Ihre-Vorsorge Logo

Jobcenter-Beschäftigte mehrheitlich für scharfe Sanktionsmöglichkeiten

Rund zwei Drittel der Mitarbeitenden in Jobcentern wünschen sich hohe Kürzungsmöglichkeiten, vor allem damit Bürgergeld-Berechtigte ins Jobcenter kommen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Jobcenter-Beschäftigte mehrheitlich für scharfe Sanktionsmöglichkeiten

© Nicht definiert

Nürnberg (iab/sth). Rund zwei Drittel der Jobcenter-Beschäftigten wünschen sich hohe Kürzungsmöglichkeiten - vor allem, damit Bürgergeld-Berechtigte ins Jobcenter kommen. Deutlich geringer, mit 50 Prozent gleichwohl substanziell ist der Anteil der Jobcenter-Mitarbeitenden, die sich von 100-Prozent-Kürzungen bessere Arbeitsmarktchancen für Bürgergeld-Berechtigte erhoffen. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Mehrheit der Jobcenter-Beschäftigten befürwortet demnach die geltenden maximalen Kürzungshöhen bei Leistungsminderungen, wie sie laut derzeitiger Gesetzeslage möglich sind: 23 Prozent der befragten Jobcenter-Beschäftigten gaben an, sich maximal 100 Prozent Kürzungen des Regelbedarfs bei Weiterzahlung der Miete zu wünschen. Weitere 33 Prozent befürworten Kürzungen von maximal 10 bis 30 Prozent.

Zehn Prozent der Jobcenter-Beschäftigten für höhere Kürzungen 

Höhere maximale Kürzungen als derzeit gesetzlich vorgesehen wünschen sich der Studie zufolge rund 10 Prozent der Jobcenter-Beschäftigten. “Dies entspricht einer Ausweitung der 100-Prozent-Kürzung auf die Wohnkosten”, so das IAB. Ebenfalls 10 Prozent der Befragten sprächen sich dagegen für geringere maximale Kürzungen als gesetzlich vorgesehen aus, heißt es weiter. Für einen vollständigen Verzicht auf Leistungsminderungen sprechen sich laut der IAB-Studie 5 Prozent der Jobcenter-Beschäftigten aus.

Über zwei Drittel der befragten Jobcenter-Beschäftigten halten die Anforderungen für eine 100-Prozent-Kürzung des Regelbedarfs für mehr oder weniger „realitätsfern“. Fast 30 Prozent der Jobcenter-Beschäftigten stimmen zudem eher oder voll der Aussage zu, die 100-Prozent-Kürzung erschwere eine vertrauensvolle Beratungsbeziehung. „Angst und mangelndes Vertrauen können eine erfolgreiche Beratung und Arbeitsvermittlung erheblich erschweren – und damit einen wesentlichen gesetzlichen Auftrag der Jobcenter“, erklärt IAB-Forscherin Sarah Bernhard.


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

In Deutschland haben anteilig weniger Erwerbstätige eine Führungsposition inne als im EU-Schnitt. Bei der Bezahlung gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Time
2 Minuten

Die Warnungen sind laut: KI könnte zig Jobs vernichten und vielleicht Arbeit irgendwann überflüssig machen. Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit halten dagegen und erwarten das Gegenteil.

Time
3 Minuten

Gute Job-Chancen locken Arbeitnehmer an, was den Umbau und das Wachsen der Wirtschaft ermöglicht. Doch mittlerweile scheuen viele einen Umzug, weil in boomenden Regionen das Wohnen immer teurer wird.

Time
2 Minuten

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, und die meisten von Ihnen werden daheim betreut, häufig von weiblichen Angehörigen. Das wird sich wirtschaftlich bemerkbar machen, prophezeit die Bertelsmann-Stiftung.

Time
2 Minuten

Der Urlaub ist abgelehnt, der Flug schon gebucht: Ein Arbeitnehmer bleibt krankgeschrieben der Arbeit fern. Warum selbst ein ärztliches Attest ihn vor der Kündigung nicht schützt.

Time
2 Minuten

Bundesagentur für Arbeit stellt Zahlen für Oktober vor. Keine durchgreifende Besserung in Sicht.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026