Burnout vermeiden: „Jeder kann lernen, mit Stress umzugehen“
Gefährdet sind zum Beispiel Ärzte, Sozialarbeiter und Pflegekräfte – also Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten. Gleichwohl ist jeder Arbeitnehmer heute viel stärker gefordert, auf sich zu achten. Denn die Arbeitswelt hat sich in den vergangen Jahren erheblich verändert. Es gibt eine Entwicklung hin zu mehr kognitiven Belastungen, so dass Menschen mehr geistig gefordert werden. Gleichzeitig haben viele Berufstätige aufgrund von Arbeitsverdichtung weniger Möglichkeiten, die Belastungen abzufedern.
Manchen reicht es schon, dass sie mal länger Urlaub nehmen, sich mehr ihren Hobbies und sozialen Kontakten widmen. Andere kommen nicht alleine aus dem Gedankenkarussell raus. Wer das bei sich merkt, sollte sich schnell Unterstützung suchen, damit sich kein Burnout entwickelt. Die muss nicht immer von einem Arzt kommen. Vielen Menschen reichen regelmäßige Entspannungsübungen.

Im Interview erläutert Dr. Thomas Kirchmeier, Chefarzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Höhenklinik Bischofsgrün, was genau Stress verursacht, was dagegen hilft und welche Beschwerden man ernst nehmen sollte. Zudem erklärt der Experte, warum auch in der Freizeit Gefahren lauern.
Generell hilft Bewegung und Sport – vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Die fördern die Widerstandsfähigkeit und senken den Stress. Es hilft aber auch, wenn man mehrere Male pro Woche einen 30-minütigen flotten Spaziergang macht.
Betriebliches Gesundheitsmanagement wie Sportgruppen oder Entspannungstraining ist ein weiterer wichtiger Punkt. Denn das spricht vor allem Menschen an, die sich schwertun, in der Freizeit aktiv zu werden.
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Die Höhenklinik Bischofsgrün liegt im Naturpark Fichtelgebirge etwa 30 Kilometer von Bayreuth entfernt
