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Riester und Rürup im Zinstief

Die Initiative Finanzwende hat die Rendite von Riester- und Rürup-Verträgen berechnet. Das Ergebnis: Ohne staatliche Förderung schaffen die meisten Angebote nicht einmal den Inflationsausgleich.

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Fallende rote Kurskurve vor Hundert-Euro-Scheinen. Bild: IMAGO / IlluPics

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Frankfurt (kr). Der Ruf der Riester-Rente ist schon lange nicht mehr der beste. Das gilt inzwischen auch für Rürup-Versicherungen. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist laut Frankfurter Allgemeine Zeitung auf 224.000 im Jahr 2022 gefallen. Die von der Ampel-Koalition angekündigten Reformen lassen noch auf sich warten.

Jetzt hat die Initiative „Finanzwende“, nach eigenen Angaben ein „unabhängiges und überparteiliches Gegengewicht zur Finanzlobby“, die Ertragsaussichten von Riester- und Rürup-Verträgen untersucht. Dabei kamen 22 Riester- und 89 Rürup-Angebote auf den Prüfstand. Bei der Berechnung der Rendite ließen die Tester die staatliche Förderung unberücksichtigt, da sie individuell sehr unterschiedlich ausfällt.

Das Ergebnis: Ohne die staatlichen Zuschüsse schafft es fast keines der Angebote, einen Inflationsausgleich von zwei Prozent auf die eingezahlten Beträge zu erwirtschaften. Im Schnitt lagen Riester-Renten mit 0,8 Prozent und Rürup-Verträge mit 1,0 Prozent Rendite zum Ende der Rentenphase deutlich darunter. 

Die Schlussfolgerung der Tester: Riester-Sparerinnen und -Sparer müssten 99 Jahre alt werden, um das eingezahlte Geld samt zwei Prozent Zins wieder herauszubekommen. Für Rürup-Kunden errechneten sie sogar ein Alter von 100 Jahren. Daher fordert die Initiative, der Staat müsse bei der geförderten Altersvorsorge „endlich genauer hinschauen“. 

Dennoch sind Fachleute zum Beispiel aus Verbraucherzentralen der Ansicht, dass sich Riester-Verträge dank der staatlichen Förderung für bestimmte Zielgruppen lohnen können.

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