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Modellprojekt MeKi hilft medienabhängigen Jugendlichen

Suchtähnliche Symptome und soziale Isolierung nehmen bei Kindern und Jugendlichen zu, die digitale Medien stark nutzen. Hilfe bietet ein stationäres Reha-Angebot der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Mädchen im Teenageralter steht im Wohnzimmer und tippt auf ihrem Smartphone. – Bildnachweis: wdv.de © Szekely.Oana

© Nicht definiert

Bochum (DRV). Digitale Medien sind heute ein fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen, bergen aber auch Risiken. Die tagtägliche intensive Nutzung digitaler Angebote kann suchtähnliche Symptome erzeugen und junge Menschen sozial isolieren, familiäre und schulische Probleme hervorrufen. Hier setzt das Modellprojekt MeKi aus dem Förderprogramm rehapro des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit einem stationären Reha-Programm an. Dieses wird durch die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) durchgeführt. 

Sechswöchige Reha als Modellprojekt

Das Projekt MeKi wurde entwickelt, um 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit exzessivem Medienkonsum im Rahmen einer spezialisierten Reha-Maßnahme zu unterstützen. Bisher gibt es in der Regelversorgung noch keine stationären Angebote, die auf die Behandlung von Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Gleichzeitig steigt der Bedarf an entsprechenden Unterstützungsangeboten, da immer mehr Eltern Hilfe im Umgang mit dem problematischen Medienkonsum ihrer Kinder suchen.

Im Rahmen einer sechswöchigen Reha in der Klinik Schönsicht in Berchtesgaden lernen die Jugendlichen in Einzel- und Gruppengesprächen, wie sie ihre Emotionen besser verstehen und unabhängig von digitalen Kanälen ausdrücken sowie regulieren können.

Zudem gibt es zahlreiche Angebote, die den Jugendlichen Alternativen zur Nutzung digitaler Kanäle aufzeigen – zum Beispiel kreative Tätigkeiten oder Bewegungsangebote. Im Rahmen der tiergestützten Therapie lernen die Kinder ihre Sinne zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. 

Sechs Monate Nachsorge

Nach dem stationären Aufenthalt hilft eine sechsmonatige Nachsorge in Form von Videogesprächen, das Erreichte zu stabilisieren. Alle sechs Wochen startet ein neuer Reha-Durchgang mit acht Teilnehmenden, die gemeinsam lernen, wie sie einen gesunden Umgang mit digitalen Medien entwickeln können.

Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen finden Sie auf der Homepage des Projekts: Medienabhängigkeit - Klinik Schönsicht in Berchtesgaden

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