Berlin/Frankfurt am Main (sth). Knapp 44 Prozent der Menschen, die im Jahr 2023 ihre erste “Altersrente für besonders langjährig Beschäftigte” überwiesen bekamen, waren Frauen. Dieser Anteil von Rentnerinnen an Beziehenden der Rente nach 45 Beitragsjahren ist seit der (zeitweiligen) Reduzierung des Eintrittsalters in diese Altersrente auf 63 Jahre im Juli 2014 weitgehend stabil geblieben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Norbert Kleinwächter und aus Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach profitieren Frauen und Männer von der abschlagsfreien vorgezogenen Altersrente für besonders langjährige Beitragszahler in ähnlicher Weise.
Insgesamt bezogen nach DRV-Daten Ende des Jahres 2023 mehr als 2,4 Millionen Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren die abschlagsfreie “Rente mit 63”. Allein im vorvergangenen Jahr nutzten demnach mehr als 279.000 Neurentnerinnen und -rentner die Altersrente für besonders langjährig Versicherte als Weg in den Ruhestand. Das waren 29,3 Prozent aller neuen Altersrenten. Im Gesetzgebungsverfahren für die Herabsetzung der Altersgrenze bei dieser Altersrente war 2014 von 200.000 bis 240.000 Rentenanträgen pro Jahr ausgegangen worden.
Die Rente nach 45 Versicherungsjahren, in der Öffentlichkeit oft immer noch “Rente mit 63” genannt, war Mitte 2014 nur gut zwei Jahre nach ihrer Einführung reformiert worden – und danach für einen kurzen Zeitraum bereits ab 63 Jahren erhältlich. Die Altersgrenze für diese Altersrente steigt jedoch bereits seit 2016 schrittweise auf 65 Jahre an. Für den Geburtsjahrgang 1961, der in diesem Jahr 64 Jahre alt wird, liegt die Grenze bei 64 Jahren und sechs Monaten.
