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Experten-Antwort

Anerkennung der Erkrankung ME/CFS nach aktuellem wissenschaftlichen Forschungsstand bei der DRV

von Simon20.11.2023 | 16:42
497 Ansichten
12 Antworten
Hallo, die schwerwiegende chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung ME/CFS wird leider seit vielen Jahren von der DRV ignoriert, stark vernachlässigt und beharrlich falsch verstanden und nicht anerkannt mit fatalen Auswirkungen für die vielen erkrankten Versicherten. Dies zeigt auch die bisherige interne Zuordnung der DRV von der körperlichen Erkrankung ME/CFS in eine Leitlinie für "Psychische und Verhaltensstörungen einschließlich Abhängigkeitserkrankungen", was grob falsch ist und klar im Widerspruch zu dem aktuellen internationalen wissenschaftlichen Konsens zu ME/CFS steht. Wann genau passt sich die DRV endlich an den aktuellen international anerkannten Forschungsstand bei ME/CFS an und sorgt hier für angemessene Änderungen und Gerechtigkeit sowie korrigiert auch die vielen dadurch bei den betroffenen Versicherten bereits verursachten Fehldiagnosen durch uninformierte und unkundige "Gutachter" der DRV?

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 20.11.2023 | 18:17

Hallo Simon,

 

im Forum können keine Aussagen zu einzelnen Krankheitsbildern und deren rentenrechtlichen Beurteilungen gegeben werden.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen direkt an die Deutsche Rentenversicherung.

11 Antworten

Abschlägeam 20.11.2023 | 16:48
Diese Frage kann in einem Forum nicht beantwortet werden. Bitte wenden Sie sich direkt an das Direktorium der DRV https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Ueber-uns/Dir… Die Kontaktdaten finden Sie ebenfalls auf der Seite.
Was soll das?am 20.11.2023 | 17:31
Sie scheinen nicht ganz auf der Höhe zu sein, sonst würden Sie auf eine derartige Frage mit polemischen Hintergrund , in einem anonymen Forum keine Antwort erwarten. Da müssen Sie sich schon direkt mit dem medizinischen Dienst Ihres zuständigen Rententrägers auseinander setzen. Viel Erfolg.
Maxiam 20.11.2023 | 18:19
Und was meint der aktuelle internationale wissenschaftliche Konsens zu ME/CFS? Wo sollte es eingeordnet werden?
Muxiam 20.11.2023 | 18:39
Maxi schrieb

Und was meint der aktuelle internationale wissenschaftliche Konsens zu ME/CFS? Wo sollte es eingeordnet werden?

Natürlich tauglich für eine Frühverrentung. Das möchte fast jede Gruppe, die unter einer bestimmten Krankheit leidet!
KSCam 20.11.2023 | 18:40
Maxi schrieb

Und was meint der aktuelle internationale wissenschaftliche Konsens zu ME/CFS? Wo sollte es eingeordnet werden?

Das sollten Sie mit Medizinern oder in einem medizinischen Fachforum ausdiskutieren. Dafür ist dieses Forum nicht gedacht. Hier geht es um Fragen rung um die Rente und keiner der Antwortenden ist Arzt der DRV.
Simonam 20.11.2023 | 21:57
Maxi schrieb

Und was meint der aktuelle internationale wissenschaftliche Konsens zu ME/CFS? Wo sollte es eingeordnet werden?

ME/CFS ist nach aktuellem international anerkannten Forschungsstand eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung und wird von der WHO bereits seit 1969 der Neurologie zugeordnet.
Corneliusam 21.11.2023 | 10:27
Davon ausgehend, dass Sie sowieso keine Lösung des vermeintlichen Problems hier im Forum erwarten, sondern nur darauf aufmerksam machen wollen, fürchte ich, dass Sie die Reichweite dieses Forums weit überschätzen. Wenden Sie sich an die Stelle, welche die Ihrer Meinung nach falsche Einordnung vorgenommen hat. Aber auch dort haben sich bestimmt Experten darüber Gedanken gemacht, in welches Fachgebiet die Krankheit gehört. Gewürfelt hat man vermutlich nicht.
Bukkiam 17.07.2025 | 21:59
Simon schrieb

ME/CFS ist nach aktuellem international anerkannten Forschungsstand eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung und wird von der WHO bereits seit 1969 der Neurologie zugeordnet.

Hallo Simon und auch andere CFS-Erkrankte, wie man an den Antworten hier als auch anderswo schon erkennen kann, wird leider eher gelästert oder sogar sich darüber lustig gemacht als dass sich irgendetwas ändert bei der Einstufung und Anerkennung der Krankheit. Ich selbst habe auch schon fast 10 Jahre die Erkrankung und wurstle mich mit Teilzeit durch. Und nachdem mein Arbeitgeber insolvent gegangen ist, bin ich jetzt im Homeoffice ein paar Stunden tätig, mehr geht nicht, sonst sind die Folgeschmerzen (das sog. PEM) so massiv, dass ich dann folgenreich ganztags oder sogar mehrere Tage ausfalle. Das sind dann in der Folge etliche Arztbesuche und eigentlich unnötige Kosten und Arztbeanspruchungen, die man durchaus vermeiden könnte, wenn die DRV hier eine Teil-EMR erreichbar machen würde. Weder die Neurologen noch z.B. der Amtsarzt bei der Agentur für Arbeit ordnet meine Erkrankung eigenständig ein, sondern deuten nur sturr auf eine psychologische Erkrankung hin. Und das, obwohl die psychosomatischen Symptome nur sehr gering sind im Vergleich zu den massiven und deutlichen Symptomen durch CFS/ME. Es gibt eigentlich sogar offizielle anerkannte Diagnose-Kriterien (Bell-Score-Skala und Kanadische sind auch bei uns in Deutschland offiziell anerkannt und wird von den leider wenig verfügbaren darauf spezialisierten Kliniken wie z.B. der Charite Berlin gemacht), aber trotzdem wird abgelehnt. Ich habe mittlerweile mindestens 30 Arztbesuche hinter mir und kann aus Erfahrung berichten, dass kaum ein Arzt darüber bescheid weis, viele zwar helfen wollen, aber meist nicht helfen können und somit auch nichts in die Wege leiten können, weil es bis dato keinen Heilungsplan gibt. Dementsprechend ist eine Reha auch kaum sinnvoll, aber wegen der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit anscheinend ein MUSS (Reha vor Rente). So ergibt sich also ein "Teufels"-Kreislauf, dass sehr viele CFS-Erkrankte nach der Reha (wegen Mitwirkungspflicht) schlimmere Symptome, teils auch bleibende Schäden haben. Einige versuchen bereits über spezialisierte Anwälte dem entgegen zu setzen und auch in der Schweiz kam vor kurzem ein gewisser Skandalbericht heraus. https://www.youtube.com/watch?v=TwBCA1txcrw… Ich schätze meine Lage auch als hoffnungslos im Hinblick auf eine Teil-EMR ein und die Sozialversicherungen schaden sich ungeschickterweise auf Dauer mit ihren Ablehnungen nur selber, denn die Gesundheitsausgaben der Betroffenen wegen so immens vielen und dauernden Arztbesuchen und kaum- bis nichts-bringenden Rehas steigen damit ja auch stetig weiter an !! Und dann haben viele Betroffenen ja auch Kinder, die das durchaus voll miterleben und sehen, wie unser angeblich so "tolles" Auffangsystem damit umgeht. Sie wären die besten Zeugen, wie es Mama oder Papa zuhause wirklich ergeht und wie hilflos viele Erkrankte dann werden, und vor allem (was ich in den Communities und Selbsthilfegruppen so erfahre): bekommen immer mehr Betroffene dann auch Dauer wirklich eine Psychische Erkrankung, weil es eine so lange Zeit von Nicht-Verstanden, Missverstanden und/oder zunehmende Aussichtslosigkeit und/oder zunehmende Wut gibt. Davon wissen und ahnen die Sozialversicherungsträger großteils doch gar nichts, weil so viele Betroffene so still zuhause vor sich "hinbrödeln" Es braucht einmal einen engagierten Politiker, aber im Kapitalismus ist diesbezüglich kaum Geld vorhanden, eher dass man noch mehr vereinheitlicht und spezielle Krankheiten ablehnt. Eine Neurologin hat mir mal gesagt "Sie MÜSSE ablehnen..." und da war das Gespräch dann sehr interessant als ich nachgefragt habe, warum "MÜSSEN" !! Diese Erkrankung hat eine Menge Potential für einen Skandal im Gesundheits- und Sozialversicherungssystem... ich habe 30 Jahre für verschiedene Medienhäuser gearbeitet und auch entsprechende lange Kapitalmarkt-Erfahrung, vielleicht gräbt man da mal was aus, der Zeitpunkt und mithilfe einiger Organisationen und Vereinen tut sich in einigen Ländern bereits was.... Deutschland wird hier aber eher nicht vorneweg-gehen, das entspricht nicht der Mentalität in Deutschland wie in vielen Bereichen nicht... der "Ordentliche Deutsche" hat bei solch Erkrankungen und Beschreibungen der Betroffenen grundsätzlich eher erst mal Simulantentum und Tauge-Nichts in Verdacht... Ich würde eher sagen, eine "Ordentliche Portion Inkompetenz", denn der Nachwuchs soll ja mitunter auch motiviert werden, fleissig zu arbeiten und in die Gesundheitssysteme einzuzahlen... und dabei immer schön in der Mitte bleiben :-D
Bukkiam 17.07.2025 | 22:00
Hallo Simon und auch andere CFS-Erkrankte, wie man an den Antworten hier als auch anderswo schon erkennen kann, wird leider eher gelästert oder sogar sich darüber lustig gemacht als dass sich irgendetwas ändert bei der Einstufung und Anerkennung der Krankheit. Ich selbst habe auch schon fast 10 Jahre die Erkrankung und wurstle mich mit Teilzeit durch. Und nachdem mein Arbeitgeber insolvent gegangen ist, bin ich jetzt im Homeoffice ein paar Stunden tätig, mehr geht nicht, sonst sind die Folgeschmerzen (das sog. PEM) so massiv, dass ich dann folgenreich ganztags oder sogar mehrere Tage ausfalle. Das sind dann in der Folge etliche Arztbesuche und eigentlich unnötige Kosten und Arztbeanspruchungen, die man durchaus vermeiden könnte, wenn die DRV hier eine Teil-EMR erreichbar machen würde. Weder die Neurologen noch z.B. der Amtsarzt bei der Agentur für Arbeit ordnet meine Erkrankung eigenständig ein, sondern deuten nur sturr auf eine psychologische Erkrankung hin. Und das, obwohl die psychosomatischen Symptome nur sehr gering sind im Vergleich zu den massiven und deutlichen Symptomen durch CFS/ME. Es gibt eigentlich sogar offizielle anerkannte Diagnose-Kriterien (Bell-Score-Skala und Kanadische sind auch bei uns in Deutschland offiziell anerkannt und wird von den leider wenig verfügbaren darauf spezialisierten Kliniken wie z.B. der Charite Berlin gemacht), aber trotzdem wird abgelehnt. Ich habe mittlerweile mindestens 30 Arztbesuche hinter mir und kann aus Erfahrung berichten, dass kaum ein Arzt darüber bescheid weis, viele zwar helfen wollen, aber meist nicht helfen können und somit auch nichts in die Wege leiten können, weil es bis dato keinen Heilungsplan gibt. Dementsprechend ist eine Reha auch kaum sinnvoll, aber wegen der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit anscheinend ein MUSS (Reha vor Rente). So ergibt sich also ein "Teufels"-Kreislauf, dass sehr viele CFS-Erkrankte nach der Reha (wegen Mitwirkungspflicht) schlimmere Symptome, teils auch bleibende Schäden haben. Einige versuchen bereits über spezialisierte Anwälte dem entgegen zu setzen und auch in der Schweiz kam vor kurzem ein gewisser Skandalbericht heraus. https://www.youtube.com/watch?v=TwBCA1txcrw… Ich schätze meine Lage auch als hoffnungslos im Hinblick auf eine Teil-EMR ein und die Sozialversicherungen schaden sich ungeschickterweise auf Dauer mit ihren Ablehnungen nur selber, denn die Gesundheitsausgaben der Betroffenen wegen so immens vielen und dauernden Arztbesuchen und kaum- bis nichts-bringenden Rehas steigen damit ja auch stetig weiter an !! Und dann haben viele Betroffenen ja auch Kinder, die das durchaus voll miterleben und sehen, wie unser angeblich so "tolles" Auffangsystem damit umgeht. Sie wären die besten Zeugen, wie es Mama oder Papa zuhause wirklich ergeht und wie hilflos viele Erkrankte dann werden, und vor allem (was ich in den Communities und Selbsthilfegruppen so erfahre): bekommen immer mehr Betroffene dann auch Dauer wirklich eine Psychische Erkrankung, weil es eine so lange Zeit von Nicht-Verstanden, Missverstanden und/oder zunehmende Aussichtslosigkeit und/oder zunehmende Wut gibt. Davon wissen und ahnen die Sozialversicherungsträger großteils doch gar nichts, weil so viele Betroffene so still zuhause vor sich "hinbrödeln" Es braucht einmal einen engagierten Politiker, aber im Kapitalismus ist diesbezüglich kaum Geld vorhanden, eher dass man noch mehr vereinheitlicht und spezielle Krankheiten ablehnt. Eine Neurologin hat mir mal gesagt "Sie MÜSSE ablehnen..." und da war das Gespräch dann sehr interessant als ich nachgefragt habe, warum "MÜSSEN" !! Diese Erkrankung hat eine Menge Potential für einen Skandal im Gesundheits- und Sozialversicherungssystem... ich habe 30 Jahre für verschiedene Medienhäuser gearbeitet und auch entsprechende lange Kapitalmarkt-Erfahrung, vielleicht gräbt man da mal was aus, der Zeitpunkt und mithilfe einiger Organisationen und Vereinen tut sich in einigen Ländern bereits was.... Deutschland wird hier aber eher nicht vorneweg-gehen, das entspricht nicht der Mentalität in Deutschland wie in vielen Bereichen nicht... der "Ordentliche Deutsche" hat bei solch Erkrankungen und Beschreibungen der Betroffenen grundsätzlich eher erst mal Simulantentum und Tauge-Nichts in Verdacht... Ich würde eher sagen, eine "Ordentliche Portion Inkompetenz", denn der Nachwuchs soll ja mitunter auch motiviert werden, fleissig zu arbeiten und in die Gesundheitssysteme einzuzahlen... und dabei immer schön in der Mitte bleiben :-D
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