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Studie: Vorsorge schützt Zähne – Problem bei Parodontitis

Weniger Karies und weniger Zahnverlust – regelmäßige Vorsorge zahlt sich aus, wie neue Daten zeigen. Der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge gibt es aber weiterhin ein großes Problem.

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Junge Frau wird beim Zahnarzt untersucht. Bild: IMAGO / Westend61 / NOVELLIMAGE

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Berlin (dpa). Bei der Zahngesundheit wird seit Jahren auf Vorsorge gesetzt – und das zahlt sich aus. „Wer als Kind gesunde Zähne hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Senior oder Seniorin noch viele gesunde, eigene Zähne haben“, sagte Romy Ermler, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer, bei der Vorstellung des zweiten Teils der sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS) in Berlin. So hätten bei den heute 73- bis 82-Jährigen in den vergangenen knapp zehn Jahren 40 Prozent keinen Zahn verloren. 

Die Studien liefern seit mehr als 30 Jahren Erkenntnisse über die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland. Für die aktuelle Studie hat das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) im Auftrag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) von 2021 bis 2023 erstmals rund 1100 Teilnehmer aus der Studie von 2014 erneut untersucht. So kann nachvollzogen werden, wie sich die Mundgesundheit der Teilnehmer über die Zeit entwickelte. Der erste Teil der Studie wurde vergangenes Jahr vorgestellt.

Deutschland schneidet im internationalen Vergleich gut ab

Die Daten belegten „eindeutig, wie wirkungsvoll die langjährige, strukturierte Präventionsorientierung der Zahnmedizin ist“, sagte Ermler. Insgesamt schnitten Kinder in Deutschland im internationalen Kariesvergleich hervorragend ab. Laut Daten erkrankte innerhalb des Untersuchungszeitraums im Schnitt maximal ein Zahn an Karies bei den heute 20-Jährigen.

Die Ergebnisse zeigten jedoch auch, dass die Pubertät ein kritisches Alter sei, um das Gebiss kariesfrei zu halten, sagte der Wissenschaftliche Direktor des IDZ, Rainer Jordan. In dieser Zeit reduziere sich der Anteil kariesfreier Personen um rund die Hälfte auf 48 Prozent. 

Probleme bei Parodontitis

Verbesserungsbedarf sieht die Studie bei Parodontitis – einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt zu Zahnverlust führen kann. Zwar habe sich Zahnverlust infolge von Parodontitis stark reduziert. Allerdings zeigten die Ergebnisse auch, dass die entscheidende Krankheitsdynamik im Alter zwischen 40 und 50 stattfinde. Die meisten Parodontitis-Behandlungen würden jedoch erst im Seniorenalter durchgeführt werden – und damit zu spät. 

Durch regelmäßige Zahnarztbesuche und frühzeitige Behandlungen könnten Betroffene parodontal gut behandelt werden und somit lange von ihren eigenen Zähnen profitieren, hieß es. Die Studienautoren gehen davon aus, dass in Deutschland 14 Millionen Menschen eine schwere Parodontalerkrankung haben.


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