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Ambulante Reha beantragt, stationäre bewilligt

von Gaby15.03.2018 | 17:35
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Hallo ins Forum, Ich hatte eine ambulante Reha beantragt, die auch von meiner Therapeutin - sogar mit Klinikvorschlag im Nachbarort und innerhalb von 30 Minuten zu erreichen - empfohlen und befürwortet wurde. Diese "Wunschklinik" gab ich auch in meinem Antrag an. Heute nun erhielt ich die Nachricht, dass eine ambulante Reha nicht durchgeführt, sondern eine stationäre Reha über 5 Wochen genehmigt wurde. Die Begründung lautete: "Sie haben die Durchführung einer Leistung zur med. Reha in ambulanter Form beantragt. Dem können wir nicht entsprechen, da eine auf Ihre gesundheitlichen Einschränkungen spezialisierte Einrichtung, welche die erforderliche Reha ambulant durchführen kann, in der Nähe Ihres Wohnortes nicht zur Verfügung steht. Wir haben Ihnen aus diesem Grund eine Leistung in stationärer Form bewilligt.“ Das ist schlichtweg falsch. Die von mir gewünschte Klinik ist mir von meiner Therapeutin empfohlen worden und auch die Leistungsbeschreibung auf deren Homepage ist genau für meinen Fall zutreffend. Nun bin ich sehr verzweifelt. Für mich wäre es eine Katastrophe 5 Wochen von zuhause weg sein zu müssen. Ich bin zu einer Reha bereit, aber ich brauche mein gewohntes Umfeld und die Unterstützung durch meine Familie, was bei einer ambulanten Reha der Fall wäre. Gilt hier nicht auch der Grundsatz: Ambulant vor Stationär? Alleine aus Kostengründen wäre doch eine ambulante Reha die erste Wahl, zumal eine geeignete Einrichtung in der Nähe und erreichbar ist. Wie erfolgversprechend ist hier ein Widerspruch sowie - falls abgelehnt - eine Klage vor dem Sozialgericht? Bin für jede Info dankbar.

9 Antworten

Schorscham 15.03.2018 | 18:05
Vermutlich handelt es sich aber nicht um eine Vertragsklinik Ihres zuständigen Kostenträgers. MfG
Fastrentneram 15.03.2018 | 18:16
Da hier im Forum niemand Details kennt, kann Ihnen auch keiner einen konkreten Rat bezüglich Widerspruch und Klage geben. Setzen Sie sich mit Ihrem RV-Träger in Verbindung und lassen Sie klären, aus welchen Gründen Ihrer Wunschklinik der ambulanten Reha nicht entsprochen wurde. Ohne diese Kenntnisse ist eine konkrete Antwort nicht möglich.
Liesbetham 15.03.2018 | 18:49
Also aus eigenen Erfahrungen kann ich Ihnen nur von einer ambulanten Reha abraten. Das ist Stress pur, während eine stationäre Reha wie ein schöner Erholungsurlaub sein kann. Ihre Angehörigen können Sie doch an den Wochenenden besuchen kommen und ehe Sie sich versehen, ist die Zeit um. (Ich war sogar für 8 Wochen weg. Davon 4 Wochen sofort und danach 2 mal 2 Wochen Verlängerung.) Alles Gute!
Gabyam 15.03.2018 | 18:37
Die von mir gewünschte Klinik ist Vertragspartner der DRV und die Begründung der DRV habe ich ja oben geschrieben. Die Begründung entspricht aber nicht den Tatsachen, denn diese ambulante Klinik ist für meinen Fall geeignet. Ich hatte sogar vor Antragstellung telefonisch Kontakt zur Klinik aufgenommen. Vielleicht kann ja der Forumsexperte der DRV dazu stellungnehmen. Bei der DRV habe ich mehrfach versucht anzurufen, bin aber nie durchgekommen...
Fortitude oneam 15.03.2018 | 19:24
Hallo Gaby, der Grundsatz "Ambulant vor Stationär" ist mir so nicht bekannt. Ihre Argumente für eine ambulante Reha kann ich sehr gut nachvollziehen. Es kommt auch auf die Reha Maßnahme an. Die Widerspruchsfrist sollten Sie unbedingt einhalten und eindeutig begründen. Eine Klage vor dem SG wird es nicht kommen. Vielleicht sollten Sie das ganze noch einmal in ruhe überdenken. Eine stationäre Reha hat auch sehr viele Vorteile. In früheren Jahren war ich auch in dreien stationären Rehas und habe es nicht bereut. Sollte ich irgenwann mal eine weitere Rehabilitation genehmigt bekommen, dann würde für mich nur noch eine ambulante Reha in Betracht kommen. Wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg. Wichtig dabeinist doch, dass Sie eine Reha absolvieren und wieder gesund werden. Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.
Joschiam 15.03.2018 | 19:14
Letztendlich entscheidet der medizinische Dienst des Kostenträgers, also der DRV darüber, in welcher Form die Reha durchgeführt wird. "Wer bezahlt der schafft an". Therapeuten haben dabei nicht das letzte Wort.
ashleyam 15.03.2018 | 21:51
Glauben Sie mir, eine stationäre Reha bringt 1000mal mehr als eine ambulante. Man kann sich in einer ambulanten Reha überhaupt nicht richtig fallen lassen, darauf eingehen, weil dann nämlich schon wieder im Hinterkopf ist, gleich muss ich noch nach Hause fahren, vielleicht noch Stau, vielleicht muss ich zu Hause noch putzen, räumen usw. Das bringt überhaupt nichts und ich spreche aus eigener Erfahrung. Habe schon beides hinter mir
Gabyam 15.03.2018 | 23:13
Vielen Dank für die netten Antworten und guten Wünsche. Ich habe inzwischen mit meiner Ärztin gesprochen. Sie rät aus Gründen, die ich hier nicht im Einzelnen darlegen möchte, von einer stationären Reha ab. Sie wird das auch mit einem Attest der DRV gegenüber mitteilen, bzw. meinen Widerspruch mit einem ärztlichen Attest stützen. Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen gibt, denen eine stationäre Reha besser hilft - bei mir ist das nicht der Fall. Menschen sind eben verschieden... Trotzdem nochmal Danke für die Infos und unterschiedlichen Meinungen.
Gabyam 16.03.2018 | 15:18
LiebeR ExpertIn, vielen Dank für die Antwort. Ich hatte sogar vor Antragstellung telefonischen Kontakt mit der Klinik und soweit abgeklärt, dass es aufgrund meiner Diagnosen passen würde. Ich habe inzwischen auch mit meiner Ärztin gesprochen und sie wird eine medizinische Begründung verfassen.
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