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Was Reha-Maßnahmen der Volkswirtschaft bringen

Eine Rehabilitation kostet Geld. Aber das lohnt sich nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Gesellschaft. Das zeigt eine Studie der Deutschen Rentenversicherung.

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Physiotherapeut hilft Frau bei Übung am Boden. Bild: IMAGO / Jochen Tack

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München (tö). Die Rehabilitation von Arbeitnehmern, welche die Deutsche Rentenversicherung (DRV) finanziert, lohnt sich für die Gesellschaft bereits nach kurzer Zeit: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der DRV, über die das Magazin „zukunft jetzt“ der DRV Bund berichtete. Demnach erbringt jeder investierte Euro in die Rehabilitation bereits im ersten Jahr einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von bis zu zwei Euro, nach zwei Jahren sind es schon bis zu fünf Euro. „Allein in den ersten beiden Jahren führen aktuelle Investitionen in die Rehabilitation von etwa 8 Milliarden Euro zu etwa 40 Milliarden Euro Gewinn für die Gesellschaft“, heißt es in der Studie. 

Wie gerechnet wurde

Basis sind Berechnungen, was es volkswirtschaftlich bedeutet, wenn eine Person in die Arbeit zurückkehren kann, keine Transferzahlungen mehr beziehen muss – etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld –, welche Produktivitätsgewinne die Person im Unternehmen erwirtschaftet und was es ausmacht, wenn ein Teil des wieder gezahlten Lohns in den Konsum fließt und so zur Wertschöpfung beiträgt. Die Rentenversicherung beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. 

Zugleich wurde untersucht, wie die Beschäftigungschancen von Rentenversicherten steigen, wenn sie eine medizinische Reha absolvieren. Auch hier fiel das Ergebnis positiv aus. Bildet man zwei Gruppen – die eine mit Reha, die andere ohne –, dann zeigt sich: Sieben bis zwölf Monate nach der Reha liegt bei der Gruppe der Rehabilitanden die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei 66 Prozent, bei der Kontrollgruppe ohne Reha hingegen bei 45 Prozent. Je nachdem, welchen Zeitraum man heranzieht, hat „die Rehabilitation der Rentenversicherung die Erwerbschancen bei ihren Versicherten um 15 bis 20 Prozentpunkte erhöht“, heißt es in der Studie. Und weiter: „Die volkswirtschaftlichen Gewinne liegen je nach Zeitpunkt nach der Reha bei 40 bis 60 Euro pro Tag und Person.“

Erhöhter Bedarf an Reha-Maßnahmen 

Der Bedarf an Reha-Maßnahmen ist nach Angaben der DRV jüngst gewachsen. Laut der Untersuchung „lassen sich vermehrt chronische Erkrankungen beobachten. Das Risiko, früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen, steigt.“ Deutschland sei jedoch auch wegen des Fachkräftemangels darauf angewiesen, dass Menschen seltener aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. 

Umso wichtiger sei es, die verfügbaren Reha-Mittel effizient zu verteilen und sich verstärkt auf Personen mit bereits existenten Teilhabe-Störungen zu konzentrieren, um die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen. Dies sei auch deshalb wichtig, weil Menschen mit chronischen Erkrankungen häufig soziale Abstiegsängste, finanzielle Sorgen und Statusverlust erleben. „Die Rehabilitation kann hier neue Perspektiven bieten und finanzielle Einbußen abfedern. Auf diese Weise werden soziale Risiken verringert und das Vertrauen in die staatlichen Institutionen gestärkt.“ 

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