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Riester-Rente: So wechseln Sie zum Riester-Fondssparplan

Riester-Banksparpläne leiden unter Mini-Zinsen. Wann ein Wechsel zum Fondssparplan lohnt und wie das genau funktioniert.

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Finanzberater zeigt einem Paar am Bildschirm einige Charts. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andrey Popov

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Riester-Rente: So wechseln Sie zum Riester-Fondssparplan

Beide Riester-Produkte bieten Vor- und Nachteile und sind für andere Sparer geeignet. Ein Überblick:



Riester-BanksparplanRiester-Fondssparplan
Niedrige Zinsen, vielleicht sogar bald negative ZinsenBessere Renditechancen
Einfaches ProduktBesser, wenn Sparer sich mit Fonds auskennen
SicherHöheres Risiko durch Kursschwankungen
Wechsel günstig und problemlos möglich, daher flexibel (z.B. Übertragung des Kapitals zur Immobilienfinanzierung)Guthaben übertragbar, bei Kursverlust aber Kapitalverlust möglich
Für jede Laufzeit geeignetNur bei Laufzeiten von mindestens 20 Jahren geeignet, um Kursschwankungen ausgleichen zu können
Beitragsgarantie, aber keine garantierte RentenhöheBeitragsgarantie, aber keine garantierte Rentenhöhe
Tipp: Wer den Riester-Banksparplan einst abgeschlossen hat, um das Guthaben irgendwann in für den Kauf von Wohneigentum in Wohn-Riester umzuwandeln, sollte dabei bleiben.

Lesen Sie hier mehr zum Riester-Banksparplan.

Wie funktionieren Fond-Sparpläne?

Bei Fondssparverträgen fließen Beiträge und Zulagen in Aktien. Das erhöht einerseits die Renditechancen. Aber auch das Risiko ist höher, denn die Entwicklung des Guthabens hängt von den Entwicklungen an der Börse ab.

Weil Riester-Produkte aber zumindest die eingezahlten Beiträge und Zulagen bei Rentenbeginn garantieren müssen, stecken Anbieter nicht das gesamte Geld in Aktien- oder Mischfonds. Ein Teil landet in sichereren Rentenfonds. Je höher der Rentenfonds-Anteil, desto kleiner sind die Renditechancen.

Lesen Sie dazu auch Riester-Fondssparplan.

Bei einem Fondsparplan bestimmt der Anbieter in der Regel, in welche Fonds investiert wird. Bei einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung – einer Fondspolice – können die Sparer die Fonds selbst aussuchen.



FondssparplanFondspolice
Anbieter gibt Fonds vor, aber es gibt nur wenige Anbieter auf dem Markt.Freie Fondsauswahl. Dafür solte man sich mit Fonds auskennen. Und man muss die Entwicklung der Fonds im Auge behalten und schlechtlaufende Fonds ggf. austauschen.
Geringere WechselkostenMeist teurer wegen der Verwaltungskosten der Anbieter, außerdem Vertragswechsel, Kündigung und Versorgungsausgleich in der Regel teurer

Die Niedrigzinsphase erschwert den Anbietern die Beitragsgarantie: Um Renditen zu erzielen, müssten sie eigentlich verstärkt Aktienfonds investieren. Das wiederum würde die Beitragsgarantie gefährden. Also stecken sie einen größeren Teil der Beiträge in sicherere Fonds – und für renditestarke Fonds bleibt weniger übrig.

Um das Auf und Ab an den Börsen besser ausgleichen zu können, raten Experten wie Uwe Döhler von Finanztest zu langen Laufzeiten. Es gibt Anbieter, die Fondverträge mit einer Laufzeit von unter 20 Jahren gar nicht mehr anbieten.

So funktioniert der Wechsel

Schritt 1: Suchen Sie sich zunächst einen passenden, zertifizierten Riester-Fondssparplan aus. Der Markt für Riester-Fondssparpläne ist zwar überschaubar, aber die Stiftung Warentest testet die Anbieter regelmäßig. Unter www.test.de sind die aktuellsten Testergebnisse zusammengefasst (Ergebnisse z.T. kostenpflichtig). Auf den Webseiten der Anbieter finden Sie zudem Muster-Produktinformationsblätter.

Schritt 2: Prüfen Sie ihren bestehenden Vertrag und informieren Sie sich über Kündigungsbedingungen und Wechselgebühren. Das sind in der Regel 50 bis 150 Euro.
(Tipp: Häufig übernimmt der neue Anbieter die Wechselkosten für Sie.)

Schritt 3: Schließen Sie den neuen Vertrag ab. Auch hier können Abschlussgebühren anfallen.

Schritt 4: Stellen Sie den Antrag auf Riester-Anbieterwechsel. Den Antrag bekommen Sie vom neuen Anbieter. Sie tragen ihre persönlichen Daten und die Daten ihres bisherigen Vertrages ein und schicken ihn an den neuen Anbieter. Dieser kümmert sich in der Regel auch um die Kündigung des bestehenden Vertrages, die Übertragung des Guthabens und die Formalitäten mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).

Tut er das nicht, müssen Sie ihren alten Vertrag selbst kündigen und darauf hinweisen, dass das Riester-Guthaben förderunschädlich auf einen neuen Riester-Anbieter übertragen werden soll.

Schritt 5: Stellen Sie einen Dauerzulagenantrag. Dann fließen die staatlichen Zulagen automatisch in ihren Riester-Vertrag. Den Antrag bekommen Sie auch vom neuen Anbieter. Prüfen Sie ihre Eigenbeitrag regelmäßig und passen Sie ihn an bei
  • Gehaltsveränderungen
  • Geburt eines Kindes
  • Wegfall des Kindergeldes
  • Wechsel in die Selbstständigkeit
  • Scheidung
Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Sie vier Prozent ihre Vorjahresbruttos (maximal 2.100 Euro) pro Jahr in den Vertrag einzahlen. Die Zulagen können Sie davon bereits abziehen. Bei der Berechnung hilft Ihnen unser Riester-Rechner.

Weitere Informationen

Riester-Rente
Basisinformationen auf ihre-vorsorge.de

Riester-Rechner

Sorgenkind Riester-Banksparplan
Interview zu Negativzinsen auf Riester-Banksparpläne

www.test.de
Test Riester-Fondssparpläne auf der Internetseite der Stiftung Warentest (Ergebnisse z.T. kostenpflichtig)

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