wie Rentenabschläge, Steuern, Beiträge zur Krankenversicherung und die Inflation sich darauf auswirken. Außerdem sollten angehende Ruheständler sich überlegen, wo und wie sie leben möchten, und prüfen, ob die Einnahmen zu den voraussichtlichen Ausgaben passen. Anschließend könne man sich daran machen, Strategien zu finden, die mögliche Lücken schließen oder die dabei helfen, mögliche Wünsche – zum Beispiel früher in Rente zu gehen – zu realisieren, so Karle.
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