Ihre-Vorsorge Logo

Sozialverband wehrt sich gegen FDP-Aktienrente

SoVD-Vizepräsidentin Engelen-Kefer: Auskömmliche Rente im Alter sollte kein Glücksspiel sein, sondern eine sichere und zuverlässige Absicherung.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Berlin (ots/sth). Im Deutschen Bundestag ist es am Mittwoch zu einem heftigen Schlagabtausch zur Zukunft der Rente. Auf Einladung der FDP tauschten ExpertInnen und PolitikerInnen Argumente pro und contra der von den Liberalen angestrebten Kapitalrente auf Aktienbasis aus. Die Positionen des Sozialverband Deutschland (SoVD) vertrat Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer: „Es darf zu keiner Schwächung der gesetzlichen Rentenversicherung kommen. Sie ist die zentrale Säule der Alterssicherung und muss gestärkt werden.“ Aus Sicht des SoVD würde aber genau das passieren, sollte es zu der vorgeschlagenen „Aktienrente“ kommen. Demnach sollen zwei Prozent des Beitrags für die gesetzliche Rentenversicherung in die Aktienrente eingezahlt werden. Dafür würden dann zwei Prozent weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einfließen.

Der Vorstoß, die gesetzliche Rente um ein Element der Kapitaldeckung zu ergänzen, ist nicht neu. Vor knapp 20 Jahren wurde die Riester-Rente zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Was daraus geworden ist, hat der Rentensicherungsbericht 2020 schonungslos offengelegt. „Die Erwartungen, dass die Riester-Rente die Absenkung des Rentenniveaus kompensieren würde, hat sich nicht erfüllt. Insbesondere Geringverdienende haben von der Riester-Rente zu wenig Gebrauch gemacht“, sagt Engelen-Kefer. Kritisch ist zudem, im Hinblick auf die Rentensicherung auf Aktien zu vertrauen. „Schließlich erleben wir jeden Tag, wie unsicher die Kapitalmärkte insgesamt sind. Eine auskömmliche Rente im Alter sollte kein Glücksspiel sein, sondern eine sichere und zuverlässige Absicherung“, mahnt die SoVD-Vizepräsidentin.

Stattdessen schlägt der SoVD die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung vor, in die alle einbezogen werden. „Hier sind zunächst alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, die bislang in keinem obligatorischen Alterssicherungssystem versichert sind. In weiteren Schritten sind auch die anderen Erwerbstätigen, insbesondere politische Mandatsträge*rinnen, Beamt*innen sowie Erwerbstätige in den freien Berufen unter Wahrung verfassungsrechtlicher Vorgaben in die Erwerbstätigenversicherung einzubeziehen“, erklärt Engelen-Kefer.


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Über die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren wird in der Koalition heftig gestritten. Die Rentenkommission hat ihre Abschaffung vorgeschlagen; in CDU und SPD regt sich dagegen Widerstand.

Time
2 Minuten

Ob vorgezogener Ruhestand oder Regelaltersrente: Wann Versicherte in Rente gehen können und wie hoch ihre Bezüge ausfallen würden, erkennt man in der neuen Rentenauskunft nun auf einen Blick.

Time
2 Minuten

Der Grundrentenzuschlag bietet Unterstützung für Menschen mit langer Versichertenzeit und niedrigem Einkommen. Die Höhe des Zuschlags wird jedes Jahr überprüft.

Time
1 Minuten

Wer einen Angehörigen pflegt bekommt dafür unter Umständen einen Zuschlag zur Rente. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Time
4 Minuten

Die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente wird derzeit heiß diskutiert – nicht aber die Höhe der in Zukunft zu zahlenden Abschläge. Die Bundesbank sieht Handlungsbedarf.

Time
2 Minuten

Eltern können für die Kinderbetreuung Rentenpunkte bekommen, wenn sie im Job kürzergetreten sind. Doch die Rentenversicherung schreibt die Zeiten nicht automatisch gut.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026