Frankfurt am Main (sth). Ein immer größerer Anteil der Menschen in Deutschland, die eine gesetzliche Hinterbliebenenrente gezahlt bekommen, sind Männer. Im Jahr 2024 stieg die Quote männlicher Versicherter, die wegen des Todes ihrer Ehepartnerin, ihres Ehepartners oder eines eingetragenen Lebenspartners erstmals eine aus dem Rentenkonto ihres Partners abgeleitete Rente erhielten, nach aktuellen Analysen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) auf etwa 24,4 Prozent - fast ein Viertel aller neuen Witwen- und Witwerrenten.
Das waren etwa 0,2 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor und rund 3,7 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2014 (20,7). Im Jahr 1993, dem ersten Jahr, für das entsprechende Zahlen aus dem vereinigten Deutschland vorliegen, lag der Anteil der männlichen Hinterbliebenenrentner noch bei rund 15,6 Prozent. Die steigende Quote von Witwerrenten deutet darauf hin, dass immer mehr Frauen (und Männer) einer rentenversicherten Beschäftigung nachgehen, aus der bei eigenem Todesfall eine Rente an den männlichen Ehepartner gezahlt wird. Seit 2017 können in Deutschland “nicht nur Mann und Frau, sondern auch Personen gleichen Geschlechts einander heiraten”, heißt es im Bundesportal.
Stabilisierte Zahlen bei neuen Witwen- und Witwerrenten
Die Zahl der erstmals gezahlten Witwerrenten hat sich den DRV-Daten zufolge in den vergangenen Jahren zwischen etwa 86.000 und 89.000 stabilisiert. Das waren etwa 35 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor und fast 90 Prozent mehr als Ende der 1990er-Jahre. Bei den neuen Witwenrenten gab es zuletzt dagegen nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf bis zu rund 286.000 (2022) wieder einen Rückgang auf etwa 266.000. Damit bewegt sich auch die Zahl der neuen Hinterbliebenenrenten für Frauen wieder auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Zugleich zeigt die Gesamtzahl von etwa 352.000 neuen Witwen- und Witwerrenten im Jahr 2024, dass die gesetzliche Hinterbliebenenrente auch bei heutigen Todesfällen - insbesondere für Frauen - noch unersetzlich ist.
Insgesamt zahlte die DRV laut neuen Daten im Jahr 2024 rund 753.500 Renten an Witwer sowie knapp 4,4 Millionen Witwenrenten – Letztgenannte mit deutlich rückläufiger Tendenz. So ist die Zahl der Frauen, die nach dem Tod ihres Ehepartners auf eine Rente aus dessen Rentenansprüchen angewiesen sind, seit 1995 um mehr als 16 Prozent gesunken. Dagegen kassierten 2024 mehr als dreimal so viele Männer eine gesetzliche Hinterbliebenenrente wie vor knapp 30 Jahren.
