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Experten-Antwort

Ablehnung eines medizinischen Tests für Verlängerung

von Wertheim22.09.2020 | 17:32
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Guten Tag, bei mir steht demnächst eine Verlängerung meiner 3 jährigen EM Rente an. Ich bin zwar regelmäßig vor und nach der Rentenbewilligung bei einer Ärztin vorstellig, wurde und werde aber nicht behandelt da es keine Behandlung gibt, es geht also schlichte um Symtomreduzierung. Natürlich fällt jedem gleich das Problem auf, ich werde nicht behandelt und habe auch keinerlei aktuelle Befunde etc. was für die Verlängerung aus rein bürokratischer Sicht natürlich sehr ungünstig ist. Daher dachte ich mir, ich gehe zur Charité Universitätsmedizin die damals die Diagnose gestellt haben und lass mir einfach nochmal bestätigen, dass ich das habe was ich habe. Natürlich ist das nicht möglich weil vom Gesundheitssystem so nicht vorgesehen. Ich bin diagnostiziert und ein zweites Mal gibt es nicht oder mehr. Blöd für die Verlängerung die aktuelle medizinische Befunde verlangt. Also dachte ich mir, im Rahmen meiner Erkrankung bietet Charité in Kooperation mit der Uni Sportmedizin eine Leistungsdiagnostik an die objektiv die Leistungsfähigkeit bestimmt. Wird zB bei Herzkranken etc. auch gemacht. Aber nun wurde ich auf Grund meiner Erkrankung und des daraus resultierenden Zustands abgelehnt, da nur durch die Tests eine signifikante Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich mein Zustand verschlechtert und das Risiko medizinisch nur aus Gründen des Verwaltungsnachweises nicht vertretbar scheint. So weit so logisch so weit so schlecht für meine Verlängerung. Meine Frage ist was soll ich tun, wenn selbst der Test der Objektivierung der Leistungsminderung nicht möglich ist und somit keinerlei aktuelle Unterlagen oder Gutachten etc beibringen kann? Ich habe quasi nur die Ablehnungen. 1. ich bin diagnostiziert ein zweites oder drittes Mal gibt es nicht und 2. Ablehnung des Tests aus medizinischen Gründen. Ich habe einfach Angst durchs Verwaltungsraster zu fallen. Auch beim Antrag gab es ähnliche Probleme und Begutachtungen bis ein Gutachter mal das Problem erkannt hat und schwubs hatte ich die Rente. Ich habe Angst diesmal nicht auf einen aufmerksamem Gutachter zu treffen, den anderen war es ja auch nicht klar geworden. Reicht dann vielleicht ein Schreiben aus, dass sich mein Zustand die letzten 3 Jahre nicht wesentlich gebessert hat aus oder gibt es Tests die man aus Sicht der Rentenversicherung noch machen sollte?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

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Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Grobi,

zunächst einmal geben Sie in Ihrem Antrag auf Weiterzahlung an, dass sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert hat. Außerdem geben Sie die Adressdaten Ihrer behandelnden Ärzte an.

Daraufhin wird sich der zuständige Rentenversicherungsträger an Ihre Ärztin wenden und einen aktuellen Befundbericht anfordern. In diesem wird Ihre Ärztin Ihr Gesundheitsbild beschreiben. Das sollte dann doch aussagekräftig genug sein und somit sollte es doch kein Problem mit der Verlängerung geben.

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4 Antworten

Siehe hieram 22.09.2020 | 18:36
Hallo Wertheim, auch eine Symptomreduzierung ist eine Form der Behandlung, die dann ja von Ihrer Ärztin dokumentiert wurde und nachgewiesen werden kann. Insofern sollten Sie den Antrag auf Verlängerung einreichen, ohne sich zuvor einen Kopf zu machen über evtl. notwendige Tests, die Sie alleine - wie Sie beschreiben - ohnehin nicht erhalten. Wenn der damalige Gutachter bereits festgestellt hatte, dass eine Heilung nicht zu erwarten ist, ist dies ja bereits aktenkundig - auch wenn das seinerzeit für Sie anstrengend war, dies zu erreichen. Insofern könnten Sie Ihre Ärztin bitten, Ihnen einen Befundbericht zu erstellen, der die aktuelle Situation wiedergibt. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, dem Antrag den Anhang 'Selbsteinschätzung' bei zu fügen. Hier haben Sie die Möglichkeit, in eigenen Worten Ihre gesundheitliche und soziale Situation zu schildern und können auch nochmals auf das vorliegende Gutachten selbst hinweisen. Das entsprechende Formular können Sie sich z. B. online hier herunter laden: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/… Sollte dann, warum auch immer, noch eine Begutachtung notwendig werden, würde diese von der DRV veranlasst werden. Viel Erfolg und Alles Gute!
Grobiam 22.09.2020 | 21:27
Sie haben eine diagnostizierte Krankheit und sind regelmäßig in ärztlicher Behandlung. Das man dabei nicht viel für Sie tun kann, scheint ersichtlich zu sein. Linderung ist nicht gleich Heilung. Jetzt noch einen weitsichtigen Gutachter und alles wird gut :-)
Fraukeam 22.09.2020 | 18:53
Also ich bin unbefristet berentet heute, vorher aber auch einige Verlängerungsanträge gehabt. Sie machen sich viel zu viele Gedanken ehrlich gesagt. Wenn sie behandelt werden mit dem Ziel einer Symptomreduzierung, reicht das doch. Es gibt sogar Erwerbsunfähige, die gar nicht oft zum Arzt gehen, weil es nichts zu behandeln gibt, so war es bei mir meistens. Aber dann gibt es ja trotzdem Befunde über die Erkrankung, man hat Hilfsmittel oder nimmt doch seine Medikamente. Und außerdem muss man in aller Regel zum Gutachter bei Verlängerungsantrag, der untersucht selber ja auch. Ich habe noch nie gehört, dass jemand extra eine Untersuchung vorher machen lässt, das erwartet auch kein Gutachter.
Grobiam 23.09.2020 | 14:16
Kleiner Tausch, aus Grobi wird Wertheim :-)
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