Frankfurt am Main (sth). Der Anteil der Neurentnerinnen und -rentner, die für einen vorzeitigen Ruhestand Abschläge in Kauf nehmen, ist 2023 erneut gestiegen. Nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die ihre-vorsorge.de vorliegen, waren im vergangenen Jahr etwa 251.000 der knapp 953.000 erstmals gezahlten Altersrenten um einen Abschlag gekürzt. Das entspricht einem Anteil von 26,3 Prozent. Im Jahr zuvor lag die Zahl der mit einem Abschlag belegten Renten bei knapp 224.000 von rund 875.000 erstmals gezahlten Altersrenten, der Anteil betrug 25,6 Prozent. Im Jahr 2013 waren noch rund 230.000 der seinerzeit 648.000 Neurentner und -rentnerinnen mit Abschlägen in den Ruhestand getreten, der Anteil lag damals bei 36,9 Prozent.
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Durchschnittlich 30,3 Monate - also zwei Jahre und sechs Monate - eher als Rentenbeziehende ohne Abschläge traten Altersrentnerinnen und -rentner mit Kürzungen 2023 in den Ruhestand. Dennoch betrug die durchschnittliche Brutto-Altersrente neuer Ruheständlerinnen und -ständler, die Abschläge in Kauf nahmen, etwa 1.333 Euro - und damit rund 67 Euro mehr als die Rente jener rund 224.000 Seniorinnen und Senioren, die 2022 mit Abschlägen in die Altersrente gegangen waren.
Hauptursache für den seit 2019 wieder wachsenden Anteil der gekürzten Altersrenten dürfte die steigende Regelaltersgrenze sein, die eine abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte (mit mehr als 35 Versicherungsjahren) - je nach Geburtsjahrgang - erst zu einem immer späteren Zeitpunkt zulässt. Viele über Jahrzehnte hinweg Beschäftigte wollen entweder aus persönlichen Gründen schon früher aus dem Berufsleben ausscheiden oder sehen sich gesundheitlich nicht in der Lage, bis zur persönlichen Altersgrenze zu arbeiten.
