Ihre-Vorsorge Logo

E-Patientenakten füllen sich

Befunde, Laborwerte und andere Gesundheitsdaten: Versicherte können sie digital parat haben, denn seit einem Monat müssen medizinische Einrichtungen sie in die E-Akte laden. Wie ist das angelaufen?

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Eine Gesundheitskarte mit Bild steckt in einer Computertastatur. photothek © Ute Grabowsky

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Die Verwendung elektronischer Patientenakten (ePA) zieht einen Monat nach Beginn des verpflichtenden Einsatzes für Ärztinnen und Ärzte an. Im Oktober wurden 10,6 Millionen Dokumente hochgeladen, wie aus Daten der mehrheitlich bundeseigenen und für Einführung und Betrieb der ePA verantwortlichen Digitalagentur Gematik hervorgeht. Insgesamt gibt es demnach inzwischen 37 Millionen Uploads in die neuen E-Akten, wovon etwas mehr als die Hälfte auf medizinische Befunde und Berichte entfällt.

Gematik-Geschäftsführer Florian Fuhrmann sagte, es seien immer mehr versorgungsrelevante Informationen für die Behandlung zugänglich. Im Schnitt kämen wöchentlich etwa 2,6 Millionen Dokumenten-Uploads hinzu - und außerdem eine Vielzahl an Informationen zu Medikamenten. 

Freiwillig für Patienten - Pflicht für Praxen

Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben schon seit Januar eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann. Die Nutzung in Praxen wurde seit dem Frühjahr zunächst auf freiwilliger Basis ausgedehnt. Seit 1. Oktober sind Gesundheitseinrichtungen verpflichtet, wichtige Daten in die E-Akten einzustellen. Sie können Patienten ein Leben lang begleiten und sollen zu besseren Behandlungen beitragen. 

Aktuell nehmen laut Gematik 70.500 der bundesweit 98.500 Arztpraxen teil. Dabei waren Ende vergangener Woche auch 22.700 Zahnarztpraxen, knapp 10.900 Apotheken und 883 Kliniken. Technisch sind demnach rund 95 Prozent der Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken mit ePA-Softwaremodulen für ihre Verwaltungssysteme ausgestattet - bei den Kliniken knapp 90 Prozent. 

Betriebsprobleme in der “Gesamtinfrastruktur” der ePA seien bisher selten gewesen, erläuterte die Gematik auf Anfrage. Störungen in der geschützten Datenautobahn des Gesundheitswesens (Telematikinfrastruktur) entstünden oft durch Beeinträchtigungen einzelner Komponenten oder Dienste, die von unterschiedlichen Herstellern betrieben werden. In der Regel könnten Störungen durch die Dienstleister oder Hersteller meist zügig behoben werden.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Werden Patientinnen und Patienten mit einem neuen Digitalgesetz besser vor Krankheiten geschützt – oder werden sie neuen Risiken anderer Art ausgesetzt? Darüber streiten Ärzte und Krankenkassen.

Time
3 Minuten

Der oder die Liebste hat einen Schlaganfall erlebt. Und zum Glück: überlebt. Oft werden Partnerinnen und Partner dann zu Pflegenden. Womit sie zu kämpfen haben – und wie sie gut auf sich achten.

Time
3 Minuten

Vor der Zeitungstellung am kommenden Sonntag zeigt eine Umfrage: Bei Haushalten mit Kindern und Menschen zwischen 40 und 49 Jahren wollen zwei Drittel ganz auf die Winterzeit verzichten.

Time
4 Minuten

Cremesuppe, Kakao oder Vanillepudding lösenbei vielen Menschen Aufruhr im Darm aus. Doch ganz auf Milchprodukte zu verzichten ist nicht unbedingt notwendig oder nützlich. Ein Überblick.

Time
2 Minuten

Je mehr, desto besser: Soziale Kontakte im Alter fördern Gedächtnis und Denkleistung. Besonders ehrenamtliche Arbeit erweist sich laut der Studie als wirksam. Was noch?

Time
2 Minuten

Ewiges Scrollen und Folgen im Alltag: Erhebungen zufolge nutzen viele Kinder und Jugendliche soziale Medien in riskantem oder krankhaftem Ausmaß. Auch Jugendliche selbst beobachten das bei Bekannten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026