Ihre-Vorsorge Logo

Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro

Rund sechs Millionen Beschäftigte sollen davon profitieren: Der Mindestlohn steigt wie geplant in zwei Schritten auf 14,60 pro Stunde.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Zwei Verkäuferinnen stehen nebeneinander in einem Lebensmittelladen. Bild: IMAGO / Westend61 / Mareen Fischinger

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Der Mindestlohn steigt wie geplant zum 1. Januar auf 13,90 Euro pro Stunde und ein Jahr später um weitere 70 Cent auf 14,60 pro Stunde. Das Bundeskabinett beschloss in Berlin eine entsprechende Verordnung. Eine weitere Zustimmung durch Bundestag oder Bundesrat ist nicht nötig. 

Grundlage für die Anhebung ist eine Empfehlung der Mindestlohnkommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern. Sie hatte sich im Juni nach kontroverser Debatte auf diesen Vorschlag geeinigt.
Die Arbeitgeber hatten einen großen politischen Druck kritisiert. Die SPD hatte etwa eine Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro zum nächsten Jahr gefordert. Aktuell liegt er bei 12,82 Euro. 

Die Mindestlohnkommission entscheidet alle zwei Jahre über die Anpassung. Die Bundesregierung setzt den Beschluss dann per Verordnung um. Von der Erhöhung sollen nach früheren Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) rund sechs Millionen Beschäftigte profitieren.

Bas: Mindestlohn ist Erfolgsgeschichte

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bezeichnete den Mindestlohn in Berlin als „Erfolgsgeschichte für Millionen hart arbeitende Menschen“. Mit der zweistufigen Anhebung bekämen sie spürbar mehr für ihre Arbeit, und Unternehmen könnten die steigenden Kosten verantwortungsvoll über zwei Jahre verteilen. „Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit und Anerkennung derer, die unser Land Tag für Tag am Laufen halten.“

Die Regierung schätzt in ihrer Begründung zur Verordnung, dass auf Arbeitgeber im kommenden Jahr durch den Schritt zusätzliche Lohnkosten in Höhe von rund 2,2 Milliarden und im Jahr darauf um rund 3,4 Milliarden Euro zukommen könnten. 

„Bei vollständiger Überwälzung der Lohnerhöhungen“ könnten Preise für einzelne Waren und Dienstleistungen moderat steigen. Nennenswerte Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Preisniveau, insbesondere das Verbraucherpreisniveau, seien nicht zu erwarten, heißt es weiter.


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Die Pflegekosten steigen. Auf immer weniger Beitragszahler kommen immer mehr Pflegebedürftige. Eine kurzfristige Reform ist schon auf dem Weg, für eine größere erarbeiten Experten ab jetzt Vorschläge.

Time
3 Minuten

Vollzeitbeschäftigten steht mehr Geld zur Verfügung als Grundsicherungsempfängern - auch wenn sie nur Mindestlohn erhalten. Das hat ein Institut berechnet. Es will Fakten gegen Vorurteile stellen.

Time
2 Minuten

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung geht davon aus, dass die Bevölkerung bis 2045 moderat schrumpft. Regional gibt es demnach aber große Unterschiede.

Time
2 Minuten

Wollen Arbeitnehmende zur Beerdigung eines Angehörigen gehen, müssen sie sich den Tag freinehmen. Einigen steht hierfür Sonderurlaub zu – aber nicht allen.

Time
3 Minuten

Weniger Komfort, dafür weniger Kosten: Ein lange erwarteter Gesetzentwurf ist da.

Time
2 Minuten

Angestellt im neuen Job, aber es gibt keinen schriftlichen Arbeitsvertrag oder er lässt auf sich warten? Muss ich trotzdem am vereinbarten ersten Arbeitstag erscheinen? Das gilt.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026