Berlin (dpa/tmn). In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Neuabschlüsse bei Riester-Verträgen immer weiter gesunken. Zu unrentabel, zu unflexibel - so die Kritik. Klaus Morgenstern vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) findet aber, dass diese Form der geförderten Altersvorsorge zu Unrecht in Verruf steht. Vor allem für Geringverdiener mit vielen Kindern könnte die Riester-Rente ein lukrativer Baustein zur Altersvorsorge sein.
Wer mindestens vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Einkommens abzüglich der Zulagen in den Vertrag einzahlt, kann sich die volle staatliche Zulage von 175 Euro pro Jahr sichern. Zusätzlich gibt es für Riester-Sparer mit Kindern weitere Zulagen - für jedes vor 2008 geborene Kind 185 Euro pro Jahr, für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro.
Das kann sich rentieren. Merten Larisch, Experte für Altersvorsorge bei der Verbraucherzentrale Bayern, formuliert eine Daumenregel: “Wenn der Eigenbeitrag nicht höher als ein Drittel der eingezahlten Summe ist, lohnt sich das.” Das Problem beim Riestern sei allerdings, dass sich kaum noch Verträge abschließen lassen. Die wenigen, die es noch gebe, seien oft schlecht, so Larisch. Allerdings soll die Riester-Rente bald reformiert werden. Vielleicht finden sich dann neue und bessere Angebote.
