Berlin (iv). Rund 18,5 Millionen Bürger haben Ende 2021 eine gesetzliche Altersrente erhalten. Das geht aus der Statistik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor. Im Schnitt landeten – nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung – 993 Euro auf dem Konto der Empfänger. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen Region, Geschlecht und Rentenart.
Höhere Durchschnittsrente im Osten
Altersrentner in den neuen Bundesländern erhielten durchschnittlich 1172 Euro – deutlich mehr als Ruheständler in den alten Ländern. Sie bekamen im Schnitt 948 Euro. Das liegt in erster Linie an den längeren Erwerbsbiographien im Osten. Vor allem Frauen haben im Westen oft nur in Teilzeit gearbeitet, während im Osten Vollzeitarbeit bei beiden Geschlechtern üblich war.
Entsprechend fällt auch der Geschlechterunterschied im Osten geringer aus. In den neuen Ländern bekamen Männer durchschnittlich 1292 Euro, Frauen 1082 Euro. Frauen im Westen erhielten dagegen im Schnitt nur 737 Euro, Männer 1212 Euro.
Reguläre Altersrente bringt im Schnitt 675 Euro
Der bundesweite Durchschnittswert beider Geschlechter von 954 Euro relativiert sich, wenn man nach der Rentenart aufschlüsselt. Die mit Abstand größte Gruppe der Rentnerinnen und Rentner – knapp 7,7 Millionen, also mehr als 41 Prozent – bezog eine reguläre Altersrente ("Regelaltersrente"). Im Schnitt war ihre Rente 697 Euro hoch.
Rund 2,2 Millionen Menschen bezogen eine Rente für langjährig Versicherte nach mindestens 35 Versicherungsjahren. Sie erhielten im Schnitt 1162 Euro. Besonders langjährig Versicherte mit 45 oder mehr Beitragsjahren kamen sogar auf 1419 Euro. Ende 2021 hatten rund 1,9 Millionen Bürgerinnen und Bürger bereits mit rund 64 Jahren Anspruch auf diese abschlagsfreie Altersrente.
Über fünf Millionen Hinterbliebenenrenten
Neben den gut 18 Millionen Altersrenten zahlte die Deutsche Rentenversicherung rund 5,6 Millionen „Renten wegen Todes“. Über 80 Prozent davon waren Witwenrenten, die übrigen Witwer-, Erziehungsrenten und Waisenrenten. Weitere 1,8 Millionen Renten wurden wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt.
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