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Experten-Antwort

Abschlussbericht Reha Nachteile ?

von Kralo 18.03.2025 | 17:09
558 Ansichten
14 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Tag, Auf meiner Reha stand gerade das Arztgespräch an. Der Chefarzt fragte mich, ob ich in (Teil)Rente gehen möchte. Ich verneinte dies, da ich mich noch in der Lage sehe, meiner Arbeit nachzugehen. Habe einige chronische Erkrankungen. Allerdings arbeite ich nur 30 std und werde dies zukünftig eventuell nicht mehr können. Er sagte er entlässt mich dann voll erwerbsfähig. Kann mir das im Nachhinein zum Nachteil ausgelegt werden, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, meine Arbeitszeit zu erfüllen ? Nach dem Motto „hier steht doch dass Sie mit ihren Erkrankungen vollzeit arbeiten können“? Lg

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 19.03.2025 | 08:43

Hallo Kralo,

im Entlassungsbericht der Rehaklinik wird angegeben, wie die Erwerbsfähigkeit/das Leistungsvermögen im bisherigen Beruf und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt von den dortigen Ärzten eingeschätzt wird. Falls Sie später einen Rentenantrag wegen Erwerbsminderung stellen, wird dieser Entlassungsbericht grundsätzlich in die Entscheidung des sozialmedizinischen Dienstes einbezogen. Falls sich nach der Entlassung aus der Reha also Verschlechterungen Ihres Gesundheitszustandes einstellen oder auch andere Erkrankungen Probleme bereiten als die in der Reha behandelten, sollten Sie das im Rentenantrag auch entsprechend vermerken, z.B. auf dem Selbsteinschätzungsbogen R215, damit diese Umstände berücksichtigt werden.

Mit freundlichen Grüßen vom Expertenteam

13 Antworten

Rehaam 18.03.2025 | 17:23
Da hier im Forum keine Sozialmediziner unterwegs sind, kann Ihnen auch niemand eine Antwort geben. Letztendlich ist der Abschlussbericht der Reha nur ein Puzzleteil in der Einschätzung Ihrer Erwerbsfähigkeit.
Zoraam 18.03.2025 | 17:50
Vollkommen dumme Entscheidung. Hätten Sie ihre Arbeitszeit auf unter 30 Stunden zum Beispiel auf 29,5 reduziert und dann hätten Sie die Teilrente dazu bekommen. Aber Sie sind ein netter Mensch und wollen den Sozialstaat nicht unnötig schröpfen.
Kruloam 18.03.2025 | 17:53
Da heben Sie sich aber jetzt ein klassisches Eigentor geschossen, auch weil Sie ja wissen, dass Sie demnächst die 30std. wöchentlich nicht mehr schaffen werden. Das war von Ihnen unüberlegt dem Chefarzt gegenüber.
Gar nicht gutam 18.03.2025 | 18:12
Ich sollte einst Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen. Schwerbehindert von Geburt an. So richtig überzeugt war ich nicht, weil Arbeit mehr war als bloßes Geldverdienen. Am Ende, OK, halten Sie durch, solange sie können und wenn es nicht mehr geht, dann weiter mit der EU - Rente. Dummerweise wurde die aber abgeschafft und von der wesentlich schwerer zugänglichen Erwerbsminderungsrente ersetzt. Da war plötzlich keine Rede mehr von Rente. Deswegen, wenn man schon gesundheitlich angeschlagen ist, dann sollte man solche Chancen auch nutzen!
Bockwurstam 18.03.2025 | 18:14
Hallo, das bedeutet ja dass der Arzt der Meinung ist, dass Sie eine Rente bekommen sollten - oder? Das finde ich schon bemerkenswert, weil er die Einschätzung der Leistungsfähigkeit ja beruflich macht und im Zweifel eher gegen eine Rente entschieden wird. Im Entlassungsbericht wird also vermutlich stehen, dass Sie keine Probleme haben arbeiten zu gehen. Das wird die Rentenversicherung natürlich bei einer Renten Entscheidung berücksichtigen. Was eine weitere spätere Reha für ein Ergebnis bringen wird weiß man auch nicht. Ich würde den Chefarzt bitten zumindest reinzuschreiben, dass sie auf eigenen Wunsch als voll erwerbsfähig entlassen werden. Alles Gute!
Hmam 18.03.2025 | 19:43
Ich dachte, dass ich eventuell noch ein paar Jahre aushalten kann mit dem Pensum wenn es möglich ist und später dann eine größere teilerwerbsminderungsrente erhalten kann. Ich weiß aber nicht, wie viel das ausmachen würde. Die Reha wurde so schnell genehmigt und festgesetzt, dass ich keine Möglichkeit mehr hatte mich im Vorfeld zu informieren und ich habe auch nicht mit solch einer Frage gerechnet- ich dachte eher der Arzt schaut, was ich kann anstatt ich.
Dankeam 18.03.2025 | 19:46
Zitat von Gar nicht gut anzeigen
Danke für die Info. Ich kenne mich damit ehrlicherweise nicht aus, hatte keine Möglichkeit mich noch tiefer damit zu beschäftigen vor Rehaantritt… evtl. sollte ich dann versuchen, das in diesem Rahmen noch zu klären wenn es irgendwie möglich ist. Ich dachte, dass es später etwas höhere Beiträge gibt und ich sie dann beantragen kann. Scheinbar zu leicht gedacht. Der Chefarzt sagte jedenfalls auf meine Nachfrage, dass das keine Nachteile später haben wird. Aber was Ärzte eben manchmal so erzählen…
Bockwurstam 19.03.2025 | 05:51
Hallo, natürlich entscheiden Sie nicht selbst über Ihre Rente. Es gibt aber auch genügend Menschen, für die ihre Arbeit sehr wichtig ist oder die einen leichten Job haben, wo sie sich vielleicht sogar sehr wohl fühlen. Wenn Sie es sich also selbst zutrauen, wird kaum ein Arzt nein sagen. Die EM Rente soll ja (zurecht) erst kommen, wenn alle Therapien und Rehas vorher nicht geholfen haben. Einen schönen Gruß
Dankeam 19.03.2025 | 06:36
Zitat von Bockwurst anzeigen
Das ergibt absolut Sinn. Allerdings gibt es natürlich auch alles dazwischen- ich liebe meinen Job über alles, auch wenn er mir unglaublich viel abverlangt. Auf Dauer werde ich dieses Pensum nicht stemmen können (sagte ich dem Arzt aber auch), aber weiter arbeiten steht für mich momentan noch außer Frage. So lange es irgendwie geht. Vermutlich hat dieser Grundgedanke mich das ganze erst einmal ablehnen lassen, bei weiterem Bedenken würde es aber sicher Sinn machen, in diese Richtung nun schon zu schauen. Voll erwerbsfähig wäre jedenfalls nicht die Realität und ich habe nun verstanden, dass das später auch schaden kann. Ich danke Ihnen. Viele Grüße
?am 19.03.2025 | 09:31
Gut. Dann erklären Sie es mir ? Wenn der Arzt mir die völlige Entscheidung überlässt, was er in den Bericht schreibt, ich 30 std arbeite aber das mit müh und Not und es perspektivisch eher in Richtung weniger Stunden gehen muss in Zukunft- Dann wäre eine Bescheinigung einer vollen erwerbsfähigkeit gerade einfach nicht korrekt und auch für einen zukünftigen Antrag auf teilewmr. Nachträglich? was ist an meinen Gedanken falsch?
Geklärt am 19.03.2025 | 11:42
Zitat von ? anzeigen
Nachtrag: nach einem 1 Stündigen Gespräch beim Sozialdienst hat sich mein Eindruck und Vorstellungen bestätigt. Es wird nun nach Rücksprache mit Sozialdienst und Arzt geändert. Scheinbar haben Sie es nicht ganz richtig verstanden :). Trotzdem vielen Dank.
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