
Die gesetzliche Rentenversicherung ist in Deutschland das Altersvorsorgesystem mit der weitaus größten Bedeutung.
Die gesetzliche Rentenversicherung gilt – neben der berufsständischen Versorgung – als „erste Säule“ innerhalb des sogenannten Drei-Säulen-Modells der Altersvorsorge. Die zweite und dritte Säule bilden die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge, die je nach Modell und ähnlich wie die gesetzliche Rentenversicherung staatlich gefördert werden. Die knappschaftliche Rentenversicherung hat dagegen – ähnlich wie die Beamtenversorgung – die Doppelfunktion einer Alters- und betrieblichen Zusatzvorsorge.
Die herausragende Bedeutung der Rentenversicherung schlägt sich auch in ihrem Haushalt nieder. Mit jährlichen Einnahmen und Ausgaben von über 347 Milliarden Euro (2021) liegt er fast auf dem Niveau des Bundeshaushalts vor der Corona-Krise (2019: 356 Mrd). Die Kosten dafür tragen zu etwa zwei Drittel die versicherungspflichtig Beschäftigten und ihre Arbeitgeber, etwa ein Drittel trägt der Staat – in Form von Beiträgen, etwa für Kindererziehung, oder in Form von Zuschüssen, mit denen vor allem nicht beitragsgedeckte Leistungen der Rentenversicherung finanziert werden.
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