Ihre-Vorsorge Logo

IW: Beamte in der Rentenversicherung würden sehr teuer

Laut Berechnungen des Arbeitgeber-Forschungsinstituts müssten öffentliche Arbeitgeber bei einer sofortigen Überführung aller Staatsdiener in die Rentenkassen mit Mehrkosten von 20 Milliarden Euro jährlich rechnen.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Haufen von Euro-Geldscheinen. Bild: IMAGO / Zoonar

© Nicht definiert

Köln/Frankfurt am Main (sth). Die von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) vorgeschlagene Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung würde nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sehr teuer. Bei einer sofortigen vollständigen Überführung aller 1,9 Millionen Staatsdiener in die Rentenkassen kämen Mehrkosten von 20 Milliarden Euro jährlich auf die öffentlichen Arbeitgeber zu, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichen Bericht des arbeitgebernahen Forschungsinstituts. Bei einer paritätischen, also hälftigen Finanzierung der Kosten durch öffentliche Arbeitgeber und künftig rentenversicherungspflichtige Beamte “wären es immer noch zehn Milliarden Euro”, so das IW

Wahrscheinlicher als ein solches Szenario wäre nach Ansicht der IW-Forschenden Ruth Maria Schüler und Björn Kauder allerdings, dass nur neue Beamte in die Rentenversicherung aufgenommen würden – wobei unklar bliebe, “ob sich Staat und Beamte, wie auch bei den Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst, die Kosten teilen”, schreiben die IW-Fachleute. Da Beamte bisher keine Rentenbeiträge zahlen, “würde ihre Einbeziehung (in die Rentenversicherung mit eigenen Beiträgen, d. Red.) de facto einer Gehaltskürzung entsprechen”, so das IW. Ausnahme: Der Staat würde wie bisher die vollen Kosten übernehmen. 

Teuer würde ein Wechsel des Alterssicherungssystems für Beamte “in jedem Fall”, heißt es in dem Bericht weiter. Denn “neben den laufenden Pensionszahlungen müssten Bund, Länder und Kommunen fortan eine jährliche Milliardensumme an die Rentenkasse überweisen”. Hauptargument gegen einen solchen Systemwechsel ist nach Ansicht des IW jedoch, dass weder eine sofortige Überführung aller Beamten in die Rentenversicherung noch eine schrittweise Eingliederung neuer Staatsdiener “die strukturellen Probleme der gesetzlichen Rente” lösen würde. Das Fazit der IW-Forschenden: Wolle die SPD die steigenden Kosten des Beamtenwesens begrenzen, “ist sie besser bedient, die Tarifbeschäftigung im öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten und weniger zu verbeamten.”

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Bis Ende des Jahres will die Regierung ihr Reformpaket durchsetzen. Von ihrem Kurs will sie sich nicht abbringen lassen – auch nicht durch Zwischenrufe von Wahlkämpfern aus den Ländern.

Time
1 Minuten

Wer nach dem Tod des Partners Witwen- oder Witwerrente bezieht, verliert sie bei erneuter Heirat – erhält aber eine Abfindung. Endet die zweite Ehe, kann die alte Rente wieder gezahlt werden.

Time
4 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung erläutert die Rentenformel in einer neu aufgelegten Broschüre – und gibt Hinweise zur Rendite der Beiträge.

Time
2 Minuten

Freiwillige Beiträge können unter bestimmten Voraussetzungen die spätere Rente erhöhen. Dabei können Versicherte selbst bestimmen, wie viel sie nachzahlen wollen.

Time
2 Minuten

SPD-Chef und Vizekanzler Klingbeil nennt ein klares Ziel: Bis zum Jahresende soll es ein neues Rentensystem geben – nach allen Diskussionen im Detail.

Time
2 Minuten

Mit gefälschten E-Mails versuchen Kriminelle derzeit verstärkt, personenbezogene Daten von Rentenversicherten zu erlangen. Besonders vor einer neuen Betrugsmasche warnt jetzt die DRV Baden-Württemberg.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026