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Experten-Antwort

Absenkung Rentenniveau

von Maikäfer18.08.2013 | 13:43
2220 Ansichten
13 Antworten
Hallo, ich Baujahr 1949, Regelaltersrentenbeginn 2015, keine ATZ, keine Prozente plane vorzeitig Rente zu beantragen. Alle Voraussetzungen sind erfüllt. ( 49 Beitragsjahre) Frage: Rentenbeginn noch in 12/2013 oder erst 01/2014 Abgesehen von 0,3% Abzug für einen Monat früher und fehlendem Beitrag für 1 Monat sowie Erhöhung des Steuersatzes um weitere 2% ergeben noch weitere Unterschiede? Ich denke da besonders an die Absenkung des Rentenniveaus bis 2030. Nach bisher gefundenen Beiträgen würde die Rente um 0,7 % für 2014 sinken. Richtig / Falsch ?

2 Experten-Antworten

Experten-Antwortam 19.08.2013 | 10:26

Bezüglich der unterschiedlichen Rentenbeginne und der damit verbundenen Auswirkungen haben Sie sich gut informiert. Für Fragen zur voraussichtlichen Rentenhöhe abgestellt auf den jeweiligen Rentenbeginn stehen Ihnen gern die Mitarbeiter der örtlichen Auskunfts- und Beratungsstellen zur Verfügung.

Experten-Antwortam 19.08.2013 | 15:33

Hallo,

auf der Seite www.deutsche-rentenversicherung.de, "Wir über uns", "Fakten und Zahlen", "Statistiken", "Statistikpublikationen" finden Sie hilfreiche Informationen. Die Broschüre "Rentenversicherung in Zahlen 2013" gibt insbesondere auf Seite 27 detaillierte Auskünfte zu Ihrem Anliegen.

11 Antworten

Miriamam 18.08.2013 | 13:59
Hallo Maikäfer, wenn Sie es in Betracht ziehen, die Rente ab 01/2014 zu beanspruchen, sollten Sie das tun. Weil Sie mehr als 35 Jahre mit Beiträgen haben, können Sie die Altersrente für langjährig Versicherte beanspruchen. Frühestens nach Vollendung des 63. Lebensjahres, also 2012 (wenn Sie 1949 geboren sind). Ich denke, Januar 2014 ist besser als Dezember 2013 aufgrund der 0,3% Minderung. Bedenken Sie, dass Ihre Rente dann zum Juli eines jeden Jahres angepasst wird. Dabei kann sie nur höher werden, niemals weniger.
Pauleam 19.08.2013 | 09:27
Rein rechnerisch lohnt es sich nicht (nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) wegen der 0,3 Prozent dauerhafter Rentenminderung pro Monat den Rentenbeginn zu verschieben. Annahme: Bruttorente = 1500 Euro Rentenminderung 0,3 Prozent 1 Monat = 4,50 Euro (1500 : 4,50 = 333,33 Monate) : 12 = 27,78 Jahre D.h. wenn man die 0,3 Prozent mehr an Rente über knapp 28 Jahre bezieht, dann entspricht das einer Monatsrente. Dabei sind noch nicht einmal Zinsen einberechnet. Wenn man also die Rente um einen Monat verschiebt, dann schließt man eine Wette darauf ab, dass man noch mehr als 28 Jahre lebt. Die Rentenversicherung wird es freuen...
Pauleam 19.08.2013 | 09:27
Rein rechnerisch lohnt es sich nicht (nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) wegen der 0,3 Prozent dauerhafter Rentenminderung pro Monat den Rentenbeginn zu verschieben. Annahme: Bruttorente = 1500 Euro Rentenminderung 0,3 Prozent 1 Monat = 4,50 Euro (1500 : 4,50 = 333,33 Monate) : 12 = 27,78 Jahre D.h. wenn man die 0,3 Prozent mehr an Rente über knapp 28 Jahre bezieht, dann entspricht das einer Monatsrente. Dabei sind noch nicht einmal Zinsen einberechnet. Wenn man also die Rente um einen Monat verschiebt, dann schließt man eine Wette darauf ab, dass man noch mehr als 28 Jahre lebt. Die Rentenversicherung wird es freuen...
Maikäferam 19.08.2013 | 14:19
Liebe/r Experte/in wie Sie ja festgestellt haben, beschäftige ich mich mit diesem Thema ausgibig. Was ich aber in Ihrer Antwort vermisse, ist eine klare Aussage zu der angesprochenen Absenkung des Rentenneveau. Wo finde ich eine Grafik oder Auflistung zu den Jahresbezogenen Werten. Oder soll dies etwa den küftigen Rentnern gar nicht bewusst gemacht werden, dass sie doppelt (entschuldigung für den Ausdruck) beschissen werden ? - Richtung Grundrente. Ich möchte Sie nicht persönlich damit angreifen, denn Sie sind auch nur ausführende Stelle unserer Volksvertreter. Mfg Maikäfer
Konsumlustam 19.08.2013 | 15:38
Inzwischen müßte es jedem klar geworden sein, daß Arbeitnehmer bis zum Lebensende arbeiten sollen. Das erreicht man am ehesten dadurch, indem man die Renten so weit absenkt, daß man davon nicht mehr leben kann. Zusätzlich die Einkommen so weit absenken, daß auch für das private sparen nichts mehr übrig bleibt. Riester ist reine Augenwischerei, das hat inzwischen auch der Letzte gemerkt. Letztendlich soll ja gar nicht konsumschädlich gespart werden. Konsulust
Schadeam 19.08.2013 | 17:07
Ob das Rentenniveau nun sinkt oder nicht, hat mit der Entscheidung einen Monat früher oder später in Rente zu gehen m.E. überhaupt nichts zu tun. Ein sinkendes Niveau erreicht man dadurch, dass die Renten in Zukunft weniger hoch ansteigen wie die Nettolöhne. Und das trifft die heutigen Rentner genau gleich wie die zukünftigen Rentner. Ob einer dann im Dezember oder im Januar geht, ist "rentenniveautechnisch völlig egal".
Maikäferam 19.08.2013 | 22:55
Fakt: a.) Rente sinkt durch vermutlich geringere Rentensteigerungen. b.) Lebensarbeitszeit verlängert sich. c.) Zugangsrente wird durch Absenkung des Rentenniveaus von Jahr zu Jahr geringer. offene Frage: - die von Exp. aufgeführte Broschüre der DRV listet leider keine Zahlen über die (schon beschlossene) künftige jährliche Absenkung bis 2030 auf und schon gar nicht über den Stichtag, an welchem die (ca 0,7%ige ?) Kürzung jeweils stattfindet. Scheinbar traut sich niemand offen darüber zu sprechen.
Feliam 20.08.2013 | 09:37
Wie "Schade" schon zutreffend bemerkt hat, ist die Niveausenkung kein Absenken des Nennwertes der Renten, die in irgendeiner vorher festgelegten Höhe jährlich vorgenommen wird, sondern es ist das statistisch feststellbare Auseinanderklaffen des Niveaus der durchschnittlichen Rente bezogen auf die durchschnittlichen Arbeitnehmereinkünfte. Dieses hat mit Ihrer persönlich berechneten Rente nichts zu tun. Will heißen: Wenn Sie, wann auch immer (ggf. mit den für Sie persönlich festgestellten Abschlägen) in Rente gehen, hat Ihre individuelle Rente bezogen auf die im gleichen Zeitraum durchschnittlihcen Arbeitnehmereinkünfte vielleicht ein Niveau von 60% (Beispiel!!!). Nach fünf Jahren Rentenbezug, in denen es ab und zu auch mal eine Rentenerhöhung gab, also der Nennwert Ihrer Rente nicht gesunken ist, stellen Sie fest, dass Ihre Rente, bezogen auf die durchschnittl. AN-Einkünfte (die in der Zwischenzeit stärker gestiegen sind) nur noch 55% ausmacht - das ist die Absenkung des Rentenniveaus!
Maikäferam 20.08.2013 | 18:09
Hallo Feli, danke für die ausführliche und verständliche Erklärung. Anmerkung: Wenn dies so ist, dann müssten wir uns ganz schön warm anziehen und hoffen dass es bis dahin (2030) wieder Essenmarken gibt. Die schon Rentner und Rentenanwärter der nächsten paar Jahre vertrauten großteils auf die Rentenversicherung ("die Rente ist sicher") und hatten keinen Grund oder Möglichkeit zu Ristern!
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